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DAMALS: Das Comeback des Zweispänner-Krankenwagens

Das "Toggenburger Tagblatt" veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Nach 28 Jahren im «Exil» kehrte ein altertümlicher Krankenwagen ins Toggenburg zurück. (Bild: PD)

Nach 28 Jahren im «Exil» kehrte ein altertümlicher Krankenwagen ins Toggenburg zurück. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

16. März. Wattwil. Am Abend 9 Uhr 45 wurde in südöstlicher Richtung ein grosser Meteor beobachtet, der die ganze Gegend für einige Sekunden taghell erleuchtete.

16. März. Lichtensteig. In wochenlangem Grenzdienst hat unser Toggenburger-Auszug seine vaterländische Pflicht erfüllt, und nun naht die Zeit der Entlassung. Die schwierigen Verhältnisse bringen es leider mit sich, dass nicht jedes Wehrmanns Heimkehr eine freudige wird, nur zu vielen wartet zu Hause Sorge und Not. Es sind zwar von manchen Seiten Anstrengungen gemacht worden, unseren Wehrmännern mit Rat und Tat zu helfen, aber selbst bedeutende Geldmittel reichen heute leider nicht weit. Es ist daher zu begrüssen, dass es der Bataillons-Musik 80 möglich gemacht wurde, Konzerte, deren Reinertrag den unterstützungsbedürftigen Kameraden zufällt, zu veranstalten. Solche Konzerte finden in Lichtensteig in der Turnhalle statt.

Vor 50 Jahren

15. März. Dicken. Eine riesige Schneemenge, hüllte das schmucke Dorf nahe der Landscheide unter einen weissen Mantel. Obschon König Winter verzweifelt versucht, das Regiment in seinen Händen zu behalten, täuscht nichts mehr darüber hinweg, dass es nur der ersten warmen Sonnenstrahlen oder eines ersten Hauches des Föhnes bedarf, um dem Schnee den «Garaus» zu blasen.

20. März. Wattwil. Der Aufmarsch einer grossen Zahl Kirchgenossen an der Kirchgenossen-Versammlung bewies, dass die Kirchenbaufrage einen grossen Kreis von Mitbürgern zu interessieren vermag. Das Traktandum «Gutachten der Kirchenbau-Kommission, über Instandstellung und Innenausbau der bestehenden Kirche», wurde durch Ausführungen des Präsidenten eingeleitet. Die Diskussion wurde durch ein Votum eröffnet. Der im Gutachten die Namen von Kantonsbaumeister Werner und Kunstmaler Willy Fries vermisst. Es folgte ein ausführliches Votum von Willy Fries. Durch seine neu ins Gespräch geworfenen Aspekte animiert, entwickelte sich dann eine mehr oder weniger heftig geführte Diskussion, die vor allem von Gegnern der Vorlage bestritten wurde, währenddem auf Seite der Befürworter Präsident Jakob Blum die «Schlacht» bestritt. In der dann durch die «Abklemmung» angeordneten Abstimmung unterlagen die «oppositionellen Geister» eindeutig.

Vor 20 Jahren

14. März.Nesslau. Der im Jahre 1903 in Dienst gestellte Zweispänner-Krankenwagen kehrte zurück. Nach 28 Jahren im «Exil» kehrte ein altertümlicher Krankenwagen ins Toggenburg zurück. Vor bald 100 Jahren war er, von zwei Pferden gezogen, auf den Strassen von Nesslau und Krummenau unterwegs gewesen. Den Weg aus dem thurgauischen Braunau ins Toggenburg legte er auf der Ladebrücke eines Lastwagens zurück. Mit dem Aufkommen der Autos verschwand wohl das nostalgische Gefährt aus dem Strassenbild. Als der Krankenwagen im Jahre 1970 von Soldaten wiederentdeckt wurde, machte es den Anschein, als ob der Krankenwagen auch eine Zeitlang als Hühnerstall missbraucht worden sei. Die Räder waren abmontiert, die Deichsel war verschwunden. Die Räder und die Deichsel wurden aber wiedergefunden. Im Jahre 1974 hatte der Krankenwagen seinen grössten Auftritt. Er fuhr im Fahrkorso an den Viererzug-Weltmeisterschafen in Frauenfeld mit. Dies unter den strengen Augen von Prinz Philipp, dem Gemahl der englischen Königin Elizabeth. Nun ist der Krankenwagen wieder in Nesslau.

19. März. Toggenburg. Ab dem 30. März arbeiten «Der Toggenburger» und das «St. Galler Tagblatt partnerschaftlich zusammen. Vieles in den vier vorderen Bünden des neuen «Toggenburgers» wird für Sie, liebe Leserinnen und Leser, neu sein. Auf bekannte Namen werden Sie allerdings im fünften Bund, dem Bund für das Toggenburg stossen. Leiter der Redaktion wird nach wie vor Stephan K. Haller sein, der nebst den Führungsaufgaben für die erste und letzte Seite des «Toggenburger» Bundes zuständig ist. Die redaktionelle Verantwortung für die Gemeinden Wattwil, Lichtensteig, Krinau und Ricken wird weiterhin bei Sabine Rüthemann liegen. Das mit zwei Personen aus der Tagblatt-Redaktionsteam des «Toggenburgers» wird seine Büros weiterhin im Betriebsgebäude der Buwag an der Ebnaterstrasse 18 in Wattwil haben. Das Tagblatt-Redaktionsbüro im Wattwiler Postgebäude wird Ende Monat geschlossen.

Vor 10 Jahren

17. März. Toggenburg. Die Verkleinerung und Bereinigung des Kantonsrates ist vorbei. Gewinner und Verlierer sind bekannt. Der Kantonsrat wird mehr rechts politisieren. Die SVP kann mit mehr als einem Drittel der Sitze im Alleingang das Ratsreferendum ergreifen. Einfacher kann man es der Oppositionspartei für ihre Politik nicht mehr machen. Verloren haben nicht nur die SP und die Grünen. Verloren hat auch die Zentrumsgemeinde Wattwil. Die grösste Toggenburger Gemeinde ist im Kantonsrat nicht mehr vertreten.

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