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Clanx-Festival in Appenzell: Tickets auf dem Schwarzmarkt gelandet

So schnell die Karten für das diesjährige Clanx-Festival in Appenzell verkauft waren, so unschön die Nebenwirkungen: Tickets werden auf Ricardo zu horrendem Preis verkauft. Die Veranstalter bedauern dies.
Roger Fuchs
Schlange stehen bei der Appenzeller Kantonalbank. In 45 Minuten waren die Tickets für das Clanx weg. (Bild: Clanx/Facebook)

Schlange stehen bei der Appenzeller Kantonalbank. In 45 Minuten waren die Tickets für das Clanx weg. (Bild: Clanx/Facebook)

Während die Veranstalter für das Gabalier-Konzert im Kybunpark St. Gallen und jene für das Open Air im Sittertobel mit harzendem Vorverkauf umgehen müssen, erlebten die Organisatoren des Clanx-Festivals in Appenzell in diesem Jahr einen neuen Rekord. Zwar ist der Anlass von Ende August mit 1200 Menschen deutlich kleiner als die eingangs Erwähnten, dennoch: Letztes Jahr waren die Tickets für das Clanx in vier Tagen verkauft, in diesem Jahr dauerte es nur zwölf Stunden bis es keine Billette mehr auf dem Online-Verkaufsportal gab. Das Kontingent bei der Appenzeller Kantonalbank war in 45 Minuten weg und jenes beim St. Galler Musikhaus Blue Wonder in 15 Minuten.

Abzocke: Hier will ein Unbekannter das grosse Geschäft machen.

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So begehrt das kleine und feine Festival ist, so unschön die Folgen dieses Erfolgs. Einige Tickets wurden offenbar gekauft, um sie zu horrenden Preisen auf dem Schwarzmarkt weiterzureichen: beispielsweise zwei Dreitagespässe zum Preis von 395 Franken statt des Originalpreises von je 75 Franken für einen Dreitagespass. «Das ist nicht fair» oder «Bodelosi Frechheit», lauten Kommentare auf Facebook. «Schmoren lassen und ja nicht kaufen», antwortet man beim Clanx-Festival. Samuel Weishaupt, Präsident des hinter dem Festival stehenden Vereins, bedauert diese Entwicklung, die überhaupt nicht in ihrem Sinn sei. Doch in der freien Marktwirtschaft lasse sich solches auch nicht verhindern. «Je begehrter das Festival, desto grösser wird die Gefahr des Missbrauchs bei den Tickets», so Weishaupt. Folglich macht er sich denn auch bereits Sorgen, was dies für nächstes Jahr bedeuten könnte.

Die Gründe für die Begehrtheit des Clanx-Festivals, das heuer zum 15. Mal stattfindet, sind gemäss Samuel Weishaupt unterschiedlich. Zum einen hätten sie ein eigentliches Stamm- und Fanpublikum, zum anderen habe sich wohl auch herumgesprochen, dass dieser Anlass cool sei. Natürlich sei es das Ziel der Organisatoren, dass möglichst alle, die ein Ticket wollen, auch eines erhalten. Um künftig stressfrei zu einem solchen zu kommen, empfiehlt Weishaupt die Vereinsmitgliedschaft. So habe man ein Vorkaufsrecht.

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