Bundesgericht stoppt Projekt

Mosnang Im November 2013 genehmigte die Bürgerschaft den Kredit für den Einbau eines Hartbelags auf der Gemeindestrasse zwischen Lenzlingen und Wolgensingen. Da auf diesem Strassenstück ein Wanderweg verläuft, musste gleichzeitig eine neue Wanderwegführung aufgezeigt werden.

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Mosnang Im November 2013 genehmigte die Bürgerschaft den Kredit für den Einbau eines Hartbelags auf der Gemeindestrasse zwischen Lenzlingen und Wolgensingen. Da auf diesem Strassenstück ein Wanderweg verläuft, musste gleichzeitig eine neue Wanderwegführung aufgezeigt werden. Wie der Gemeinderat Mosnang im aktuellen Gemeindemitteilungsblatt erklärt, war das in Absprache mit den betroffenen Grundeigentümern auf bereits bestehenden und klassierten Wegverbindungen möglich. Gegen das Vorhaben wurden weder von Grundeigentümern noch von Natur- und Landschaftsschutzorganisationen Einsprachen erhoben. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens beantragte dann das kantonale Amt für Natur, Jagd und Fischerei, die Wanderwegverlegung und den Einbau eines Hartbelags auf dem Strassenstück nicht zu genehmigen. Diesem Antrag folgte das Tiefbauamt und verweigerte dem Vorhaben die Genehmigung. Gegen diesen Entscheid habe der Gemeinderat Mosnang im Sommer 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen eingelegt. Die Beschwerde wurde abgewiesen. Das Verwaltungsgericht gewichte die Ruhe und Ungestörtheit in Wildeinstandsgebieten höher als den Bedarf der Grundeigentümer von Wolgensingen nach einer zeitgemässen Zufahrt, schreibt der Gemeinderat.

Gemeinderat zeigt sich verärgert

In der Folge zog der Gemeinderat den Entscheid weiter ans Bundesgericht, aber auch dieses stützt die Sicht des Verwaltungsgerichts und wies die Beschwerde mit Entscheid im Juni ab. Der Entscheid sei endgültig und bedeute, dass das Projekt in der vorliegenden Form nicht umgesetzt werden könne. Die Situation sei für den Gemeinderat und für die Grundeigentümer ärgerlich, schreibt die Gemeinde, da weder Privatpersonen noch Organisationen des Natur- und Landschaftsschutzes gegen das Projekt Einsprache erhoben. Die Ablehnung auf kantonaler Ebene war Ergebnis einer Interessenabwägung zwischen der Ruhe und Ungestörtheit eines Wildeinstandsgebietes und dem Bedarf der Grundeigentümer und Einwohner. Der Gemeinderat werde zusammen mit den Grundeigentümern die Situation und das weitere Vorgehen nächstens erneut beraten. (gem)