Corona

«Ab jetzt geht es schnell»: Im Kanton Appenzell Ausserrhoden können sich impfwillige Risikopatienten ab Dienstag für eine Impfung registrieren

An der Medienkonferenz im Impfzentrum Herisau haben Gesundheitsdirektor und Regierungsrat Yves Noël Balmer, der Leiter des Kantonalen Führungsstabs Marc Rüdin sowie Kantonsärztin Franziska Kluschke über Impfzentren und die Online-Anmeldung informiert. Der Ticker zum Nachlesen.

Rosa Schmitz
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Gesundheitsdirektor Yves Noël Balmer an der Medienkonferenz.

Gesundheitsdirektor Yves Noël Balmer an der Medienkonferenz.

Bild: Gian Ehrenzeller/ KEY

Der Ticker zum Nachlesen:

10:37 Uhr

Die Medienkonferenz ist beendet.

10:34 Uhr

Keine Impfpflicht fürs Pflegepersonal

Es beginnt die Fragerunde. Gesundheitsdirektor und Regierungsrat Yves Noël Balmer gibt Antwort.

Journalistin: Wie sieht es aus, wenn sich das Pflegepersonal nicht impfen lassen will?

Balmer: Es besteht selbstverständlich auch fürs Pflegepersonal keine Impfpflicht. Allerdings können diejenigen, die sich nicht impfen lassen, anders eingesetzt werden. Das müssen die Spitäler entscheiden.

10:29 Uhr

Kluschke: «Die Impfung bietet eine Chance, gegen das Virus anzukommen»

«Wichtig ist: Wir haben jetzt eine Chance, als Bevölkerung gegen das Virus anzukommen. Die Impfung ist ein grosser Schritt vorwärts. Aber das heisst nicht, dass die Massnahmen, die bestehen, nicht weiter wichtig sind. Es gilt noch immer: Abstand halten, Hände waschen und so weiter.»

10:25 Uhr

Noch keine genaueren Zeitangaben für folgende Impfgruppen

Kantonsärztin Dr. Franziska Kluschke spricht: «Das ist alles mit einer gewissen Vorsicht zu sehen. Da heute nur mit Blick in die Zukunft vorhergesagt werden kann, wie viel Impfstoffe dem Kanton Appenzell Ausserrhoden zur Verfügung stehen, lassen sich noch keine genaueren Zeitangaben für die später folgenden Impfgruppen machen.»

Kantonsärztin Franziska Kluschke.

Kantonsärztin Franziska Kluschke.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEY

Auch sei unklar, wann weitere Impfstoffe in der Schweiz zugelassen werden. Stehen diese dereinst in genügender Menge zur Verfügung, sei der Kanton vorbereitet, die Anzahl Impfungen kurzfristig zu erhöhen. Der Kanton werde deshalb laufend darüber informieren, welche Personengruppe sich als nächstes impfen lassen könne.

In Ausserrhoden wurden in der vergangenen Woche alle impfwilligen Bewohner (rund 67 Prozent) von Alters- und Pflegeheimen geimpft.

10:16 Uhr

Keine spontanen Impfungen

Die Reihenfolge, in der geimpft wird, wurde durch die Eidgenössische Kommission für Impffragen festgelegt:

  • Zielgruppe 1: Besonders gefährdete Personen (ohne schwangere Frauen)
  • Zielgruppe 2: Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt/Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen
  • Zielgruppe 3: Enge Kontakte (Haushaltsmitglieder, betreuende Angehörige) von besonders gefährdeten Personen
  • Zielgruppe 4: Personen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko (z.B. Behindertenheime)
  • Zielgruppe 5: Alle anderen erwachsenen Personen

«Es ist äusserst wichtig, diese Reihenfolge zu verfolgen, damit wir die verfügbaren Impfdosen ‹korrekt› anwenden», sagt Rüdin. Es würden keine spontanen Impfungen gemacht.

