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Interview

«Danach verstehen die Lernenden sogar Schweizerdeutsch» - So profitieren die Walliser Schüler vom Austausch mit der Kanti Trogen

Das Austauschprojekt zwischen den Kantonsschulen Trogen und Sion wäre nicht möglich, wenn nicht auch der Lycée–Collège de la Planta in Sion Austauschschüler und Gastfamilien zur Verfügung stellen würde. Rektor Francis Rossier sagt, was der Austausch mit Trogen für das Walliser Gymnasium bedeutet.
Gwendoline Flückiger
Francis Rossier, Rektor des Lycée–Collège de la Planta in Sion. (Bild: PD)

Francis Rossier, Rektor des Lycée–Collège de la Planta in Sion. (Bild: PD)

Francis Rossier, inwiefern ist Trogen der ideale Partner für Sion?

Die Walliser Schülerinnen und Schüler besuchen im Gegensatz zu den Lernenden in der Ostschweiz fünf Jahre lang das Gymnasium. Der Austausch findet für sie im 3. Jahr statt. Wenn die Jugendlichen aus Sion anstelle eines Austauschjahres im Ausland nach Trogen gehen, müssen sie das Jahr nicht wiederholen, sondern können direkt ins vierte Jahr Gymnasium eintreten. Das ist möglich, weil wir die Programme der beiden Schulen verglichen haben und so den Lernenden aus Sion die Möglichkeit geben, sich ihr Austauschjahr in Trogen anrechnen zu lassen. Dies funktioniert soweit gut. Zudem ist auch die Distanz zwischen Trogen und Sion ideal. Diese ist nicht zu gross, sodass man jederzeit heimgehen kann, wenn einen das Heimweh packt. Gleichzeitig sind die Orte aber genug weit voneinander entfernt, dass man nicht allzu häufig nach Hause geht.

Inwiefern profitieren die Walliser Schülerinnen und Schüler vom Austausch?

Sie profitieren einerseits aus linguistischer Sicht, denn sie haben nach ihrer Rückkehr aus Trogen kaum noch Probleme mit dem Lese- und Hörverständnis. Sie verstehen meist sogar ein wenig Schweizerdeutsch. Ausserdem haben die Lernenden keine Hemmungen mehr, Deutsch zu sprechen. Aber auch aus menschlicher Sicht machen die Jugendlichen eine wunderbare Erfahrung. Sie erlernen Anpassungsstrategien, Verhandlungsstrategien sowie geduldig und tolerant zu sein. Diese Fähigkeiten werden ihnen auch im späteren Leben nützlich sein. Ausserdem lernen die Jugendlichen das wunderschöne Appenzellerland kennen, eine Region, welche im Wallis viel zu unbekannt ist.

Wie kam das Schüleraustauschprojekt bisher in Sion an?

Die Informationsabende sind immer gut besucht. Dies zeigt, dass alle verstehen, wie wichtig Sprachaufenthalte in der Schulbildung sind. Die Schülerinnen und Schüler, die von ihrem Austausch zurückkehren, sind immer sehr zufrieden mit ihrem Austauschjahr. Die Schwierigkeiten seien gut überwindbar und die Distanz von Zuhause helfe mit dem Spracherwerb. Dieses positive Feedback ist zu einem grossen Teil auch auf die gute Organisation von Nicolas Fournier, dem Verantwortlichen in Sion für Sprachaufenthalte, zurückzuführen.

Wie werden die Lernenden aus Trogen in den Unterricht integriert?

Die Schüler sind in kompletter Immersion. Dementsprechend bleibt der Unterricht wie gewohnt. Dadurch werden die Lernenden gezwungen, sich anzupassen und lernen schneller. Die Schwierigkeit kann allerdings sein, dass der Unterrichtswortschatz für die Austauschschüler zu anspruchsvoll ist. Um den Druck aber möglichst klein zu halten, sind die Noten des ersten Semesters nicht promotionsrelevant. Doch genau aus solchen Gründen ist es von Vorteil, mit einer Partnerschule über einen längeren Zeitraum zusammenzuarbeiten. So müssen wir nicht jedes Jahr alle Lehrmittel neu miteinander vergleichen.

Werden die Jugendlichen während ihres Austauschjahres begleitet?

In beiden Schulen gibt es Lehrpersonen, welche dafür verantwortlich sind, den Austauschschülerinnen und -schülern bei Schwierigkeiten zu helfen. In Trogen sind das Rektor Marc Kummer, Prorektorin Daniela Weber sowie Ursula Jäger, welche die Verantwortliche des Austausches ist. Bisher wurden immer schnellstmöglich und im Sinne der Lernenden Lösungen für allfällige Probleme gefunden. Ausserdem war die Kantonsschule Trogen bisher stets bemüht, die Lernenden willkommen zu heissen. Vor dem Beginn des Austauschjahres treffen sich die Familien, damit alle sich ein wenig kennen lernen.

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