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BÜTSCHWIL: «Worin sind Sie kompetent?»

Die Lehrpersonen sind laufend daran, sich für den Lehrplan 21 fit zu machen. Jetzt waren auch die Eltern an der Reihe. Eva Graf, pädagogische Mitarbeiterin im Amt für Volksschule, referierte.
Cecilia Hess-Lombriser
Die Eltern folgten der Einladung in die Aula der Oberstufe BuGaLu, um aus erster Hand das Wichtigste zum Lehrplan 21 zu erfahren. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Die Eltern folgten der Einladung in die Aula der Oberstufe BuGaLu, um aus erster Hand das Wichtigste zum Lehrplan 21 zu erfahren. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Die Primarschulen des BuGaLu-Gebietes und die Oberstufe Bütschwil-Ganterschwil-Lütisburg luden die Eltern zum Elternbildungsabend nach Bütschwil ein. Sie kamen in Scharen. Der Lehrplan 21 ist in aller Munde, und jetzt war Gelegenheit zu erfahren, was sich ändern wird. Eva Graf erklärte, was er ist, warum es einen neuen braucht, was neu wird und wie er umgesetzt wird. Lehrpersonen gingen zudem auf spezifische Themen ein.

Der Lehrplan muss einerseits wissen, welche Kompetenzen die Kinder und Jugendlichen am Ende ihrer Schulzeit beherrschen sollten, und andererseits hinkt er den Themen der Wirtschaft und der Gesellschaft hinterher. Bei letzterem ist dies im Medien- und Informatikbereich der Fall, wie etwa Marcel Jent, Lehrer an der Primarschule Lütisburg und Absolvent des Zertifikatslehrgang CAS Medienpädagogik, bestätigte.

«Mit dem Lehrplan wird angeschaut, was ihr Kind braucht, um gut durch das Leben zu kommen», fasste Eva Graf die Ziele zusammen. Der Lehrplan werde laufend angepasst. 21 Kantone haben am Lehrplan gearbeitet. Im Kanton St. Gallen wird er ab Schuljahr 2017/18 eingeführt. Gewisse Fächer werden anders benannt. Natur, Mensch und Gesellschaft heisst etwa das, was bisher Mensch und Umwelt hiess. Alle Kinder werden im Rahmen dieses Fachbereiches neu den Unterricht Ethik, Religionen und Gemeinschaft besuchen. Anspruchsvoll werde der Medien- und Informatikunterricht, prophezeite Eva Graf.

«Im Leben geht es um Kompetenzen»

Kompetenz ist das Zauberwort des neuen Lehrplans. Wissen soll angewendet werden können. «Und worin sind Sie kompetent?», fragte sie die Eltern und lud sie ein, mit den Nachbarn darüber zu reden. «Im Leben geht es um Kompetenzen», untermauerte Eva Graf ihre Aussagen. Der neue Lehrplan wolle diese verstärken. Das Gelernte solle schliesslich dazu dienen, Lösungen für Probleme zu finden. Der Lernweg einer Kompetenz verläuft neu über alle elf Schuljahre hinweg. Jede Stufe baut auf das Vorwissen auf. Die Referentin ging im Weiteren auf die Grundsätze des Unterrichts ein und auf die neuen Lehrmittel. Die meisten bisherigen Lehrmittel sind weiterhin im Gebrauch. Die Kinder lernen neu die Basisschrift. In der Oberstufe nimmt die Wirtschaft einen breiteren Raum ein. Zeugnisse mit Noten wird es weiterhin geben und auch Hausaufgaben; allerdings auf der Primarschulstufe keine über das Wochenende.

Wahlpflichtfach Ethik, Religionen, Gemeinschaft

Kurt Meier, Schulleiter Bütschwil-Ganterschwil, zeigte, wie minim sich die Anzahl Wochenlektionen verändern wird und welche Verschiebungen einzelne Fächer erfahren werden. Maja Vettiger, Hauswirtschaftslehrerin an der Oberstufe BuGaLu, zeigte dasselbe für die Oberstufe. Alle Klassen werden unverändert 32 Lektionen haben. Remo Walder, Primarlehrer Lütisburg, erklärte das neue Wahlpflichtfach Ethik, Religionen und Gemeinschaft, das künftig alle Kinder ab der dritten Klasse besuchen werden; entweder das Angebot von der Schule oder jenes der Kirchen. Die Eltern können wählen. Der Religionsunterricht in der Primarschule ist weiterhin Sache der Kirchen. Marcel Jent machte bewusst, welchen Stellenwert Medien und die Informatik in der heutigen Berufs-, Lern- und Unterhaltungswelt haben. «Die Schule muss in diesen Bereichen etwas machen», betonte er. Und der Lehrplan 21 sieht dies auch verstärkt vor. «Von solo- zu netzbasiert-kooperativem Lernen», drückte es Jent aus. Hugo Suter, Schulleiter Ganterschwil, zeigte auf, wie die Lehrpersonen an Anlässen und Kursen fit für den Lehrplan 21 gemacht worden sind und noch laufend werden. «Wichtig ist die persönliche Auseinandersetzung mit dem neuen Lehrplan», betonte er.

www.lehrplan21.ch

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