«CH-Kleber nicht vergessen!»

Nachgefragt

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Ins Auto steigen und los geht es: ab in die Ferien. Zumindest bis zum ersten Stau oder zum ersten Zwischenfall. Daniel Graf, Mediensprecher des TCS, erzählt, wie man sich auf Autoreisen ins Ausland vorbereitet.

Wie bereitet man sein Auto für lange Touren vor?

Moderne Autos müssen heute nicht mehr so häufig zum Check in die Garage. Aber es empfiehlt sich eine Kontrolle vor der Abfahrt in die Ferien.

Worauf sollte man achten, wenn man ins Ausland fährt?

Verlässt man die Schweiz, ist zuerst einmal Folgendes obligatorisch: der CH-Kleber. Er ist für alle europäischen Länder erforderlich. Fehlt er, kann es zu Bussen kommen. Gewisse Länder verlangen Leuchtwesten, einen Erste-Hilfe-Kasten, einen Feuerlöscher oder ein Pannendreieck.

Gibt es auch Länder mit eher ungewöhnlichen ­Vorschriften?

Unüblicher sind Ersatzbirnen für die Scheinwerfer. Sie sind zum Beispiel in Russland oder Kroatien obligatorisch. Erstaunlicher ist das obligatorische Abschleppseil oder -kabel in Serbien und Mazedonien. In Estland gehören zwei Keile mit an Bord, die man im Notfall unter die Räder schiebt. Zwei Pannendreiecke müssen Autoreisende in Zypern und Estland dabei haben.

Wie gestaltet man Autoreisen möglichst angenehm?

Allgemein gilt: Wer ohne Stau in die Ferien reisen möchte, der sollte die Fahrt unter der Woche antreten; entweder in den frühen Morgenstunden oder in den späten Abendstunden. Kalkulieren Sie eventuelle Wartezeiten in die Reisezeit mit ein. Durch Aggressivität und Aufregung geht es nicht schneller voran. Alle zwei bis drei Stunden sollte eine Rast eingelegt werden.

Was sind die häufigsten Zwischenfälle?

Es sind häufig Pannen von Fahrzeugbatterien, elektronischen Komponenten oder Motorteilen. Insbesondere ältere Batterien stossen bei sehr hohen Temperaturen an ihre Grenzen. Im Sommer sind unsere Patrouillen rund 20 Prozent mehr im Einsatz als sonst im Jahr. (jm)