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Chapeau und Adieu Monika Egli

Nach 22 Jahren bei der «Appenzeller Zeitung» nimmt Monika Egli heute Abschied. Zahlreiche Veränderungen hat sie in dieser Zeit mitgetragen. Ihre Schreibe bleibt unverkennbar.
Roger Fuchs
Mit Elan hat Monika Egli Veranstaltungen wie die Durchführung der einstigen Applaus-Nacht verantwortet. (Bild: APZ)

Mit Elan hat Monika Egli Veranstaltungen wie die Durchführung der einstigen Applaus-Nacht verantwortet. (Bild: APZ)

Was für eine Medienkarriere: Vom 1. Oktober 1996 bis 31. Dezember dieses Jahres war Monika Egli in diesem Medienunternehmen tätig. Sie trat zuerst als Korrektorin für die «Appenzeller Zeitung» in die Appenzeller Medienhaus AG ein. Per 1. April 1998 wechselte sie in die Funktion der Redaktorin. Sie wurde per 1. April 2003 zur Redaktionsleiterin der «Appenzeller Zeitung» ernannt und per 1. Juli 2013 übernahm sie erneut die Aufgaben einer Redaktorin – ergo hat sie es nach einer langen Zeit in einer Führungsposition geschafft, sich wieder in das zweite Glied zu integrieren. Auch ein solcher Schritt verdient Respekt.

Noch gut kann ich mich an die erste Begegnung mit Monika Egli erinnern und an ihren Anruf vor genau zehn Jahren, dass ich die Stelle bekommen würde. Stolz war ich und dachte, hier eine gute Zukunft vor mir zu haben. Die vielen Veränderungen, welche die Medienbranche seither ereilt haben, konnte ich nicht erahnen. Monika Egli, die noch Zeiten erlebt hat, als die Journalisten ihre Fotos beim Fotografen entwickeln lassen mussten, blickt noch deutlich weiter zurück.

Harte Rechercheurin mit Wille und Einsatz

Alle Veränderungsprozesse hat sie stets mitgetragen und durchgestanden. Dass sie heute aber beispielsweise das Filmen mit dem Smartphone anderen überlässt, sei ihr verziehen. Und es ist auch gut so. Monika Egli ist eine geborene Schreiberin. Immer hat sie es verstanden, komplexe Themen auf den Punkt zu bringen. Dabei scheute sie sich nicht, als harte Rechercheurin mit viel Einsatz und Wille die jeweiligen Fakten zusammenzutragen. Denken wir nur an ihre Leistung im Zusammenhang mit dem Ausserrhoder Spitalverbund. Vieles wäre nie gesagt worden, wäre Monika Egli nicht regelmässig an diesem Thema drangeblieben und hätte sie dabei nicht eine grosse Portion Rückgrat bewiesen. Keiner Jungjournalistin, keinem Jungjournalisten dürfte solches einfach in die Wiege gelegt worden sein. Bei Monika Egli zeigte sich in aller Deutlichkeit, wie viel die Erfahrung und Vernetzung im Journalistenberuf ausmachen. Liebe Monika, abgesehen von dir als Mensch wird all dies nun der Redaktion fehlen. 22 Jahre Aufbauarbeit können andere nicht einfach mit einem Fingerschnipp ausgleichen.

Eglis legendäres Mäpplisystem

Meine ersten Schritte bei der «Appenzeller Zeitung» fielen in eine Zeit, als der damalige Geschäftsführer des Appenzeller Medienhauses, Marcel Steiner, noch regelmässig zu Gipfelgesprächen auf der Hundwiler Höhe lud. Monika Egli war dazumal bereits zwölf Jahre für die «Appenzeller Zeitung» tätig. Schnell merkte ich bei Amtsantritt, eine strenge Chefin vor mir zu haben. Immer Ende Woche teilte sie die Themen für die Folgewoche zu – sauber zusammengestellt in einem Mäppli. Noch heute reden wir intern vom legendären Mäpplisystem.

Monika Egli war eine Führungsperson, die sicher auch bewegen und verändern wollte. Das einstige System, dass die Redaktorinnen und Redaktoren gezielt für einzelne Ressorts zuständig sind, hat sie abgeschafft. Spätestens heute wäre etwas anderes als ein durchlässiges Redaktionssystem nicht mehr denkbar. Nicht zu vergessen all die verschiedenen Themenseiten wie Wirtschaft, Kultur, Lifestyle oder Spirit, die unter Eglis Ägide zur Blüte gelangten. Für die Kulturseite wurde sogar eine mit externen Personen bestückte Fachgruppe lanciert. Es war definitiv – ohne es zu werten – eine andere mediale Zeit, auch wenn es erst wenige Jahre her ist.

Ab Januar 2019 muss das Team der «Appenzeller Zeitung» ohne Monika Egli auskommen. Die Erinnerung an eine Vorzeigejournalistin und Führungsperson, die für die «Appenzeller Zeitung» lebte, wird noch lange wach bleiben. Chapeau Monika für deinen unermüdlichen Einsatz, deine Ideen und deine Ausdauer.

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