Bunter Tatenreigen

«Unterdessen rückte auf die Initiative des weitsichtigen Pfarrers von Trogen, Josef Böni, die appenzellische Schulgemeinde am Fusse des Gäbris in die vorderste Wahl als Standort des Dorfes.

Drucken

«Unterdessen rückte auf die Initiative des weitsichtigen Pfarrers von Trogen, Josef Böni, die appenzellische Schulgemeinde am Fusse des Gäbris in die vorderste Wahl als Standort des Dorfes. Träfe, herzliche Begegnungen, offene Aussprachen bei nüchterner Erwägung alles Für und Wider stellten rasch eine Atmosphäre des Vertrauens her, die für alle Zeit die Grundbedingung für das Gedeihen des Kinderdorfs bleiben wird.

Der Gemeinderat und die Trogener Gemeindeversammlung stimmten in einer erhebenden Sitzung dem immer noch recht utopisch wirkenden Projekt zu, nicht einstimmig, das wäre der Appenzeller Seele fremd, aber mit einem überwältigenden Mehr. Die Ereignisse begannen sich zu überstürzen, ein bunter Tatenreigen entfaltete sich mit einer merkwürdigen Sicherheit. An jenem denkwürdigen Landsgemeindesonntag vom 28.

April 1946, dem ersten im neugewonnenen Frieden, wurde die Grundsteinlegung des Kriegswaisendorfes vollzogen.»

Aus: Walter Robert Corti.

Der Weg zum Kinderdorf Pestalozzi, 1955.

Aktuelle Nachrichten