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Chräg – eine unbestimmte Grösse

URNÄSCH. Das Gemeindealtersheim Chräg steht zum Verkauf, nicht im Angebot ist das dazugehörende Landwirtschaftsland. Es stellt sich nun die Frage, wie viel Umschwung zum Gebäude gehört. Kaufinteressenten sind vorhanden.
Bruno Eisenhut
Vor dem Verkauf des Gemeindealtersheim Chräg muss geklärt werden, wie viel Umschwung zum Objekt gehört. (Bild: Ueli Abt)

Vor dem Verkauf des Gemeindealtersheim Chräg muss geklärt werden, wie viel Umschwung zum Objekt gehört. (Bild: Ueli Abt)

URNÄSCH. Bald werden die Bewohnerinnen und Bewohner des Altersheims Chräg in das neue Gemeindepflegeheim zügeln. Geht es nach dem Urnäscher Gemeinderat, wird das Haus Chräg danach anderweitig genutzt – es soll verkauft werden. Via Ausschreibung klärte der Gemeinderat die Nachfrage nach dem Objekt ab. «Mit zwei Parteien wurden Gespräche geführt», erklärt Käthi Nef. Die Vizegemeindepräsidentin schiebt nach, dass «momentan keine verbindlichen Angebote möglich sind».

Wie viel Umschwung?

Die Liegenschaft Chräg liegt an erhöhter Lage südlich des Dorfzentrums. 1828 als Armenhaus gebaut, später als Bürgerheim genutzt und Ende der 1970er-Jahre zum Alters- und Pflegeheim umfunktioniert, liegt das herrschaftliche Haus in der Landwirtschaftszone. Zum Objekt gehören auch Nebenbauten wie die Remise oder das Gartenhaus. 1999 wurde die Landwirtschaft vom Heimbetrieb abgekoppelt und an einen Landwirt verpachtet. «Dies soll auch so bleiben», führt Käthi Nef aus. Für den Verkauf des Hauses ist die Ausparzellierung somit zwingend nötig.

In Form eines Bauermittlungsgesuches lässt die Gemeinde beim kantonalen Planungsamt abklären, welcher künftige Nutzen möglich ist. Bleibt die Frage nach dem zum Objekt gehörenden Umschwung. Die Bodenrechtskommission entscheide später darüber, welches die grösstmögliche Fläche ist, die zusammen mit dem Gebäude ausparzelliert werden könne, gibt Käthi Nef bekannt.

Warten auf die Antwort

Über die laufenden Abklärungen sind die Kaufinteressenten informiert. «Deren künftiges Interesse am <Chräg> wird von der Antwort des kantonalen Planungsamtes abhängig sein», fasst die Gemeindevizepräsidentin zusammen. Erst wenn alle Abklärungen getätigt seien, werde sich der Gemeinderat wieder mit den weiteren Schritten des Verkaufs beschäftigen. Eine entsprechende Vorlage werde letztlich dem Stimmvolk vorgelegt. «Egal, in welche Richtung der Verkauf des <Chräg> geht, das letzte Wort wird das Urnäscher Stimmvolk haben», blickt Käthi Nef in die Zukunft. Ein Abstimmungstermin existiert noch nicht.

Armenhaus wird Pflegeheim

Das «Chräg» diente anfänglich mittellosen Ortsbürgern als Unterkunft. Im Jahr 1870 wurde das Armenhaus zwecks Geschlechtertrennung baulich erweitert. 1957 erfolgte ein weiterer Umbau, der Begriff «Armenhaus» verschwand zusehends und machte dem Namen «Bürgerheim» Platz. Mit dem Umbau 1980 wurde die Anlage zum Gemeindealtersheim, um sich 2006 in «Alters- und Pflegeheim Chräg» umzubenennen.

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