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CURLING: Herisau-Waldstatt statt Schottland

30 Mannschaften messen sich an der 27. Austragung des Appenzeller Cups. Am Turnier im St. Galler Lerchenfeld nehmen zwei Teams von Rollstuhlcurling St. Gallen teil. Statt auf Besen setzen sie auf Sticks.
Mea Mc Ghee
Felix Styger, Präsident des CC Herisau-Waldstatt, nimmt auch am Turnier seines Vereins teil. (Bild: MC)

Felix Styger, Präsident des CC Herisau-Waldstatt, nimmt auch am Turnier seines Vereins teil. (Bild: MC)

Mea Mc Ghee

mea.mcghee@appenzellerzeitung.ch

Wo im November das schottische Frauenteam um Skip Eve Muirhead EM-Gold gewann, spielen dieses Wochenende 120 Amateurecurler um Appenzeller Käse und andere Preise. Schauplatz des 27. Appenzeller Cups ist die Curlinghalle im St. Galler Lerchenfeld. «120 Kilogramm Käse werden an die Teilnehmenden verteilt», sagt Felix Styger, Präsident des organisierenden CC Herisau-Waldstatt.

Angemeldet sind 30 Mannschaften à vier Spieler zwischen 18 und 75 Jahren – damit ist der Rekord von 2017 egalisiert. Es gibt reine Männer- und Frauenteams, aber auch Mixed-Teams. Mit dem CC Biel-St. Gallen ist auch ein Juniorinnen-Team gemeldet, und Rollstuhlcurling St. Gallen stellt zwei Mannschaften. Für den Turnierplan zeichnet Spielleiter Thomas Dörig verantwortlich, der wie Clubpräsident Styger am Turnier teilnimmt. Letzterer spielt im Team Herisau-Waldstatt 2 von Skip Ferdi Flühler. «Entweder als Nummer 2 oder als Nummer 3, das entscheidet sich im Training vor Turnierstart», sagt Styger, der seit rund zehn Jahren Curling spielt. «Es ist ein Mannschaftssport, bei dem es auf jeden Einzelnen drauf ankommt», nennt Felix Styger einen Aspekt des Curlings. Auch die Mischung aus Technik und Taktik fasziniert den gebürtigen Steiner, der in Gossau lebt. Curling brauche Konzentration, gute Wischarbeit und Präzision.

Sechs Organisationen unter einem Dach

Trainingsabend von Stygers Club ist der Mittwoch. 48 Mitglieder zählt der Verein. Am Appenzeller Cup ist der CC Herisau-Waldstatt mit fünf Mannschaften vertreten. Er bildet mit fünf weiteren Vereinen und dem Juniorencenter die Dachorganisation Curlingcenter St. Gallen, welche die Curlinghalle im Lerchenfeld betreibt.

Dass zwei Rollstuhlteams am Appenzeller Cup teilnehmen, freut Felix Styger besonders. Dafür werden in den entsprechenden Partien die Regeln angepasst. «Wir können unsere Steine nicht wischen und so in der Länge verändern», erklärt Christine Betschart, welche während des Besuchs der «Appenzeller Zeitung» gerade im Lerchenfeld trainiert. Bei den Rollstuhlcurlern ist also Präzision in der Länge des Steins besonders wichtig. Anders als die «Fussgänger» geben die Rollstuhlcurler die Steine nicht aus der Hand ab, sondern mit Hilfe eines Sticks. Dieser gleicht einem Besenstiel, dessen Ende über den Griff des Curlingsteins gestülpt wird. «Mit einer Drehung des Handgelenks, dem sogenannten ‹Handle›, wird bestimmt, wie der Stein curlt», beschreibt Betschart. Bei der Abgabe des Steins wird der Spieler von einem Teammitglied gesichert und stabilisiert. «So kann der Stein sauber gespielt werden», so Betschart. Sie trainiert mit ihren zehn Clubkollegen zweimal pro Woche, wobei die Rollstuhlcurler unterschiedliche Einschränkungen haben. Das Miteinander, die Geselligkeit im Curlingcenter St. Gallen, schätzt Felix Styger. Sie komme auch am Appenzeller Cup nicht zu kurz. Die Teams sind in drei Gruppen eingeteilt und spielen in der Qualifikation je drei Runden. «Die Partien der ersten Runde werden mit Jasskarten ausgelost», erklärt Styger eine Eigenart des Turniers.

Hinweis

Der Appenzeller Cup im St. Galler Lerchenfeld beginnt am Freitag um 17.30 Uhr. Am Samstag wird ab 9 Uhr gespielt und am Sonntag von 8 bis 16.15 Uhr. Zuschauer sind willkommen.

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