Chräg-Verkauf scheinbar unbestritten: Zum Verkauf des ehemaligen Urnäscher Altersheims gibt es keine kritischen Stimmen

Am Informationsanlass ging der Urnäscher Gemeinderat auf die konkreten Verkaufspläne der Liegenschaft Chräg ein. Diese wurde während anderthalb Jahren für eine Zwischennutzung vermietet und soll in der Person von Niklaus Hörler einen vielversprechenden
Umnutzungsinteressenten gefunden haben.

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Das letzte Wort zum Chräg-Verkauf haben die Stimmberechtigten Ende November an der Urne.

Das letzte Wort zum Chräg-Verkauf haben die Stimmberechtigten Ende November an der Urne.

Bild: PD

(gk/mlb) Der Verkauf der Liegenschaft des ehemaligen Gemeindealtersheims Chräg zum Preis von einer Million Franken an den Architekten Urs Weidmann stösst in Urnäsch auf keine Opposition. An einer Informationsveranstaltung des Gemeinderats über den geplanten Verkauf waren keine kritischen Stimmen zu hören und es kam auch zu keiner Diskussion über die gemeinderätlichen Verkaufsabsichten, wie es in einer Mitteilung heisst. Das letzte Wort zum Chräg-Verkauf haben die Stimmberechtigten Ende November an der Urne.

Zu Beginn der Informationsveranstaltung ging Gemeinderat Niklaus Hörler auf die Vorgeschichte der Liegenschaft Chräg oberhalb von Urnäsch ein. Diese diente bis vor gut fünf Jahren als Gemeindealtersheim. Nach dem Umzug der Bewohner des Alters- und Pflegeheims Chräg im Herbst 2014 in das Wohn- und Pflegezentrum Au war der Chräg für eine Zwischennutzung anderthalb Jahre vermietet.

Heute werden die Räume durch das Beschäftigungsprogramm, die Feuerwehr und die Polizei zu unterschiedlichen Zwecken genutzt. Die Gemeinde Urnäsch sucht laut Niklaus Hörler seit längerem einen Käufer für den Chräg. Um die Jahreswende hat Urs Weidmann mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen und sein Interesse an einem Kauf der Liegenschaft mit einer Fläche von 4100 Quadratmetern bekundet.

Zukünftige Nutzung und Kaufpreis

Was die Nutzung angeht, sei vieles denkbar, sagte Niklaus Hörler, «aber zum jetzigen Zeitpunkt kann nichts Konkretes gesagt werden». Möglich wäre eine Einrichtung zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit wie etwa ein Zweigbetrieb einer Reha-Klinik, Alterswohngemeinschaften, ein Betreuungsheim für unheilbar Kranke und schliesslich wäre auch reines Wohnen eine Option. Zu berücksichtigen seien in jedem Fall die Vorgaben des Kantons, befinde sich die Liegenschaft doch in der Landwirtschaftszone.

Erste Gespräche mit dem Verantwortlichen beim Amt Raum und Wald hätten bereits stattgefunden. Der für die Finanzen zuständige Gemeinderat Iwan Schnyder wies darauf hin, dass der Verkehrswert der Liegenschaft 1,055 Millionen Franken betrage. Der Gemeinderat sei überzeugt, dass der Verkauf für eine Million Franken für beide Seiten stimme. Zu erfahren war an der Versammlung auch, dass nach der erfolgten Verabschiedung des Geschäfts im Gemeinderat bereits ein Vorvertrag (vorbehältlich des Entscheids an der Urne) unterzeichnet wurde und Urs Weidmann auch eine erste Anzahlung von 100 000 Franken geleistet habe.

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