Bunter Besuch im heimischen Garten

Leserin Karin Welz aus Trogen hat Bienenfresser entdeckt. Die bunten Vögel werden nur selten gesehen. Es ist die erste Sichtung im Appenzellerland in diesem Jahr.

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Vier Bienenfresser hatten es sich auf einem Draht in Karin Welz’ Garten gemütlich gemacht. (Bild: PD)

Vier Bienenfresser hatten es sich auf einem Draht in Karin Welz’ Garten gemütlich gemacht. (Bild: PD)

Sie sind selten. Sehr selten. Dennoch hat Leserin Karin Welz die vier Bienenfresser vor ein paar Tagen in ihrem Garten in Trogen entdeckt. «Ich kam gerade vom Training nach Hause und habe sie auf dem Draht gesehen. Irgendwie kam es mir vor, als gehörten sie nicht hierher.» Erkannt hatte sie die Vögel jedoch nicht. Karin Welz schoss ein paar Fotos und schickte sie ihrer Schwester. Jene wusste sogleich, um welche Spezies es sich handelte.

Karin Welz spricht von einer «unglaublichen Eleganz», welche die Tiere aufwiesen. Und sie hätten eine stattliche Grösse. «Die Verwechslungsgefahr mit dem Eisvogel ist gross. Jener ist aber deutlich kleiner.»

Gemäss Auskunft der Vogelwarte Sempach wäre derzeit die Hauptdurchzugszeit der Bienenfresser. Dennoch gelte eine Sichtung als rar. Diejenige, die Karin Welz gelungen ist, sei die erste in den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden in diesem Jahr.

Bienenfresser brüten regelmässig in der Region. Vorzugsweise in Steilhängen an Ufern von Flüssen oder Seen. Das Verbreitungsgebiet der wärmeliebenden Vögel reicht von Südwest- und Vorderasien nach Nordwestafrika bis hin zu Süd- und Südosteuropa. Zu erkennen sind sie an dem türkisfarbenen Bauch- und Brustbereich, Scheitel-, Nacken- und Rückenpartien sind rostbraun, die Flügel ebenfalls, über dem gelblichen Kinn befindet sich ein schwarzer Augenstreif. Sie gelten als Grossinsektenjäger.

Karin Welz erinnert sich gerne an den Besuch der Vögel in ihrem Garten. «Ich schaue seitdem regelmässig nach draussen, ob sie wieder da sind. Aber zurückgekehrt waren sie bislang leider nicht.» (asz)

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