Chance für junge Folkloremusiker

Der Schwellbrunner Martin Sebastian organisiert und moderiert seit über 30 Jahren Nachwuchswettbewerbe. Am 8. November wird für ihn voraussichtlich die Dernière sein.

Karin Erni
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Zwei Volksmusikexperten im Gespräch: Martin Sebastian (links) und Köbi Freund. (Bild: ker)

Zwei Volksmusikexperten im Gespräch: Martin Sebastian (links) und Köbi Freund. (Bild: ker)

APPENZELLERLAND. Jedes Jahr präsentieren sich Jungmusikanten und Nachwuchsjodler beim Wettbewerb «Folklorenachwuchs» einer Fachjury und dem Publikum. Ein Sieg beim «Folklorenachwuchs» öffnet nicht selten Tür und Tor für weitere Auftritte bei Radio und Fernsehen. Bei diesem Wettbewerb wurden schon etliche spätere Volksmusikstars entdeckt. Zum Beispiel Nicolas Senn, Lisa Stoll oder das Jugendchörli Appenzell. «Wir haben immer sehr viele Ostschweizer und vor allem Appenzeller Teilnehmer an den Wettbewerben, und sie schneiden oft sehr gut ab», sagt Martin Sebastian. In den Vorausscheidungen werde darauf geachtet, dass den jungen Kandidaten das Lampenfieber möglichst erspart bleibt. «Diese finden ohne Mikrophon und Verstärker statt.»

Acht Appenzeller Formationen

Der diesjährige Wettbewerb «Folklorenachwuchs» findet am 8. November 2014 in der Mehrzweckhalle in Niedergösgen statt. 35 Formationen mit über 200 Kindern und Jugendlichen haben sich dafür angemeldet. Für das Appenzellerland gehen die Kapelle Sondewend, Eggerstanden, das Goofechörli Gonten, das Buebechörli Urnäsch, Hackbrettsolist Joshua Broger, die Kapelle Bienengift, das Buebequartett Dibidäbi, Schwellbrunn, die Geschwister Gätzi, Jakobsbad, und das Buebechörli Stein an den Start. Sie alle hoffen, über die Qualifikation am Nachmittag den grossen Sprung in den Final vom Abend zu schaffen. Dieser wird vom Radio Musikwelle live übertragen. Ein grosser Auftritt ist den Gesamtsiegern in den Kategorien «Jodel» und «Instrumentale Volksmusik» garantiert. Nebst dem Preisgeld gewinnen sie einen Auftritt in der Samstagabend-Fernsehshow «Viva Volksmusik» vom 24. Januar 2015. Moderiert wird die Sendung von Nicolas Senn.

Abschied des Gründers

Der Nachwuchswettbewerb ist eine eigentliche Erfolgsgeschichte. «Am Anfang hat man mich ausgelacht, als ich etwas für den Nachwuchs machen wollte», erzählt Martin Sebastian. «Aber dann sind die Verbände auf den Zug aufgesprungen. Heute wird für die Jungen sehr viel gemacht und sie können sich sogar aussuchen, wo sie auftreten wollen.» Für Sebastian endet mit diesem Auftritt ein Lebensabschnitt. Er sagt ohne Wehmut: «Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.»

Final Radio Musikwelle: Samstag, 8. November, 20 bis 22 Uhr

Zwei Volksmusikexperten im Gespräch: Martin Sebastian und Köbi Freund. (Bild: ker)

Zwei Volksmusikexperten im Gespräch: Martin Sebastian und Köbi Freund. (Bild: ker)

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