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CAMPUS WATTWIL: Warten, aber nicht auf Godot

Der Regierungsrat nennt das zweite Halbjahr 2018 als Termin für die Zusendung der Baubotschaft für den Campus Wattwil an den Kantonsrat. Bei der Gemeinde Wattwil weist man darauf hin, dass 2016 ein Termin Ende 2017 genannt worden ist.
Martin Knoepfel
Kantonsräte wollen den Campus Wattwil, wie die Kanti Wil (Bild), soweit möglich als Holzbau realisieren. (Bild: Nana do Carmo (17. August 2004))

Kantonsräte wollen den Campus Wattwil, wie die Kanti Wil (Bild), soweit möglich als Holzbau realisieren. (Bild: Nana do Carmo (17. August 2004))

Die Botschaften für den Neubau der Kanti Wattwil und für die Erneuerung und Erweiterung des Hauptgebäudes des BWZT (Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg) sollen in der zweiten Hälfte 2018 an den Kantonsrat gehen. In der ersten Hälfte 2018 soll der Regierungsrat über die Projektdefinition entscheiden, gemäss aktuellem Planungsstand. Der Neubau der Kanti Wattwil sowie die Erneuerung und Erweiterung des BWZT sind laut regierungsrätlicher Antwort im Investitionsprogramm 2016 bis 2025 als priorisierte Projekte verzeichnet.

Campus als Holzbau erstellen?

So heisst es in der Antwort des Regierungsrats auf eine Interpellation der Kantonsräte Karl Brändle (Bütschwil), Bruno Cozzio (Uzwil) und Mathias Müller (Lichtensteig, alle CVP). Die Interpellanten stellen eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit dem Campus Wattwil. So erkundigen sie sich nach dem Terminplan und nach der Schülerzahl, für die der Campus geplant wird. Ferner möchten sie wissen, ob es möglich ist, den Campus unter Verwendung einheimischer Bäume zu erstellen (siehe Zusatzartikel).

Die neue Kanti Wattwil und das BWZT sollen künftig einen Campus bilden, wobei gewisse Infrastrukturen beiden Schulen dienen sollen. Der Regierungsrat nennt in einer Medienmitteilung vom September 2016 die Aula, die Mensa, die Küche und die Sportanlagen als Kandidatinnen für die Doppelnutzung. Der Interpellationsantwort ist zu entnehmen, dass die neue Kanti für 720 Schüler konzipiert wird. Das sind rund 80 mehr als im laufenden Schuljahr. Das entspreche der zu erwartenden Entwicklung der Schülerzahlen, heisst es.

Gründe für die Verzögerung genannt

Beim Stand der Planung für den Campus Wattwil räumt die Interpellationsantwort eine Verzögerung bei den Projektdefinitionen für den Neubau der Kanti und für die Erneuerung und Erweiterung des BWZT ein. Die Interpellationsantwort erklärt das mit zwei Punkten. Zum einen hätten die Planungen und die politischen Entscheidungen mehr Zeit benötigt, als man angenommen habe. Genannt werden die Sicherung des Areals Rietwis, welches die Aussensportanlagen beherbergen soll, und die Bereinigung der Eigentumsverhältnisse an der Wattwiler Rietsteinhalle. Diese geht an den Kanton über. Bisher sind die Politische und die Schulgemeinde Mitbesitzer.

Zum andern habe man die Planungsunterlagen in verschiedenen Bereichen konkretisieren oder neu erarbeiten müssen, heisst es in der Interpellationsantwort. Diese erwähnt als Beispiele unter anderem den Raumbedarf, die Betriebsanforderungen, die zusätzliche Brücke über die Thur, die Freilegung des Hofstattbaches sowie das Gastronomie- und das Mobilitätskonzept.

Da stellt sich die Frage, ob die Verzögerungen im ersten Punkt auf eine langsame Arbeit der Gemeinde Wattwil zurückzuführen sind. Adrian Bachmann vom Bildungsdepartement sagt, der Kanton wolle der Gemeinde keinen Vorwurf machen. Zur Frage nach der Verzögerung wegen des Gastro- und des Mobilitätskonzepts hält Adrian Bachmann fest, dass es im Kanton St. Gallen noch kein Beispiel dafür gebe, dass man eine Mittel- und eine Berufsfachschule auf dem gleichen Areal ansiedle. Man könne also nicht einfach ein bestehendes Konzept abschreiben.

Der Gemeinderat von Wattwil werde die Interpellationsantwort analysieren. Inhaltlich finde er in der Interpellationsantwort wenig Neues gegenüber dem Stand von vor einem Jahr, sagte der Wattwiler Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Antwort auf die Interpellation von Mirco Gerig (SVP, Unterwasser). Diese Antwort stammt vom 23. August 2016. Damals hiess es, dass die Projektdefinitionen voraussichtlich im ersten und die Botschaften an den Kantonsrat im zweiten Semester 2017 fertig sein könnten. Der Regierungsrat hätte die Aussagen in der Antwort auf die Interpellation Gerig in dieser Form nicht gemacht, wenn man bei den Regelungen für die Sportanlagen nicht grosse Fortschritte gemacht hätte. Wattwil gerate in einen gewaltigen Investitionsstau, sagte der Gemeindepräsident. Die Gemeinde und das Thema der Sportanlagen seien nicht schuld daran, dass das Hochbauamt seine Arbeit nicht habe machen können. Laut Alois Gunzenreiner war der Vertrag Kanton-Gemeinde Ende 2016 ausgehandelt.

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