Das dürfte es gewesen sein

Mit dem unerwarteten 1:1 bei den Reserven des FC Weesen gab Ebnat-Kappel erstmals in diesem Jahr Punkte ab. Ein Remis in einem ungünstigen Moment und mit klaren Konsequenzen.

Walter Züst
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Durch das 1:1 gegen Weesen 2 geriet Viertligist Ebnat-Kappel wieder zünftig in Rückenlage. (Bild: Walter Züst)

Durch das 1:1 gegen Weesen 2 geriet Viertligist Ebnat-Kappel wieder zünftig in Rückenlage. (Bild: Walter Züst)

FUSSBALL. Die Bereitschaft, auf das Gesuch der Weesner einzugehen, das 14. Saisonspiel aus personellen Gründen um zwei Tage zu verschieben, war für die Ebnat-Kappler im Endeffekt ein schlechter «Deal». Weil Mikulanin aus beruflichen Gründen kurzfristig absagen musste, Stäheli keinen militärischen Urlaub bekam und diverse Spieler verletzungsbedingt ausfielen, hatte diesmal Trainer Jürg Stadelmann mit einem schmalen Kader auszukommen. Mit einem weiteren Dreier hätten die Obertoggenburger – allerdings bei einem Spiel mehr – zu Leader Netstal aufschliessen können, stattdessen ist der Rückstand nun auf fünf Verlustpunkte angewachsen. Schade um die vier Siege in Folge, mit denen sich die Ebnat-Kappler wieder ins Gespräch um den Aufstieg gebracht hatten. Mit dem Ausrutscher an den Gestaden des Walensees nahmen sich die Ebnat-Kappler im fünftletzten Saisonspiel aber selbst wieder aus dem Rennen. Die Aktien von Tabellenführer Netstal sind an diesem Abend jedenfalls sprunghaft angestiegen!

Ausgleichstreffer vor der Pause

Gar nicht leicht, im extremen Talwind vernünftig ins Spiel zu kommen. Als Mitte der ersten Halbzeit bei einem Freistoss eine heftige Windböe auch noch die Flugbahn des Balles entscheidend beeinflusste, stand es plötzlich 1:0 für die Platzherren! Durch den unglücklichen Gegentreffer wachgerüttelt, gingen die Ebnat-Kappler in der Folge deutlich entschlossener zu Werk. Aber erst kurz vor der Pause zahlte sich das Ganze auch aus. Tobias Anderegg zirkelte einen Eckball gefährlich vors Tor und der junge Dominic Aerne war mit dem Kopf zur Stelle (1:1).

Unvermögen und Pech

Die Ebnat-Kappler waren definitiv im Spiel. Nun lief fast alles nur noch in eine Richtung, mit sehr guten Kombinationen im Mittelfeld und viel Ballbesitz. In Strafraumnähe fehlte aber jegliche Durchschlagskraft. Kaum anspielbare Sturmspitzen, und wenn die Angriffe bis in die entscheidende Zone gelangten, dann konnte der Ball nicht gehalten werden. Gefährlich wurde es einzig bei Eckbällen oder dann, wenn der agile Ledergerber die Füsse im Spiel hatte. Zuletzt fehlte aber vor allem auch das nötige Wettkampfglück. In der 70. Spielminute konnte ein Verteidiger nach einem Abschlussversuch Ledergerbers auf der Linie klären und kurz vor Schluss spielte der Schiedsrichter das berühmte Zünglein an der Waage. Nach einem der zahlreichen gefährlichen Anderegg-Eckbälle verhinderte ein Weesner Abwehrspieler mit ausgestrecktem Arm einen möglichen Torschuss! Zum Entsetzen der Toggenburger entschied der Unparteiische aber nicht auf Strafstoss, sondern auf Weiterspielen. Doppelt ärgerlich.

Jürg Stadelmann: «Wir müssen akzeptieren, dass das Glück heute nicht auf unserer Seite stand. Am Einsatz und Willen fehlte es nicht. Nach zuletzt vier erfolgreichen Partien war das ein herber Dämpfer.»

Matchtelegramm: Weesen II – Ebnat-Kappel I 1:1 (1:1). – Moos. – 10 Zuschauer. – SR: Ali Kilic. – Tore: 22. Weesen 1:0. 43. D. Aerne 1:1. Ebnat-Kappel I: Rohner; Rütsche, S. Büsser, Brunner; D. Aerne, Landert, Anderegg, A. Blatter, Ledergerber; Tschumper, Steiner. – Auf der Bank: Thoma (ET), Elezi. – Abwesend: Hinterberger, R. Büsser, S. Aerne, Qalaj (alle verletzt), Stäheli (Militär). Verwarnungen: Anderegg (Ebnat-Kappel), Greco (Weesen).

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