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Das Appenzellerland dürfte schon bald von besserem Postservice profitieren

Dieser Tage wurde bekannt, dass die Post ihre Abbaupläne überdenken und ihre Leistungen sogar teilweise ausbauen muss. Politiker sind erfreut.
Karin Erni
Der Poststelle Urnäsch könnte allenfalls die Schliessung erspart bleiben. Bild: PD

Der Poststelle Urnäsch könnte allenfalls die Schliessung erspart bleiben. Bild: PD

Das Poststellen-Sterben hat wohl ein Ende: Die von Bundesrätin Doris Leuthard eingesetzte Arbeitsgruppe schlägt eine Vereinheitlichung der Erreichbarkeitsvorgabe vor. Künftig sollen 90 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung eines Kantons innert 20 Minuten zu Fuss oder mit dem öffentlichen Verkehr eine Poststelle oder Agentur erreichen oder eine Barzahlungsdienstleistung tätigen können. Diese Neuigkeit freut Kantonsrätin Judith Egger. Sie hat bereits im November 2016 im Namen der SP-Fraktion eine Interpellation zur geplanten Schliessung von 500 bis 600 Poststellen in der Schweiz eingereicht. «Es zeigt sich, dass in dieser Frage ein Umdenken stattgefunden hat und offenbar durchaus Gestaltungsspielraum besteht.» Die Post mache zwar vieles gut, aber sie habe sich in den letzten Jahren immer mehr auf die Grosskunden ausgerichtet und sich von den Bedürfnissen der kleinen Kunden entfernt, so die Kantonsrätin. «Nun muss eine politische Debatte stattfinden, um zu definieren, welchen Service public die Post erbringen soll und was er uns wert ist.» Für das Appenzellerland könnte das bedeuten, dass der geplante Umbau des Poststellennetzes noch einmal angeschaut werden müsse, so Egger. «Es könnte durchaus sein, dass in Ausserrhoden eine zur Schliessung vorgesehene Poststelle erhalten bleibt.»

Zu wenig Zugangspunkte im Appenzellerland

Wie einem Bericht des BAKOM zu entnehmen ist, besteht in den beiden Appenzeller Kantonen bereits heute eine Unterdeckung. Die Post geht davon aus, dass hier neue Zugangspunkte aufgebaut werden müssen. Das muss aber nicht zwingend eine Poststelle sein, sondern kann auch eine Agentur, ein Postomat oder ein Hausservice sein. Flankierend soll die Post Massnahmen zur Erhöhung der Attraktivität von Agenturen ergreifen, so der BAKOM-Bericht weiter. Der Bundesrat wird sich im Sommer mit dem Thema befassen. Bei der Umsetzung zeigt sich die Post gemäss einer Mitteilung willig: «Wir prüfen die Umsetzung der einzelnen Empfehlungen, sobald der bundesrätliche Vorschlag vorliegt. Die Post wird dann beurteilen, welche Massnahmen bereits vor dem Abschluss des gesetzgeberischen Prozesses umgesetzt werden können oder sogar müssen. Denn dieser Prozess wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen und die Post kann und will es sich nicht leisten, in einer ‹Übergangsphase› die gesetzlichen Vorgaben nicht zu erfüllen. Dies erfordert einen frühzeitigen Abgleich mit der Strategie. Gleichzeitig braucht die Post auch Rechtssicherheit in dem, was sie tut.»

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