«Da capo» wird aufgegleist

Anschliessend an die Hauptversammlung der CVP Neckertal informierte Klangwelt-Präsident Mathias Müller über den Stand der Bemühungen um ein «Da capo» des Klanghauses.

Michael Hug
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WOLFENSBERG. Während die Traktanden der Neckertaler CVP am Dienstagabend im Hotel Wolfensberg keine grossen Wellen warfen und speditiv abgearbeitet werden konnten, stiess das nachfolgende Referat auf mehr Interesse. Auch bei der Öffentlichkeit, die zu diesem Programmpunkt eingeladen war. Und so kamen Klanghaus-Interessierte aus der näheren Region, um sich vom Referenten Mathias Müller, Gemeindepräsident von Lichtensteig und Präsident der Stiftung Klangwelt, informieren zu lassen. Ein kompetenter Referent, der aus erster Hand über den Stand der Bemühungen um einen Relaunch des Klanghauses zu berichten wusste.

Initiative «Da capo»

«Da capo» nennt Müller die Initiative, die sich schon bald nach dem unglücklichen Aus für das Klanghaus im Kantonsrat bildete. Noch einmal soll also das Klanghaus aufs Tapet kommen: Ein geändertes, reduziertes oder optimiertes, in jedem Fall ein verbessertes Projekt soll im Frühling 2018 nochmals vor die Gremien gebracht werden. Man habe unlängst eine Task Force gebildet, in der er, Müller, sich mit Max Nadig, Präsident von Tourismus Toggenburg, Daniel Blatter, Geschäftsführer von toggenburg.ch, und Rolf Züllig, Gemeindepräsident von Wildhaus-Alt St. Johann, engagiert. In der Task Force – üblicherweise ein Synonym für schnelle Eingreiftruppe – habe man bereits eine kleine Auslegeordnung gemacht. Nach einem einzigen Grund, der das Klanghaus im Rat zu Fall gebracht habe, zu suchen, sei nicht angebracht, erläutert Müller. Es seien wohl mehrere Gründe gewesen: Absenzen einzelner Räte, Stimmenthaltungen, die sich wie ein «Nein» auswirken, eine Retourkutsche der Räte aus dem Linthgebiet (weil die neue Kantonsschule nicht ennet dem Ricken gebaut wird), zu hohe Bau- und Unterhaltskosten, zu wenig ideelles und materielles Engagement aus der Standortregion. Gründe, die zum Teil nicht nachvollziehbar sind, insbesondere beim letzten erinnerte Müller an den Förderverein der Klangwelt und die Interessengemeinschaft Klanghaus, die beide je über 1000 Mitglieder haben.

Das Klanghaus als einzigartiges Projekt habe eine zweite Chance verdient, betont Müller: «Wir glauben, dass die Initiative für das <Da capo> aus dem ganzen Tal kommen muss. Wir wollen sehen, ob wir es mit breiter Unterstützung schaffen, dieses Klanghaus doch noch entstehen zu lassen.»

Mit Ideen mithelfen

Die Task Force lädt deshalb alle, «die sich dafür interessieren, die in irgendeiner Weise mithelfen wollen, die Ideen haben», so Müller, zu einer Veranstaltung nach Wattwil ein. Dieser Anlass wird am 31. Mai abends im Thurpark Wattwil durchgeführt.

Nach dem Referat von Mathias Müller kamen die Anwesenden in den Genuss eines Crash-Kurses im Johlen. Katja Bürgler, Inhaberin der Musikschule Nesslau und Kursleiterin bei der Klangwelt, zeigte den Debütanten, wie das geht mit dem Gradhäbe, dem Kehlschlag und dem Johlen.