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Dächlein deck dich: In Ausserrhoden gibt es noch viel Platz für Solaranlagen

Laut WWF sind grosse Teile des Ausserrhoder Solarpotenzials noch unangetastet. Christian Bernhardsgrütter vom kantonalen Amt für Umwelt stimmt dem zu und sieht Handlungsbedarf.
Philipp Wolf
Ausserrhodens Dächer bieten noch viel Platz für Solaranlagen. (Bild: Swiss Photovoltaik AG)

Ausserrhodens Dächer bieten noch viel Platz für Solaranlagen. (Bild: Swiss Photovoltaik AG)

Zwar befinden sich schon auf zahlreichen Ausserrhoder Dächern Solaranlagen, doch ist das Solarpotenzial des Kantons bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Das geht aus einer Auswertung des WWF Schweiz hervor. WWF untersuchte, wie viel Solarpotenzial, welches auf den Dächern Ausserrhodens besteht, effektiv genutzt wird.

Laut WWF machen die solarfreundlichsten Schweizer Gemeinden von 23 Prozent ihres Solarpotenzials Gebrauch, der Durchschnitt liegt derweil lediglich bei rund drei Prozent. Die solarfreundlichsten Gemeinden in Ausserrhoden bewegen sich alle über dem landesweiten Durchschnitt – wenn auch teilweise nur knapp (siehe Grafik). Das Solarpotenzial ist folglich noch riesig. Würden alle bestehenden Dachflächen im Kanton genutzt, heisst es im Ausserrhoder Energiekonzept 2017–2025, könnte die Solarenergie 60 Prozent des jährlichen kantonalen Strombedarfs decken.

Christian Bernhardsgrütter, Projektleiter Energie beim Ausserrhoder Amt für Umwelt, sagt dazu: «Stand heute ist etwa ein Zwanzigstel von dem umgesetzt, was möglich wäre. Das ist zu wenig.» Und er fügt an: «Ohne eine massive Erhöhung des Zubaus erreichen wir die kantonal gesteckten Ziele als Beitrag zur Energiestrategie 2050 nicht.» Es sei immer noch grosses Potenzial vorhanden, sagt Bernhardsgrütter.

Bei Industrie und Gewerbe besteht ebenfalls noch viel Potenzial

Vor allem, wenn man in Betracht zieht, wie lange die Technologie zur Solarstromproduktion schon bestehe und welche positive Kostenentwicklung die Fotovoltaikanlagen hinter sich hätten. Eine Steigerung der Energieproduktion im Bereich der Solarenergie wäre zweifellos möglich. Bernhardsgrütter sagt, zusammen mit den Speicherseen und der guten Vernetzung mit dem europäischen Stromnetz bestünden ideale Voraussetzungen für einen raschen und starken Ausbau der Solarstromproduktion.

Der Projektleiter Energie ist zudem überzeugt, dass gerade Gewerbe und Industrie von Fotovoltaikanlagen profitieren können. Industrie- und Gewerbebetriebe wären in der Lage, den Strom dann zu nutzen, wenn sie ihn produzieren. Zudem könnte die Leistungsspitze gebrochen und somit die Stromkosten massiv reduziert werden, so Bernhardsgrütter.

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