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Umgestaltung des Herisauer Bahnhofs: Bundesgelder könnten früher als erwartet fliessen

Anfang Jahres herrschte im Appenzellerland grosses Unverständnis darüber, dass die Umgestaltung des Bahnhofs Herisau erst nach 2023 mit Bundesgeldern unterstützt werden soll. Heute aber die Wende: Das Projekt erhielt im Agglomerationsprogramm des Bundes 2019-2023 die A-Priorität. Noch gibt es aber weitere Hürden zu überwinden.
Martin Schneider
Grünes Licht für das Bahnhofprojekt in Herisau - es kann mit hoher Priorität vorangetrieben werden. (Bild: PD)

Grünes Licht für das Bahnhofprojekt in Herisau - es kann mit hoher Priorität vorangetrieben werden. (Bild: PD)

Mit der Entwicklung des Bahnhofsareals in Herisau könnte es schneller vorangehen, als es anfangs Jahr noch den Anschein machte. Gestern gab der Bundesrat bekannt, dass das Bahnhofprojekt im Rahmen des Agglomerationsprogrammes 2019 bis 2023 die A-Priorität erhält.

Noch im Januar hatte es schlecht ausgesehen: Damals wurde im Rahmen einer Vernehmlassung des Bundesrates bekannt, dass das Ausserrhoder Projekt nur die B-Priorität und damit kein Geld bis 2023 erhalten soll. Verfahrenstechnische Gründe wurden genannt. Dieser Vorentscheid hatte für Unverständnis und Unwillen im Appenzellerland und bei der koordinierenden Regio Appenzell AR – St. Gallen – Bodensee gesorgt. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Der Regierungsrat von Ausserrhoden und der Herisauer Gemeinderat sehen sich darin bestätigt, dass das Bahnhofprojekt in Herisau den hohen Qualitätsansprüchen genügt. «Diese Wende ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung von Herisau», sagt Gemeindepräsident Renzo Andreani.

Vorbehalte wurden beseitigt

Auch Dölf Biasotto, Vorsteher des Departements Bau und Volkswirtschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden, begrüsst den bundesrätlichen Entscheid. Zwischenzeitlich sei es gelungen, Vorbehalte, welche seitens des Bundesamtes für Raumplanung Anfangs Jahr noch bestanden hätten, zu beseitigen. Dadurch sei auch die höhere Priorisierung zu Stande gekommen.

«Das Bundesamt für Verkehr hat erst im Mai zugesichert, dass es flankierende Projekte wie die Gleisverlegungen der Appenzeller Bahnen, finanziell unterstützen wird.»

Aus Sicht von Dölf Biasotto war diese Finanzierungszusicherung entscheidend, dass die Priorisierung noch einmal überdacht worden sei.

Das Gesamtprojekt sieht vor, den Bahnhof Herisau für 38 Millionen Franken neu zu gestalten. 35 Prozent könnte der Bund übernehmen. Es soll einen neuen Bahnhofplatz und Bushof geben. Ein Dach würde die neue Zone überspannen. Ein Zweites ist über dem Zentralplatz zwischen dem SOB-Bahnhofgebäude und der Post angedacht. Durch die Neugestaltung soll der Bahnhof attraktiver, sicherer in punkto Verkehrsführung und behindertengerecht werden. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde, des Kantons, der Post und mehrerer Verkehrsbetriebe.

Herisauer Bevölkerung kann sich äussern

Als nächstes ist das eidgenössische Parlament am Zug. Dieses soll im Frühling über alle Agglomerationsprogramme entscheiden. «Eine Rückstufung der Projekte ist nicht zu erwarten», gibt sich Dölf Biasotto überzeugt. Anschliessend braucht es zwei Volksabstimmungen.

Voraussichtlich Ende nächsten Jahres können die Ausserrhoder Stimmberechtigten über die kantonale Vorlage zur Neugestaltung des Verkehrsknotens am Bahnhof und die Herisauer Stimmberechtigten in einer Gemeindeabstimmung über den neuen Bahnhofplatz mit Bushof befinden.

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