Bütschwils brave Bürger

Die Bürgerversammlung und die anschliessende Kirchbürgerversammlung in Bütschwil sind zügig über die Bühne gegangen. Die Bürgerinnen und Bürger stimmten allen Anträgen einstimmig zu, es kam zu keinen Diskussionen. Die allgemeine Umfrage blieb ungenutzt.

Matthias Giger
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Gemeindepräsident Karl Brändle hat am Donnerstagabend durch eine speditive Bürgerversammlung in Bütschwil geführt. (Bild: Matthias Giger)

Gemeindepräsident Karl Brändle hat am Donnerstagabend durch eine speditive Bürgerversammlung in Bütschwil geführt. (Bild: Matthias Giger)

Bütschwil. Allen an sie gestellten Anträgen haben die Bütschwiler an der Bürgerversammlung ohne Gegenstimme zugestimmt. Sie genehmigten die Jahresrechnung sowie den Voranschlag und bescherten der Gemeinde 2009 um beinahe 1 Million Franken höhere Steuereinnahmen als budgetiert. Den Abwasserverband Gonzenbach hoben sie auf. Dieser war mit dem Umbau der ARA Gonzenbach in eine Pumpstation und nach deren Anschluss an die ARA Allmend in Bazenheid überflüssig geworden.

Nach bestehender Gemeindeordnung wäre es nicht möglich, die Grundsatzabstimmung über eine Gemeindevereinigung an der Urne durchzuführen. Um dies zu ändern, galt es, die Gemeindeordnung zu ergänzen. Auch dieses Geschäft wurde von den Bürgerinnen und Bürgern einstimmig vollzogen. Den neun Ausländerinnen und Ausländern, die ein Gesuch auf Einbürgerung stellten, wurde ohne Gegenstimme das Gemeindebürgerrecht der Politischen Gemeinde Bütschwil zugesprochen.

Über Projekte informiert

Karl Brändle informierte über den Stand einzelner Projekte. Vergangenes Jahr hat der Kanton für das wirtschaftliche Schwerpunktgebiet Lerchenfeld eine Entwicklungs- und Standortanalyse erstellen lassen. Die betroffenen Grundeigentümer haben gemäss Karl Brändle das Entwicklungspotenzial erkannt. Der nächste Schritt werde es sein, ein Vermarktungskonzept auszuarbeiten.

Wenn der Landpreis zu hoch ausfällt, würden wohl keine Investitionen getätigt bei der momentanen Marktsituation. «Die Erwartungen der Landeigentümer sind also letztlich entscheidend», sagte der Gemeindepräsident.

Im Mai wird das Gestaltungskonzept für die Umfahrungsstrasse Bütschwil öffentlich aufgelegt, Ende April ist ein Informationsabend geplant.

Für das Projekt «Wohnen im Alter» sieht der Gemeinderat am ehesten eine Trägerschaft in Form einer Genossenschaft. Die Gemeinde komme nicht als Träger in Frage. Die Rolle des Gemeinderats beschränke sich darauf, die Rahmenbedingungen zu schaffen, etwa Umzonungen in die Wege zu leiten. In den nächsten Monaten soll mit der Auflage des Sondernutzungsplans ein weiterer Schritt eingeleitet werden.

Karl Brändle forderte die Bürger auf, sich einzubringen, was die mögliche Gemeindevereinigung mit Ganterschwil betrifft. Hierzu seien die Berichte der drei Arbeitsgruppen auf der Internetseite der Gemeinde abrufbar und ein elektronischer Briefkasten eingerichtet, über den die Bürger ihre Ideen, Anmerkungen und Kritik einbringen können.

Verwendung des Überschusses

Der Ertragsüberschuss von 1 099 882 Franken soll wie folgt verteilt werden: 599 882 Franken werden dem Eigenkapital zugeführt.

500 000 Franken werden vorausschauend als Reserve zurück gelegt. Mit diesem Topf an Reserven gedenkt der Gemeinderat die flankierenden Massnahmen zu finanzieren, die beim Bau der Umfahrungsstrasse realisiert werden müssen.

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