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Ständeratswahlen in Ausserrhoden: Caroni mit erfolgreicher Premiere

Andrea Caroni schafft die Wiederwahl in den Ständerat klar. Reto Sondegger bleibt hinter seinen Erwartungen, hat aber dennoch Grund zur Freude.
David Scarano
Der wieder gewählte Ausserrhoder Ständerat Andrea Caroni (FDP) und sein SVP-Herausforderer Reto Sonderegger (SVP). (Bild: dsc)

Der wieder gewählte Ausserrhoder Ständerat Andrea Caroni (FDP) und sein SVP-Herausforderer Reto Sonderegger (SVP). (Bild: dsc)

Vor dem sonntäglichen Urnengang lautete die Frage nicht, ob Andrea Caroni die Wiederwahl in den Ständerat schafft. Zu klar präsentierte sich die Ausgangslage. Sein Herausforderer Reto Sonderegger von der SVP besass nur Aussenseiterchancen, wenn überhaupt. Offen war hingegen, wie deutlich die Bestätigung des Ausserrhoder FDP-Politikers ausfallen würde.

Rund 11500 Ausserrhoderinnen und Ausserrhoder gaben ihm schliesslich ihre Stimmen. Das entspricht einem Wähleranteil von 71 Prozent – damit bewegt er sich auf dem Niveau vor vier Jahren. Der 39-jährige Caroni zeigte sich sehr zufrieden. «Es ist wahnsinnig schön, wiedergewählt zu werden. Das bedeutet, dass die Leute gut finden, was ich bisher geleistet habe», sagte er im Wahlstübli im Regierungsgebäude.

Seit 2011 im Bundesparlament

Ein weiterer Grund zur Freude war für Caroni die Deutlichkeit des Resultats, obwohl alles andere eine grosse Überraschung dargestellte hätte. Er habe ein ähnliches Ergebnis wie vor vier Jahren erzielt, sagte der Ständerat. Diesmal allerdings hätte er aber in einem Wettbewerb gestanden. «So wurde ich im Wissen gewählt, dass sich die Leute auch für jemand anderen hätten entscheiden können», erklärte der Herisauer, der seit 2011 Bundesparlamentarier ist. Obwohl er somit auf eine achtjährige Karriere in Bern zurückblicken kann, erlebte er am Sonntag dennoch eine Premiere. «Es ist das erste Mal, dass ich national wieder gewählt wurde», sagte Caroni. Nach seinen vier Jahren im Nationalrat schaffte er 2015 den Sprung in die Kleine Kammer.

Zu den Gratulanten Caronis zählte im Wahlstübli auch sein Kontrahent Reto Sonderegger. Der SVP-Einwohnerrat holte rund 25 Prozent der Stimmen. «Mit diesem Resultat bin ich nicht ganz zufrieden», sagte er. Denn er blieb etwas hinter seinen eigenen Erwartungen. Er hatte auf einen Anteil von 30 Prozent gehofft.

Sonderegger kandidierte gehen den Willen seiner Partei

Sonderegger erlebte keinen einfachen Wahlkampf. Er kandidierte als Wilder, da er gegen den Willen seiner eigenen Partei Caroni herausgefordert hatte. Sein Wahlbudget fiel entsprechen klein aus. Dennoch: «Ich bereue nicht, dass ich angetreten bin. Ich würde es wieder tun», sagte der Vizepräsident der SVP Herisau. Weitere Pläne für seine politische Karriere hat er derzeit nicht. Den Sprung in den Kantonsrat schaffte er im Frühjahr nicht. Er könnte aber nachrutschen. Er ist auf der SVP-Liste der erste der Nichtgewählten.

Für Sonderegger dürfte die Politik aber vorerst sowieso zweitrangig sein. Am Montag wird seine Frau das gemeinsame Kind auf die Welt bringen.

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