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BÜTSCHWIL: Jederzeit einchecken können

Das Bütschwiler Gästehaus Sonne feiert im Herbst sein fünfjähriges Bestehen. Um den Hotelbetrieb rentabel zu gestalten und trotzdem immer geöffnet haben zu können, setzt die Betreiberfamilie auf einen Check-in-Automaten.
Ruben Schönenberger
Brigitte Widmer und ihre Tochter Kim in einem Doppelzimmer des Gasthauses Sonne. (Bild: Ruben Schönenberger)

Brigitte Widmer und ihre Tochter Kim in einem Doppelzimmer des Gasthauses Sonne. (Bild: Ruben Schönenberger)

BÜTSCHWIL. Wer im Gästehaus Sonne in Bütschwil übernachten will, checkt tagsüber ganz normal an der bedienten Réception ein. Aber auch ausserhalb der normalen Öffnungszeiten ist ein Check-in – mit und ohne vorgängige Reservation – jederzeit möglich. Ein Check-in-Automat ermöglicht sowohl das kurzfristige Buchen als auch das Abholen des Schlüssels. Und das an 365 Tagen im Jahr. «Die meisten Gäste haben den Automaten positiv aufgenommen, weil sie dadurch kommen können, wann sie wollen. Auch um Mitternacht», sagt Brigitte Widmer, die zusammen mit ihrer Familie das Gästehaus führt. «Einige hatten zwar Angst vor der Technik, aber der Automat ist sehr einfach zu bedienen. Und im Notfall ist gleich daneben ein Telefon, mit dem man uns jederzeit erreichen kann.» Ohne den Check-in-Automaten wäre der 24-Stunden-Service für die Familie Widmer nicht machbar. Auch wenn die Anschaffungskosten nicht zu vernachlässigen waren, ergibt sich unter dem Strich so ein besseres Resultat. Die Personalkosten wären zu hoch.

Die Gäste, die es in das Gästehaus Sonne zieht, sind meistens aus beruflichen Gründen unterwegs. Für die «Sonne» ist der Bau der Umfahrung Bütschwil daher ein gern gesehenes Vorhaben. «Arbeiter, Monteure, Geschäftsleute und Vertreter gehören zu unserer hauptsächlichen Kundschaft. Die meisten Gäste kommen aus der Schweiz, viele auch aus Deutschland. Aber aus fast allen europäischen Ländern und auch von weiter entfernt durften wir schon Gäste empfangen», beschreibt Kim Widmer die Übernachtungsgäste. Sie ist die Tochter von Brigitte Widmer und führt das Tagesgeschäft mittlerweile weitestgehend alleine.

Wenige Touristen

Touristen kommen eher wenige nach Bütschwil. «Wer Ski fahren oder wandern will, übernachtet meist auch gleich im oberen Toggenburg», erklärt Brigitte Widmer. Von Zeit zu Zeit übernachteten aber zum Beispiel Velofahrer in Bütschwil, bevor sie am nächsten Tag ihre Tour fortsetzten. Der geringe Anteil an Touristen hat für die Familie Widmer den Vorteil, dass die Tourismuskrise nicht direkt spürbar ist. Eher betroffen ist das Gästehaus vom starken Franken, der für ein Ausbleiben vor allem deutscher Gäste gesorgt hat.

Um genügend Hotelübernachtungen verzeichnen zu können, ist die «Sonne» auch auf einer Buchungsplattform im Internet vertreten. «Wir müssen zwar zwölf Prozent Kommission bezahlen, aber dafür erfahren Leute von uns, die uns sonst nie kennengelernt hätten», ist Brigitte Widmer überzeugt. Kim Widmer bestätigt das: «Die Buchungsplattform bringt uns viele Gäste, das lohnt sich.»

Integrierte Bäckerei

Für das Frühstück der Gäste ist die Bäckerei Fischbacher besorgt, die im gleichen Haus angesiedelt ist. Schon zur Eröffnung des Gästehauses im Herbst 2011 zog eine Bäckerei in das Ladenlokal ein. Mittlerweile hat zwar der Betreiber der Bäckerei gewechselt, Brigitte Widmer bezeichnet die Kombination aber weiterhin als sehr sinnvoll. «Bei einem anderen Laden hätten wir kaum profitieren können. Und auch umgekehrt nicht. So haben beide etwas davon.»

Anlässe für Firmen und Vereine

Neben der Übernachtung in einem der 14 Zimmer bietet das Gästehaus auch Ausflüge oder Seminare an. «Wir arbeiten dafür mit externen Partnern zusammen», sagt Brigitte Widmer. «Wir organisieren Anlässe mit Quadtouren, Husky-Trekking, Canyoning und vielem anderem.» Dabei brauchen sich die Teilnehmer um nichts zu kümmern. Auch für das Mittag- oder Abendessen der Hotelgäste sorgen die Betreiber auf Wunsch, allerdings an einem anderen Ort. Als die Familie Widmer die «Sonne» kaufte und die Umbaupläne erarbeitete, entschied sie sich, auf ein Restaurant zu verzichten.

Fünfjähriges Jubiläum

Der Umbau dauerte zwei Jahre und endete mit der Neueröffnung im Herbst 2011. In diesem Jahr feiert das Hotel also sein fünfjähriges Bestehen. Grosse Feierlichkeiten seien indes nicht geplant. Die Geschichte des Hauses selbst reicht bedeutend weiter zurück. Wie lange in der «Sonne» schon Gäste bewirtet oder betreut werden, können Brigitte und Kim Widmer aber nicht genau sagen. Sie fokussieren ohnehin lieber auf die Zukunft als auf die Vergangenheit. Schon im Mai dieses Jahres wollen sie die im Haus integrierte Wohnung auch für Gäste verfügbar machen. Bisher wurde diese privat genutzt, jetzt soll sie für den Aufenthalt von Familien für drei Nächte oder mehr dienen. Oder dann für Arbeiter, die für längere Zeit in Bütschwil stationiert sein wollen.

Der 24-h-Check-in-Automat. (Bild: pd)

Der 24-h-Check-in-Automat. (Bild: pd)

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