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DAMALS: Toggenburg stärken mit Hilfe aus Bern

Das "Toggenburger Tagblatt" veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Unterschrift von Bundesrätin Doris Leuthard als Basis für die Zusammenarbeit. (Bild: PD)

Unterschrift von Bundesrätin Doris Leuthard als Basis für die Zusammenarbeit. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

16. Februar:Kanton St. Gallen. Beiträge an Erziehungsanstalten. Gemäss dem Vorschlag des Polizei- und Militärdepartements setzt der Regierungsrat die Verteilung des Staatsbeitrages von 7000 Franken an Erziehungsanstalten fest, und zwar in der Weise, dass ? des Kredites an diese Anstalten zu gleichen Teilen und ? des Kredites nach Massgabe der von den Anstalten im Berichtsjahre verpflegten Zöglinge, unter Ausschluss der Ausländer, deren Angehörige nicht im Kanton wohnhaft sind, verabfolgt werde. Die Anstalt Hochsteig, Wattwil erhält bei 22 Zöglingen Fr. 582.60.

16. Februar: Wattwil. Hier ist eine Unterschriftensammlung im Gange, die Behörden aufzufordern, in Sachen der Kartoffelversorgung energische Schritte bei der Oberbehörde in Bern zu unternehmen, um der derzeitigen Kartoffelnot entgegenzusteuern.

Vor 50 Jahren

19. Februar: Lichtensteig. Stadtammann wurde Regierungsrat. «Ich habe einen Vorsatz gefasst. Ich will die kapitalen Böcke, wenn immer möglich im Köbelisbergwald schiessen und nicht am Regierungstisch in St. Gallen». Das sagte Lichtensteigs Stadtammann August Schmuki vor der grossen Gesellschaft, die ihm zur Wahl in die st. gallische Regierung gratulieren wollte. Und als ihn Dr. Paul Kaufmann, Rechtsanwalt, fragte, wie die Lichten-steiger, die ihren Stadtammann noch bis zum Amtsantritt bei sich haben dürfen, ihn nun ansprechen sollen, Herr Stadtammann oder Herr Regierungsrat, antwortete August Schmuki. «Wenn Sie, Herr Doktor, um Verlängerung der Polizeistunde bis zum 30. Juni fragen, dann müssen Sie sich an den Herrn Stadtammann wenden». Stichwort Lichtensteig! Regierungsrat A. Schmuki ist in Lichtensteig zur Schule gegangen, hat in Lichtensteig die Verwaltungslehre gemacht, ist dort Gemeindeschreiber gewesen, wurde dann Stadtammann, «und wir Lichtensteiger», sagte Dr. Paul Kaufmann, «haben unsern Stadtammann zum magistralen Format geschliffen!».

19. Februar: Ebnat-Kappel. Kurz vor Vollendung seines 94. Lebensjahres ist der frühere Verleger und Redaktor der «Toggenburger Nachrichten», Buchdrucker Hans Sturzenegger, nach wenigen Tagen der Krankheit einem Altersleiden erlegen. Die einzigartige Leistung dieser markten Persönlichkeit bleibt untrennbar mit Ebnat-Kappel und mit dem Obertoggenburg verbunden. Sie liegt in der pflichtbewussten und verantwortungsvollen Betreuung der «Toggenburger Nachrichten», die von Hans Sturzenegger während Jahrzehnten redigiert, gedruckt und herausgegeben wurden. Die Eltern liessen ihren ältesten Sohn ins Bernbiet ziehen, wo er in einer angesehenen Buchdruckerei in Interlaken die Lehre als Buchdrucker bestand. Diese Berufsausbildung erwies sich als Glücksfall für ganze Familie, der im Jahre 1894 der Vater im Alter von erst 44 Jahren entrissen wurde. Die Mutter schickte ihren Sohn trotz diesem schweren Schicksalsschlag zur weiteren Ausbildung nach Genf und St-Imier, damit er gut ausgerüstet die Verantwortung und die Leitung im Familienbetrieb in Ebnat-Kappel übernehmen konnte.

Vor 20 Jahren

20. Februar: Toggenburg. Schweizer Meisterschaft Biathlon zum zweiten Mal im Toggenburg. In Starkenbach war vor Wochenfrist bereits einmal die vorgesehene Loipe für das Verfolgungsrennen der Biathlon-Schweizermeisterschaft gespurt worden. Sollte das warme Wetter und der Regen noch länger anhalten, müssten die Veranstalter, die Feldschützen Alt St. Johann, doch noch auf eine Ersatzstrecke ausweichen. Für die Zuschauer wäre aber der ursprünglich geplante Standort – Start- und Zielraum sowie der Schiessplatz liegen zwischen den Restaurants Churfirsten und Drei Eidgenossen Starkenbach – der günstigste.

Vor 10 Jahren

19. Februar: Wattwil. Mit dem Pilotprojekt «Toggenburg 2008» will der Bund den direkten Kontakt zu den Kantonen und den Regionen verbessern. Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements brachte es auf den Punkt: In vielen Bereichen, mit welchen sich die Regionen vermehrt auseinandersetzen müssen, fehlt es ihnen an Fachwissen. Dieses Fachwissen ist zwar oftmals in den Bundesämtern vorhanden, doch das wissen die Regionen nicht. Der direkte Kontakt zwischen den Bundes-, Kantonal- und Regionalbehörden, so eine Erfahrung der Bundesrätin entspreche einem Bedürfnis. Aus diesem Grund rief die Bundesrätin ein Projekt mit dem Namen «Toggenburg 2008» ins Leben. In einer einjährigen Pilotphase begleitet der Bund das Toggenburg und stellt sein Know-how zur Verfügung, damit die Region ihre Wertschöpfung optimal steigern kann. Der Bund bietet dem Toggenburg nicht nur mit zusätzlichen Mitteln Unterstützung, sondern auch mit zusätzlichem Wissen und zusätzlichen Kontakten. «Wir wollen im Toggenburg Erfahrungen sammeln», so die Bundesrätin. Sie schliesst nicht aus, dass auch weitere Regionen von dieser Art Unterstützung profitieren werden. Vorerst aber gelten die Anstrengungen nur dem Toggenburg, ein Engagement in einer weiteren Region würde die Kapazität im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement übersteigen.

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