BÜTSCHWIL: Hallenbad will auf Facebook präsent sein

Eine Potenzialanalyse des Hallenbads Bütschwil soll dabei helfen, dass die Besucherzahlen wieder nach oben gehen. Ausserdem ist man sich bewusst, dass man mehr auf Internet und soziale Netzwerke setzen muss.

Martina Signer
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Die Besucherzahlen des Hallenbads Bütschwil gingen 1996 dank der Rutschbahn steil nach oben. Dieser Trend ist mittlerweile abgeflacht, die Besucherzahlen sinken. Eine Potenzialanalyse soll dabei helfen, das Hallenbad wieder attraktiver zu machen. (Bilder: Martina Signer)

Die Besucherzahlen des Hallenbads Bütschwil gingen 1996 dank der Rutschbahn steil nach oben. Dieser Trend ist mittlerweile abgeflacht, die Besucherzahlen sinken. Eine Potenzialanalyse soll dabei helfen, das Hallenbad wieder attraktiver zu machen. (Bilder: Martina Signer)

Der Verwaltungsrat des Zweckverbandes Hallenbad Bütschwil hat sich laut Präsident Karl Brändle intensiv mit der Zukunft des Hallenbades auseinander­gesetzt. Er informierte die Delegierten, darunter viele, die neu gewählt worden sind, an der Versammlung vom Dienstag im «Rössli» Dietfurt ausführlich über das Vorgehen. «Bevor wir weitere Investitionen tätigen wollten, haben wir beschlossen, eine externe Firma damit zu beauftragen, den Ist-Zustand des Bades zu klären.» Die Firma BPM Sports Management GmbH aus Bern hat eine Potenzialanalyse ausgearbeitet. «Wir wollen uns frühzeitig auf die nächsten zehn bis zwanzig Jahre ausrichten», sagte Karl Brändle.

Im Vergleich mit anderen Hallenbädern in der Ostschweiz stehe das Bad in Bütschwil gar nicht so schlecht da. «Wir haben immer wieder neu investiert. Sei es in die Technik oder auch in den Eingangsbereich.» Diese Kosten könnten aber bei Weitem nicht mit den Eintrittsgeldern gedeckt werden, die öffentliche Hand müsse deshalb ohne Zweifel einen grossen Beitrag zum Erhalt leisten.

Bergholz führt zu sinkenden Besucherzahlen

Die Ausgangslage, welche zur Beauftragung der Analyse geführt hat, schilderte Karl Brändle wie folgt: Die Eintrittszahlen seien in den vergangenen Jahren um rund 20 Prozent zurückgegangen. Ein Grund dafür sei sicher auch die Eröffnung des Hallenbads im Sportpark Bergholz in Wil. «Deshalb wollten wir wissen, wo wir optimieren können, damit die ­Besucherzahlen wieder steigen, aber auch, was den baulich-technischen Zustand und die Vermarktung angeht.»

Karl Brändle konnte den Delegierten am Dienstag schon ­erste Haupterkenntnisse aus der Potenzialanalyse nennen. Es sei wichtig, eine langfristige Strategie auszuarbeiten. Zudem wolle man Synergien mit der bestehenden Sportanlage Breite nutzen und es sei an der Zeit, das Hallenbad in sozialen Netzwerken wie Facebook zu präsentieren. Auch die Homepage müsse überarbeitet werden und der Schwimmschulunterricht könnte professioneller durchgeführt werden. Aus dem Kursangebot könnte ausserdem wahrscheinlich ein Mehrwert generiert werden.

Den Aussenbereich attraktiver gestalten

In puncto Infrastruktur gelte es zu prüfen, wo man Aufwertungen vornehmen könnte. Gerade der Aussenbereich biete diesbezüglich Potenzial. «Es wird nicht auf einen Wellness-Bereich auf dem Dach hinauslaufen», so Karl Brändle, «aber wir müssen den Fächer aufmachen und möglichst viele Ideen sammeln.»

Einige Sofortmassnahmen können bereits umgesetzt werden. So sollen Kameras installiert werden, um die Aufsicht des Bade­betriebs für Bademeister Markus Ragaz zu erleichtern. Ausserdem solle dieser von zusätzlichen Aufgaben wie dem Verkaufen von Eintrittskarten befreit werden. Eine Beurteilung über den baulich-technischen Zustand des Hallenbads wird von der Firma Harald Kannenwischer & Team, einer erfahrenen Bäderplanungsfirma aus St. Gallen, erstellt. Daraus könne zudem eine Investitionsplanung verfasst werden. Erfreulich sei, dass diese Beurteilung von Thomas Gisler durchgeführt werde. Er ist in Libingen aufgewachsen und kennt das Hallenbad seit seiner Kindheit. Einmal mehr ermutigte er die Delegierten zum Schluss seiner Ausführungen dazu, so oft wie möglich Werbung für das Hallenbad zu machen.

Für das laufende Jahr keine Investitionen vorgesehen

Die Betriebsrechnung 2016 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von rund 7300 Franken ab. Das Café, welches als Spezialfinanzierung in der Hallenbad-Rechnung geführt wird, weist eine Rechnung mit einem Gewinn von knapp 2900 Franken aus. Der Voranschlag für das Hallenbad sieht ein ausgeglichenes Budget vor, während beim Café ein Verlust von 6200 Franken budgetiert ist. Für das Jahr 2017 sind laut Karl Brändle keine Investitionen vorgesehen. Man wolle zuerst die Ergebnisse der Beurteilung abwarten, bevor man neue Investitionen tätige.