Busse für Brand in Hanfplantage

TEUFEN. Bei einem Brand in einem Bauernhaus im "Löchli" in Teufen haben die Feuerwehrleute vor rund vier Jahren eine illegale Indoor-Hanfplantage entdeckt. Der Betreiber der Hanfplantage wurde inzwischen per Strafbefehl mit einer unbedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 110 Franken, insgesamt 13'200 Franken, bestraft.

Margrith Widmer
Drucken
Teilen
2400 Hanfpflanzen wurden bei den Löscharbeiten entdeckt. (Bild: Susann Basler)

2400 Hanfpflanzen wurden bei den Löscharbeiten entdeckt. (Bild: Susann Basler)

Verurteilt wurde der Betreiber der Hanfplantage wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst und mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, wie die Ausserrhoder Staatsanwaltschaft auf Anfrage bekannt gab.

Der Betreiber der Anlage akzeptierte die per Strafbefehl vom der Staatsanwaltschaft ausgesprochene Geldstrafe. Deshalb kam es nie zu einer Gerichtsverhandlung.

Schwierige Löscharbeiten

Bei dem Brand in dem umgebauten Bauernhaus mit Schreinerei und ehemaliger Scheune entstand Mitte Dezember 2010 Sachschaden von rund 300’000 Franken. Verletzt wurde niemand. 100 Feuerwehrleute aus Teufen, Bühler und Gais kämpften rund zwei Stunden lang gegen die Flammen. Die einstige Scheune brannte vollständig aus. Die Löscharbeiten gestalteten sich ausgesprochen schwierig, weil die Zufahrtsstrassen vereist waren und mehrere hundert Meter lange Wasserleitungen gelegt werden mussten. Da auch noch ein Öltank beschädigt wurde, musste die Feuerwehr auch Ölsperren errichten. Es flossen 2500 Liter Biodiesel aus.

Stromgenerator unsachgemäss installiert
Bei den Löscharbeiten entdeckten die Feuerwehrleute eine professionell eingerichtete illegale Hanf-Plantage mit rund 2400, fast ausgereiften, Hanfpflanzen. Die Pflanzen wurden vernichtet. Die Plantage blieb praktisch unbeschädigt. Die technischen Anlagen im Wert von 30’000 bis 40’000 Franken wurden beschlagnahmt.

Als Brandursache ermittelte die Polizei den Stromgenerator der illegalen Hanf-Plantage: Dessen Umgebung hatte Feuer gefangen. Der Stromgenerator war laut der Ausserrhoder Kantonspolizei sei unsachgemäss installiert gewesen. Er lief heiss und in der Umgebung fing brennbares Material Feuer.

Aktuelle Nachrichten