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DAMALS: Als ein VW-Bus als Schulbus verkehrte

Das "Toggenburger Tagblatt" veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Dank verschiedener Gönner erhielt die Heilpädagogische Hilfsschule Toggenburg ein eigenes Fahrzeug. (Bild: PD)

Dank verschiedener Gönner erhielt die Heilpädagogische Hilfsschule Toggenburg ein eigenes Fahrzeug. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

2. März: Wattwil. Der Regierungsrat in St. Gallen sieht mit Rücksicht auf den gegenwärtigen
Kartoffelmangel und die Rationierung der hauptsächlichsten Lebensmittel, derzufolge in vielen und speziell in industriellen Gemeinden weitere Bevölkerungskreise in ihrer Ernährung bereits Not leiden, die Errichtung von Volksküchen an. In letzteren sollte durch Verabreichung von wirklich nahrhaften und wohlschmeckenden Suppen Massenspeisungen erfolgen. Die Fürsorgekommission Wattwil befasst sich, wie von kompetenter Seite zu erfahren ist, ganz ernstlich mit der Frage der Errichtung einer Volksküche, d.h. mit dem Ausbau der in unserer Gemeinde bereits bestehenden Suppenanstalten, und in Berücksichtigung der territorialen Ausdehnung unseres Gemeindegebietes mit der Errichtung eines oder zwei weiteren solcher Institute, um nicht nur Dorf und Ennetbrücke speziell gut zu versorgen. Abgesehen von der finanziellen Tragweite dieses Unternehmens, wird dasselbe namentlich hinsichtlich der Beschaffung der nötigen Suppenartikel auf Schwierigkeiten stossen, allein es ist zu hoffen, dass die Fürsorgekommission und event. weitere Kreise Mittel und Wege finden werden, die obschwebende Frage in befriedigenderweise zu lösen. Die Befürchtung ist leider, dass sich auf den Vorsommer das Bedürfnis für eine Volksküche sehr stark zeigen werde, denn alle Anzeichen hinsichtlich der Versorgung des Landes mit Lebensmitteln sprechen dafür.

Vor 50 Jahren

6. März: Toggenburg. Mitte Februar 1965 hat sich mit Sitz in Wattwil ein Verein unter dem Namen «Heilpädagogische Hilfsschule Toggenburg» gegründet. Die Schule nimmt Kinder aus den Bezirken Obertoggenburg, Neutoggenburg und Alttoggenburg auf. Bereits aus dieser kurzen Einleitung ist ersichtlich, dass die Heilpädagogische Hilfsschule Kinder aus einem relativ grossen Rayon aufnimmt. Dadurch ergibt sich sofort das Problem des Transportes. Nebst den Neutoggenburger Dörfern werden nun auch ein Kind aus Mosnang, eines aus Nesslau, eines aus Unterwasser und zwei aus Wildhaus zur Schule geschickt. Dadurch und durch die Rücksichtnahme auf die Kinder bestimmt, organisierte man einen Taxi-Busbetrieb von Wildhaus nach Wattwil und umgekehrt. Es war von Anbeginn an klar, dass dieser Zustand nur beschränkt auf die Dauer haltbar war. Deshalb ist man heute umso mehr erfreut, ein eigenes Fahrzeug im Einsatz zu haben, das die Schulkinder morgens talwärts nach Wattwil führt und abends sicher nach Hause bringt.

Vor 20 Jahren

3. März: Nesslau. Seit elf Jahren arbeitet der Nesslauer Rolf Hager als Servicemann für die Skifirma Völkl. Zu seinen Schützlingen gehören die Spitzenathletinnen Heidi Zurbriggen und Sonja Nef, die er den ganzen Winter zu ihren Weltcupeinsätzen begleitet – auch an die Olympischen Spiele nach Nagano. Unter den Fittichen von René Schlumpf – Servicemann der damals noch aktiven Skirennfahrerin Maria Walliser – lernte er vor elf Jahren das vielseitige Handwerk der Skipräparation. Handarbeit statt Zauberei – «Wachs- und Materialvorteile sind nicht mehr so entscheidend wie noch vor einigen Jahren. Natürlich muss als wichtigste Bedingung das Material top sein, aber alle Skimarken im Weltcup verfügen über hervorragendes Material.» Mit diesen Worten wehrt sich Hager klar gegen das immer wieder auftauchende Gerücht eines möglichen Wunderwachses. Die Skipräparation habe auch nichts mit zaubern und hexen zu tun, es sei alles Handarbeit. Einzig die langjährige Erfahrung bringe Vorteile in der Einschätzung der herrschenden Wetterverhältnisse.

5. März: Libingen.Eine Stimme hat den Raiffeisenbanken Mosnang und Libingen an der Mitgliederversammlung der Genossenschafter für ihre angestrebte Fusion gefehlt. Eine Geschichte aus der Kuriositätenkiste spielt sich derzeit rund um die Raiffeisenbanken Mosnang und Libingen ab. Eigentlich wollen die beiden Geldinstitute fusionieren, aber bei den «Kleinen» sprach sich ein Genossenschafter zu viel gegen die Zusammenlegung mit dem «Grossen» aus. Es dürfte gesamtschweizerisch gesehen keine Politische Gemeinde mehr geben, die wie Mosnang zwei Raiffeisenbanken auf ihrem Territorium beherbergt. 24 Stunden später waren im Beisein von zwei Vertretern aus Libingen die Mosliger an der Reihe. «Wir wollen die Türen nicht zuschlagen», hielt Präsident Edi Schnellmann eingangs fest. Obwohl die 197 (von total 649) anwesenden Mosligerinnen und Mosliger nach dem negativen Entscheid der Nachbarn nicht mehr auf die Fusion hätten eintreten müssen, beschlossen sie, den eigenen Part programmgemäss durchzuziehen. Und siehe da: Nach Bekanntgabe der Modalitäten – die RBM übernimmt sämtliche Aktiven und Passiven; ein Libinger Vertreter (Hans Näf) wird in den Verwaltungsrat gewählt; die Bank bleibt im bisherigen Rahmen als Filiale bestehen; es wird keine Entschädigung verlangt – befürworteten die Genossenschafter ohne Gegenstimme bei drei Enthaltungen die Fusion. Was nun? «Heute bin ich erleichtert, gestern war ich erschlagen. Wir hoffen, das Geschäft an einer ausserordentlichen Versammlung doch noch durchbringen zu können», gab sich Libingens Präsident Werner Oberholzer kämpferisch. Spätestens am 31. Mai, so lautet die Vorgabe der Mosliger, müsste die Sache allerdings abgeschlossen sein.

Vor 10 Jahren

4. März:Toggenburg. An den Leichtathletik Nachwuchsmeisterschaften in Magglingen haben Selina Büchel (1000m/Silber) und Elisabeth Graf Hoch/Bronze) eine Medaille gewonnen. Michaela Koch fehlten über 60 Meter im Vorlauf vier Hundertstel für die Final-Qualifikation. Die als Nummer 8 gesetzte Tischtennisspielerin Rahel Aschwanden startete in Genf mit zwei knappen Niederlagen zum nationalen Ranlistenturnier. Mit fünf Siegen in Serie, schob sich die von Roger Federer (Sporthilfe-Pate) unterstützte Bütschwilerin bei den U18 auf den zweiten Gesamtrang. Weil Rahel Aschwanden jedoch bereits für die im Sommer stattfindende Europameisterschaft selektioniert sein dürfte, sucht sie vermehrt den Kontakt zur älteren Konkurrenz.

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