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DAMALS: Einmal Pfadi, immer Pfadi - Gertrud Oberli und ihr Pfadfinderarchiv

Das "Toggenburger Tagblatt" veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Gertrud Oberli, Pfadiname "Specht", führte ein Archiv über die Pfadibewegung in der Region Toggenburg. (Bild: PD)

Gertrud Oberli, Pfadiname "Specht", führte ein Archiv über die Pfadibewegung in der Region Toggenburg. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

23. März: Toggenburg. In der Baubaracke bei der Maschinenfabrik im Bleiken wurde in der Nacht eingebrochen und die dort vorhandenen Lebensmittel im Betrage von ca. 120 Fr. nebst Essgeräten und ein Beil gestohlen. Ein kurz darauf verübter nächtlicher Diebstahl einer Ziege mit zwei Kitzen bei einem Landwirt in der Nachbargemeinde Krinau liess die gleiche Täterschaft vermuten. Die avisierte Polizei nahm sofort Fahndung nach den Dieben auf; die Spuren führten in die Gegend der Kreuzegg. Schon war es bereits dunkel, als die beiden hiesigen Polizisten die Hütte im vorderen Geisskopf inspizieren wollten. Sie traten durch die Türe in die Küche, wurden vermittelst einer elektrischen Taschenlampe der gestohlenen Ziege bereits ansichtig, als im gleichen Moment der Ersteingetretende einen wuchtigen Hieb mit einem Beil auf den Kopf und Arm erhielt.

Die Diebe benützten nun die Gelegenheit, um in der Dunkelheit zu entkommen. Glücklicherweise hatte der Schlag den Kopf nur gestreift, immerhin war der Landjäger infolge der nicht unerheblichen Verletzung am weitern Handeln behindert. Die Ziege wurde lebend gefunden, während die beiden Zicklein bereits geschlachtet im Rauchfang hingen. Von sämtlichen Polizisten der Umgebung wurde eine Razzia veranstaltet mit dem Erfolge, dass die beiden Diebe abends 10 Uhr bei Libingen verhaftet werden konnten, nachdem sie die ganze dortige Gegend – sie hatten unterdessen wieder eine Ziege abgeschlachtet – in grosse Aufregung gebracht haben. Die beiden Strolche, wovon einer mehrfach vorbestraft ist, waren am erwähnten Neubau als Handlanger beschäftigt.


Vor 50 Jahren

25. März:Toggenburg.Ein Initiativ-Ausschuss, dem Vertreter von Tierschutzvereinen, der Landwirtschaft sowie Tierfreunde aus allen Bevölkerungsschichten angehören, beabsichtigt die Schaffung einer Tier-Klinik mit Tierheim für die Region Toggenburg du benachbarter Gebiete. Die Wahl des Standortes wird weitgehend vom Angebot der sich interessierenden Gemeinden abhängen. Der Gemeinderat Nesslau hält dafür, dass sich Nesslau als Standort in jeder Beziehung eignen würde. Der Gemeinderat Nesslau ist ferner der Auffassung, dass das Bauland aus der Bürgerheim-Liegenschaft beim Zeughaus Berstel gratis abgegeben werden sollte. Voraussetzung ist, dass eine Tierklinik mit Tierheim auf dieser Parzelle bis spätestens 1970 gebaut wird. Die Genehmigung dieser Bodenabtretung durch das Departement des Innern bleibt vorbehalten.


Vor 20 Jahren

26. März:Wattwil.Menschen, die keine Mühe scheuen, um sich für ihre Überzeugung einzusetzen, sind nicht häufig zu finden. Gertrud Oberli gehört zu ihnen. Ihr Engagement galt und gilt auch weiterhin der Pfadfinderbewegung. In akribischer Kleinarbeit hat Gertrud Oberli ein umfangreiches privates Pfadfinder-Archiv geschaffen, anfangs für die Region St. Gallen/Appenzell, seit ihrer Übersiedlung nach Wattwil 1948 auch für das Toggenburg, Gertrud Oberli kann stundenlang erzählen. Sie öffnet ihre umfangreichen archivarischen Schätze, zeigt Alben Schriften, erläutert Chroniken, die sie zu einer Wiederbegegnung mit bekannten Toggenburger Namen werden. Was sie «auf Trab» halte, das sei ein Netz von Beziehungen. «Pfadfinderin bleibt man ein Leben lang», lautet ihr Motto. Sie heisse unter Pfadern heute noch «Specht».


Vor 10 Jahren

22. März:Ebnat-Kappel. In Zukunft eine Einheitsgemeinde. Mit dem Ja zur Inkorporation der Schulgemeinde in die Politische Gemeinde stellten die Bürgerinnen und Bürger von Ebnat-Kappel die Weichen für die Zukunft. Der abtretende Gemeindepräsident Arthur Lieberherr leitete zum letzten Mal eine Bürgerversammlung.

25. März:Unterwasser.Die Idee des Obertoggenburger Architekten Roland Faoro schlägt Wellen, bevor sie bekannt ist. Ein Haus mit einer neutralen Energiebilanz zum Ausprobieren: das ist Neuland in der Schweiz. Im Sändli in Unterwasser soll eine kleine Passivhaussiedlung entstehen. Geplant sind vorerst vier freistehende Einfamilienhäuser. Eines davon kann für Probewochen oder Probetage gemietet werden. Das Projekt stösst mehrfach auf Interesse. Zudem sind schon rund 20 Anmeldungen für das Probewohnen eingegangen, obwohl mit der Werbung noch gar nicht richtig gestartet wurde Das Passivhaus ist ein Gebäude ohne aktives Heizstystem. Passive Energiequellen wie Sonne, Erdwärme, um Gebäude vorhandene Energie von Menschen, Beleuchtung und Haushaltgeräten, Unterhaltungselektronik, etc. werden genutzt. In Österreich besteht ein ähnliches Angebot.

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