Camera obscura

Lehrer Daniel Sieber hat mit zwei Schülern zusammen ein Modell einer begehbaren Kamera, einer sogenannten «Camera obscura», gebaut. Diese war am Freitag im Lindensaal aufgestellt worden – eine grosse Kiste. Im stockdunklen Innenraum wurde die Funktionsweise erklärt.

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Lehrer Daniel Sieber hat mit zwei Schülern zusammen ein Modell einer begehbaren Kamera, einer sogenannten «Camera obscura», gebaut. Diese war am Freitag im Lindensaal aufgestellt worden – eine grosse Kiste. Im stockdunklen Innenraum wurde die Funktionsweise erklärt. Ähnlich einer optischen Linse erzeugt ein kleines Loch ein exaktes Abbild von (ausserhalb der Kiste) angestrahlten, auch bewegten Gegenständen und projiziert es auf eine Fläche. Durch Drehen eines Spiegels kann so ein 360-Grad-Panorama eingefangen werden. Eine zusätzlich eingebaute Linse ermöglicht zudem Fokussieren und Scharfstellen. Vorgängerin der Camera obscura war die Lochkamera, mit der sich schon Aristoteles auseinandergesetzt hatte. Oliver Brosch erklärte, dass man beabsichtige, eine solche Camera obscura im obersten Dachzimmer des Kirchturms (also über der Terrasse) einzurichten. Die Eigentümerin der Kirche, die Gemeinde, sei nicht dagegen. Die Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs (NTB) wird eine entsprechende Studie in Angriff nehmen. Oliver Brosch ist überzeugt, dass sich damit das attraktive Panorama von Heiden noch besser vermarkten lässt. Allerdings ist die Finanzierung noch keineswegs geregelt. Ein schöner Teil könne durch das Vermögen des Kurvereins gedeckt werden, es brauche aber unbedingt noch weitere Unterstützung. Mäzene sind gesucht! (eg)

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