BUGALU: Ein Schuljahr in 30 Minuten

In Bütschwil haben sich am Donnerstag die Bürgerinnen und Bürger der Oberstufenschulgemeinde versammelt. Sie genehmigten die Jahresrechnung 2016 und den Voranschlag 2017 einstimmig.

Anina Rütsche
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Die Berufswahl – hier Schüler einer zweiten Sekundarklasse bei einer Betriebsbesichtigung – ist an der Oberstufe ein zentrales Thema. (Bild: PD)

Die Berufswahl – hier Schüler einer zweiten Sekundarklasse bei einer Betriebsbesichtigung – ist an der Oberstufe ein zentrales Thema. (Bild: PD)

Anina Rütsche

anina.ruetsche@toggenburgmedien.ch

Die 17. ordentliche Schulbürgerversammlung der Oberstufenschulgemeinde Bütschwil-Ganterschwil-Lütisburg ging am Donnerstagabend äusserst speditiv über die Bühne. Nach knapp einer halben Stunde beendete Präsident Hans Jörg Furrer den offiziellen Teil, und die 42 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sowie die Mitarbeitenden der Schule und Ratsmitglieder nutzten den Apéro im Foyer, um sich auszutauschen.

Begonnen hatte die Zusammenkunft in der Aula des Oberstufenschulhauses in Bütschwil um 20 Uhr mit einem Auftritt der BuGaLu-Band. Neun Jugendliche gaben unter der Leitung von Roman Bislin zwei Chart-Hits zum Besten. Nach dem musikalischen Einstieg trat Hans Jörg Furrer vors Publikum. «Wie Sie dem Amtsbericht entnehmen können, haben wir wieder ein intensives Jahr hinter uns», sagte er, und sogleich verwies er auf einige BuGaLu-Höhepunkte von 2016. Da waren beispielsweise die Wintersporttage im Februar und März, verschiedene Klassenlager sowie ein Sporttag mit Sternwanderung auf die Kreuzegg. Ebenfalls erwähnte Hans Jörg Furrer die Berufswahlwoche, an der die zweiten Klassen im September teilgenommen hatten. Wichtig sei auch die Weihnachtsaktion gewesen, bei der die Schülerinnen und Schüler Geld für die Aktion «Jeder Rappen zählt – für Kinder alleine auf der Flucht» von Radio SRF 3 gesammelt hatten.

Zurückgetretene mit Applaus verdankt

Nicht nur die Aktivitäten aus dem Schulbetrieb fanden Eingang in die Versammlung. Mit einem kräftigen Applaus verdankten die Schulbürgerinnen und Schulbürger jene Behördenmitglieder, die im vergangenen Jahr zurückgetreten sind: Gabriela Buscetto, Vizepräsidentin Schulrat, René Seitz, Präsident Geschäftsprüfungskommission (GPK), Katharina Ackermann, Mitglied GPK und Daniel Schwyter, ebenfalls Mitglied GPK. Auch ging Hans Jörg Furrer in seiner Ansprache auf die Erneuerungswahl für die Amtsperiode 2017 bis 2020 ein, die im vergangenen September stattgefunden hatte. Die Gewählten – Martin Bleiker im Schulrat sowie Franziska Benz, Julia Mock und Willi Thoma in der GPK – haben sich laut Hans Jörg Furrer «schon hervorragend in ihre Ämter eingearbeitet».

Rechnung und Voranschlag einstimmig genehmigt

Weiter ging es mit den angekündigten Traktanden, mit der Vorlage der Jahresrechnung 2016 mit dem Bericht der GPK sowie mit der Vorlage des Voranschlages 2017. Als Stimmenzähler amteten Rosmarie Hotz aus Ganterschwil und Andreas Züblin aus Lütisburg. Das Protokoll führte Ratsschreiber Bernd Aggeler.

Wie Hans Jörg Furrer anschliessend anhand einer kurzen Powerpoint-Präsentation darlegte, schliesst die Jahresrechnung der Oberstufenschulgemeinde Bütschwil-Ganterschwil-Lütisburg mit einem Min­derbedarf von 34745.25 Franken ab. «Der Ertragsüberschuss wurde gemäss den gesetzlichen Bestimmungen anteilmässig den Politischen Gemeinden zugewiesen», so Hans Jörg Furrer. Die Aufwendungen haben letztes Jahr 5,631 Millionen Franken betragen, und die Erträge beliefen sich auf 5,666 Millionen Franken. Die daraufhin eröffnete Diskussion zu diesen Zahlen nutzte niemand. Wenig später war die Jahresrechnung 2016 einstimmig genehmigt.

Auch die Vorlage des Voranschlags 2017 wurde einstimmig gutgeheissen. Das Budget 2017 rechnet bei Gesamtausgaben von rund 5,658 Millionen Franken mit gleich hohen Gesamteinnahmen. Hans Jörg Furrer hob hervor, dass sich der Finanzbedarf gegenüber der Rechnung 2016 voraussichtlich um 70537 Franken erhöhen und neu bei 5,559 Millionen Franken liegen werde: «Das entspricht einem Mehrbedarf von 1,3 Prozent gegenüber letztem Jahr.» Der Voranschlag rechnet mit rund 26000 Franken Mehrkosten gegenüber der letzten Jahresrechnung, das entspricht einer Zunahme um 0,5 Prozent. Laut Ausführungen des Schulratspräsidenten machen Personalkosten mit 3,847 Millionen Franken den grössten Teil des Budgets aus.

200 Schülerinnen und Schüler prognostiziert

Ebenfalls zur Sprache kam der Finanzplan 2016 bis 2021. Er basiert auf einer Teuerungsannahme von einem Prozent in den kommenden Jahren und orientiert sich an den prognostizierten Schülerzahlen. «Wir gehen davon aus, dass sich diese bei 200 stabilisiert», sagte Hans Jörg Furrer. Derzeit besuchen 178 Jugendliche eine Sekundar- oder Realklasse in der Oberstufe BuGaLu, das sind sechs mehr als vor einem Jahr. Im Finanzplan ist ein Aufwand von 30247 Franken pro Schülerin oder Schüler vorgesehen. Hans Jörg Furrer fasste seine Zukunftsprognose folgendermassen zusammen: «Der totale Aufwand erhöht sich voraussichtlich bis 2021 leicht auf 5,868 Millionen Franken.»

Das dritte Traktandum, die allgemeine Umfrage, wurde von den Schulbürgerinnen und Schulbürgern nicht genutzt. Somit schloss Hans Jörg Furrer die Versammlung um 20.30 Uhr.

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