10:15 Uhr

Impfprogramm wird laufend angepasst

Der Leiter des Kantonalen Führungsstabs Marc Rüdin spricht: «Fragen, die uns bewegen, sind: Wie viele Leute lassen sich impfen? Welche Impfstoffe stehen zur Verfügung? Wann stehen sie zur Verfügung? Diese versuchen wir heute und im Laufe der nächsten Tag zu beantworten.»

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden werde diverse Tools anwenden, um das Impfprogramm laufend zu analysieren und anzupassen. «Wichtig ist, insbesondere am Anfang, Geduld zu haben», sagt Rüdin. «Wir rufen zur Solidarität auf, hilft einander – zumindest, bis alles rund läuft.»

10:10 Uhr

Balmer: «Ab jetzt geht es schnell»

«Wir sind überzeugt, dass sich alle, die sich impfen lassen wollen, sich in den nächsten Monaten impfen lassen können», sagt Yves Noël Balmer. «Ab jetzt geht es schnell.»

Die erste Gruppe der über 75-jährigen Personen und weitere, die nach Einschätzung ihres Arztes der höchsten Risikogruppe angehören, können sich ab dem 19. Januar 2021 in einem Impfzentrum impfen lassen – dies betrifft rund 4'200 Menschen in Appenzell Ausserrhoden.

Sobald der Impfstoff Moderna in der Schweiz zugelassen und im Kanton verfügbar ist, werden Impfungen auch in Arztpraxen möglich sein.

10:07 Uhr

Erste Registrierung fürs Impfen ab morgen für über 75-Jährige möglich

Ab Dienstag, 12. Januar, können sich impfwillige Ausserrhoderinnen und Ausserrhoder online – über eine eigens eingerichtete Webseite: ar.impfung-covid.ch oder per Telefon über die kantonale Hotline: 071 353 67 97 – für eine Impfung registrieren.

Weitere Informationen zur Registrierung

Für eine Impfung muss vorgängig eine Registrierung erfolgen und ein Termin vereinbart werden. Die Versicherungsnummer und die Mobiltelefonnummer sind zwingend anzugeben. Spitäler sind keine Anlaufstellen für eine Impfung. Personen, die sich nicht persönlich anmelden können, erhalten Unterstützung durch Angehörige oder betreuende Personen der Spitex oder Pro Senectute.

Bei der Registrierung müssen Impfwillige Fragen zum Alter oder zu bestehenden gesundheitlichen Risiken beantworten. Entsprechend diesen Angaben werden die Impfwilligen einer Gruppe zugeteilt. Sobald die entsprechende Gruppe für die Impfung an der Reihe ist, erhalten die registrierten Personen zwei Impftermine.

In der ersten Woche sollen sich nur Personen über 75 Jahre und Personen aus der höchsten Risikogruppe melden. Entsprechend der vom Bund festgelegten Reihenfolge nimmt das Impfmanagement Kontakt mit den registrierten Personen auf und bietet einen Impftermin an.

10:05 Uhr

Ausserrhoden ist parat, eine grössere Gruppe der Bevölkerung zu impfen

Gesundheitsdirektor Yves Noël Balmer.

Gesundheitsdirektor Yves Noël Balmer.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEY

Gesundheitsdirektor und Regierungsrat Yves Noël Balmer spricht: «Der Kanton Appenzell Ausserrhoden ist parat, eine grössere Runde von Impfdosen an die Bevölkerung zu verimpfen.» Und:

«Die erste Runde ist gut verlaufen. Wir wissen jetzt, wie es geht.»
10:00 Uhr

Die Medienkonferenz beginnt. Anwesend sind der Gesundheitsdirektor und Regierungsrat Yves Noël Balmer, der Leiter des Kantonalen Führungsstabs Marc Rüdin sowie die Kantonsärztin Dr. Franziska Kluschke.

Montag, 11. Januar – 9:45 Uhr

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden lädt am Montag, 11. Januar, um 10 Uhr zu einer Medienkonferenz im Impfzentrum Herisau ein. Thema sind die Impfzentren sowie die Online-Anmeldung für die Covid-19-Impfungen.