Bushaltestelle an neuem Ort

Die Bushaltestelle Theater in St. Gallen wird stadteinwärts aus Sicherheitsgründen um ein paar Meter verschoben. Am neuen Ort gibt es jedoch keinen Unterstand – zumindest bis auf weiteres.

David Gadze
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Busse in Richtung Hauptbahnhof halten künftig nicht mehr an der bisherigen Haltestelle bei der Unterführung, sondern rund 25 Meter weiter vorne. (Bild: Michel Canonica)

Busse in Richtung Hauptbahnhof halten künftig nicht mehr an der bisherigen Haltestelle bei der Unterführung, sondern rund 25 Meter weiter vorne. (Bild: Michel Canonica)

ST. GALLEN. Viele ÖV-Nutzer fragen sich, warum bei der St. Galler Haltestelle Theater die stadteinwärts fahrenden Busse auch nach Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Rorschacher Strasse weiter vorne halten. «Das ist der neue Halteort», sagt Christian Hasler, Leiter Verkehr beim städtischen Tiefbauamt. Die Haltestelle wird um etwa 25 Meter verschoben, unmittelbar vor das Haus Nummer 23. Voraussichtlich in der kommenden Woche werden dort die Haltestellen-Tafel und die elektronische Anzeige mit den Abfahrtszeiten der Busse installiert.

Unsicherer Fussgängerstreifen

Der Hauptgrund für die Verschiebung sei der Fussgängerstreifen über die Rorschacher Strasse in jenem Bereich, sagt Hasler. Immer wieder sei es dort zu «kritischen Situationen» gekommen, wenn Autos einen Bus überholten, während Fussgänger vor dem Bus die Strasse überquerten. «Es war nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem schweren Unfall kommt.» Das Tiefbauamt habe zusammen mit der Stadtpolizei und dem Kanton verschiedene Lösungen geprüft, etwa eine Fahrbahnhaltestelle, bei der Autos die Busse nicht überholen können. Diese Option sei aber aufgrund allfälliger Rückstaus in den Kurvenbereich verworfen worden. Den Fussgängerstreifen, der vor rund zehn Jahren angebracht worden ist, hinter die Bushaltestelle zu verschieben, sei wegen der schlechten Sicht in der Kurve keine Lösung. Und ihn ganz aufzuheben komme ebenfalls nicht in Frage. «Dann überqueren Fussgänger die Strasse einfach so, was an dieser Stelle noch gefährlicher ist.»

Vorerst kein Unterstand mehr

Für die ÖV-Benützer ist die Verschiebung insofern ärgerlich, da an der neuen Haltestelle bis auf weiteres kein Unterstand vorgesehen ist. «Aus denkmalpflegerischen Gründen können wir kein Dach an der Fassade der geschützten Häuserzeile an der Rorschacher Strasse anbringen», sagt Hasler. Auf den Bau einer neuen Haltestelle zwischen der Jugendmusikschule und der genannten Häuserzeile werde vorerst verzichtet. «Zum einen müssten wir den einen Baum neben der Jugendmusikschule fällen. Zum anderen spielen finanzielle Überlegungen eine Rolle», sagt Hasler. Der Grossteil der Wartenden fahre ausserdem bis zum Hauptbahnhof. «In diese Richtung verkehren die Busse fast schon im Minutentakt.» Dass man eine bereits bestehende Haltestelle mit Unterstand vorerst aufgebe, sei bedauerlich, aber notwendig, sagt Christian Hasler. «Wir gewichten die Sicherheit höher als den Komfort der ÖV-Nutzer.» Eine neue Wartehalle sei jedoch nicht endgültig ad acta gelegt worden. «In fünf bis sechs Jahren müssen wir ohnehin die Betonplatten der Busspur ersetzen und die Haltekante erhöhen. Spätestens dann werden wir die Frage eines Unterstands wieder diskutieren.»