Coronavirus
Am Montag geht es los: In Ausserrhoden ist alles bereit fürs Impfen

Am 4. Januar erfolgt im Kanton der Impfstart in zwei Alters- und Pflegeheimen in Herisau sowie Heiden. Die Vorbereitungen dazu sind so weit abgeschlossen.

Jesko Calderara
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Zuerst können sich die Risikogruppen impfen lassen.

Zuerst können sich die Risikogruppen impfen lassen.

Bild: Keystone

Am kommenden Montag ist in Appenzell Ausserrhoden Impfstart. Die ersten Impfungen mit dem noch knapp vorhandenen Impfstoff werden in zwei Alters- und Pflegeheimen in Herisau und Heiden verabreicht. Dies schreibt die Kantonskanzlei in einer Medienmitteilung. Für den Anfang des Impfprogramms stehen dem Kanton Appenzell alle zwei Wochen rund 800 Dosen des Pfizer-BioNTech Impfstoffs Comirnaty® zur Verfügung. Gestartet wird mit den Impfungen am kommenden Montag in Alters- und Pflegeheimen in Herisau und Heiden. Im Lauf der ersten Januarwoche können sich alle impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner der Ausserrhoder Alters- und Pflegeheime impfen lassen.

Die Reihenfolge, in der die Bevölkerung geimpft wird, folgt den Vorgaben des Bundes. Mit den nun startenden ersten Impfungen können alle impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen im Kanton versorgt werden. Mit den folgenden Lieferungen können weitere Personen geimpft werden, die zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen gehören; zuerst die über 75-jährigen Personen, dann die über 65-jährigen Hochrisikopersonen, gefolgt von den 65- bis 75-Jährigen ohne Risiko und anschliessend die Personen mit hohen Risiken unter 65 Jahren. Die Impfmöglichkeiten für diese Personen werden kommuniziert, sobald absehbar ist, dass der Impfstoff verfügbar wird.

Hohe Impfbereitschaft in Ausserrhoden

Insgesamt leben in Appenzell Ausserrhoden 44’000 impffähige Menschen. Da alle Personen zweimal geimpft werden müssen, würden theoretisch 88’000 Impfdosen benötigt, sofern sich alle Personen impfen lassen würden. Die Verantwortlichen sind positiv überrascht, da sie allgemein im Kanton eine höhere Impfbereitschaft feststellen, als zuvor angenommen. So liegt die durchschnittliche Impfbereitschaft in den Alters- und Betreuungsheimen im Kanton bei rund 72 Prozent.

Sobald ein weiterer Impfstoff zugelassen wird – erwartet wird der Impfstoff der Firma Moderna – ist eine Verdoppelung der Impfungen möglich, mit einer deutlichen Steigerung der Impfstoffmengen über die folgenden Monate. Weitere Personengruppen können dann geimpft werden. Dazu werden zu gegebener Zeit – abhängig vom verfügbaren Impfstoff – verschiedene Impfmöglichkeiten angeboten werden wie beispielsweise hausärztliche Praxen. Auch werden Impfzentren eröffnet. Um diese gut besetzen zu können, hat der Kanton aktiv nach qualifizierten Personen gesucht. Derzeit umfasst der Personalpool für die Betriebsaufnahme der Impfzentren und für weitere Aufgaben rund 150 Personen. Der Kantonale Führungsstab (KFS) ist somit vorbereitet, je nach Voraussetzung die unterschiedlichen Impfmöglichkeiten zu aktivieren und anzubieten. Wer sich wann und wo impfen lassen kann, und wie sich Impfwillige anmelden können, wird rechtzeitig mitgeteilt.

Zu den Vorbereitungen gehört auch die Inbetriebnahme eines entsprechenden Computerprogramms, um die zahlreichen Impfungen organisatorisch und administrativ bewältigen zu können. Anmeldemöglichkeiten für Impfungen, Terminvergabe, Abrechnung (das Impfen ist für die Bevölkerung gratis), Eintrag ins (idealerweise elektronische) Impfbüchlein bis hin zur Erinnerung an die zweite Impfung – dies und noch viel mehr wird mit Hilfe eines entsprechenden Computerprogramms gemanagt.