Corona
Hier gibt's die wichtigsten Informationen zum Impfstart im Appenzellerland

Ab heute wird in Innerrhoden geimpft. Die Impfung stellt einen grossen Schritt in der Bekämpfung der Coronapandemie dar. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Karin Erni
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Warum beginnt Ausserrhoden erst am 4. Januar mit dem Impfen?

Der nationale Impfstart findet ab dem 4. Januar statt. Einzelne Kantone, wie Appenzell Innerrhoden, sind «Testkantone», um die Abläufe beim komplizierten Vertrieb und Aufbereiten der Impfstoffe zu prüfen.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Zuerst wird in Alterseinrichtungen geimpft. Im Februar dürfte voraussichtlich das Pflegepersonal dran sein. Ab Februar sollte mehr Impfstoff zur Verfügung stehen, sodass auch weitere Personen, die zur Risikogruppe gehören, geimpft werden können. Die Reihenfolge, in der die Impfungen auch in Appenzell Ausserrhoden erfolgen werden, entspricht den Empfehlungen der eidgenössischen Kommission für Impffragen.

Wer führt die Impfungen durch?

Die Impfungen werden alle unter ärztlicher Aufsicht und von ausgebildetem Gesundheitspersonal durchgeführt. Sobald genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen, können Impfzentren und Hausärzte zusätzlich Impfungen vornehmen.

Wer sollte sich impfen lassen?

Zuerst können sich besonders gefährdete Personen impfen lassen, also ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen. In zweiter Priorität werden das Gesundheitspersonal sowie Menschen, die mit besonders Gefährdeten zusammenleben, geimpft. In dritter Priorität folgen Personen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Behindertenheimen. Alle übrigen erwachsenen Personen können sich impfen lassen, sobald ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen.

Wer sollte sich nicht impfen lassen?

Kinder und Schwangere gehören nicht zu den Impfgruppen, da für sie zu wenig gesicherte Studiendaten vorliegen. Wie wirkt die Impfung? Eine Impfung macht das Immunsystem mit der Erkrankung «bekannt», ohne dass die Krankheit ausgelöst wird. Kommt es später zu einer Ansteckung mit Covid-19, erkennt das Immunsystem das Virus und kann es rasch unschädlich machen. Nötig sind zwei Impfungen im Abstand von 3 bis 4 Wochen. Gemäss den Studiendaten liegt der Impfschutz sieben Tage nach der zweiten Verabreichung bei über 90 Prozent.

Ist die Impfung unbedenklich?

Die Anforderungen sind hoch. Nur wenn Swissmedic die Wirksamkeit, die Sicherheit und die Qualität des Impfstoffes bestätigen kann, wird die Marktzulassung erteilt. Bei den aktuell bekannten Nebenwirkungen handelt es sich um leichte Nebenwirkungen wie Fieber oder Kopf- und Gliederschmerzen, die aber nach zwei bis drei Tagen wieder abklingen und harmlos sind.

Kostet das Impfen etwas?

Die Impfung gegen Covid-19 ist für die Bevölkerung kostenlos.

Wo gibt es weitere Informationen?

Auf den Websites der Kantone ar.ch und ai.ch werden laufend aktuelle Infos aufgeschaltet. Dort stehen auch die Betriebszeiten der Coronahotline über die Festtage. Die Hotline von Ausserrhoden ist erreichbar unter der Nummer 071 353 67 97, jene von Innerrhoden unter 071 788 75 57. Zahlreiche Informationen, um sich eine eigene Meinung zu bilden, bietet das Infoportal des Bundes: https://bag-coronavirus.ch/