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Bütschwil gegen Ganterschwil

Noch bevor Bütschwil und Ganterschwil als vereinigte Gemeinde in die Zukunft schreiten, hängt der Haussegen schief. Die Gründe sind am Informationsanlass des Gewerbevereins Bütschwil zur Sprache gekommen.
Matthias Giger

BÜTSCHWIL. Die Ganterschwilerin Le Bich-Näf (FDP), der Ganterschwiler Enzo Fuschini (SP) und der Bütschwiler Daniel Brunner (parteilos) haben sich am Mittwochabend im Soorpark vorgestellt. Sie alle haben dasselbe Ziel, nämlich Schulratspräsidentin beziehungsweise Schulratspräsident der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil zu werden. Zur Vorstellungsrunde eingeladen hat der Gewerbeverein Bütschwil. Der Einladung des Gewerbevereinspräsidenten Alexander Widmer sind vor allem Lehrerinnen und Lehrer, Vertreter der Ortsparteien sowie Mandatsträger gefolgt.

Parteilosigkeit ein Nachteil?

Die Fragerunde eröffnete Peter Bärlocher, Präsident der FDP Bütschwil. Er wollte von Daniel Brunner wissen, weshalb er bei der Anfrage der CVP Bütschwil eine Kandidatur noch abgelehnt hatte und sich später doch noch vom Gewerbeverein nominieren liess. Daniel Brunner verwies auf die Bedingung, welche die CVP an die Nomination knüpfte. «Welche Bedingung?», wollte Peter Bärlocher wissen. Daniel Brunner sagte, dass er der CVP hätte beitreten müssen. Er unterstrich, dass er sich seine Unabhängigkeit bewahren wolle. Die Ortsparteipräsidenten Peter Bärlocher (FDP Bütschwil) und Jonathan Lieberherr (FDP Ganterschwil) warfen ihm die Parteilosigkeit vor. Der ehemalige Bütschwiler Gemeinderat Magnus Gmür (CVP) hielt dagegen, dass für so ein Amt eine Parteimitgliedschaft nicht wichtig sei.

Ein Ganterschwiler stellte allen drei Kandidaten die Frage, wie sie die Interessen Ganterschwils in den Schulrat tragen würden. Enzo Fuschini sagte, dass dies relativ einfach sei, wenn man wie er seit 30 Jahren mitten in Ganterschwil wohnt. Mit den Interessen der Bütschwiler und Dietfurter sei dies für ihn ein wenig schwieriger. Man müsse offen sein und auf die Leute zu gehen. Le Bich Näf hielt fest, dass man sie in Ganterschwil kenne, in Bütschwil aber kaum. «Mir ist es wichtig, dass es eine nahtlose Vereinigung gibt. Ich finde, diese Frage treibt einen Keil zwischen Bütschwil und Ganterschwil, auch wenn ich die Befürchtungen der Ganterschwiler verstehen kann. Für den Start der neuen Gemeinde wäre daher eine ausgeglichenere Vertretung besser.» Daniel Brunner betonte, es sei entscheidend, dass jedes der drei Dörfer in der Gemeinde sagen kann, wie es sich weiter entwickeln möchte. Das sei bei der Schule nicht anders. «Diese Vorstellungen gilt es aufzunehmen, zu konkretisieren und im Schulrat zu schauen, was sich davon in die Tat umsetzen lässt», antwortete er.

Streitpunkt Ortsvertretung

Der Präsident der SP Ganterschwil Bruno Facci entfachte eine Debatte um die Ortsvertretung. Er frage sich, ob die Ganterschwiler der Gemeindevereinigung zugestimmt hätten, wenn sie erahnt hätten, dass Bütschwil sich in beiden Räten derart vordränge. Der Bütschwiler Schulratskandidat Alex Hollenstein gab zu bedenken, dass Bütschwil im Primarschulrat der vereinigten Gemeinde mit zwei von sechs Sitzen deutlich untervertreten ist, obwohl zwei Drittel der Schüler und Lehrer auf Dietfurt und Bütschwil entfallen. «Die Bütschwiler wehren sich auch nicht dagegen», hielt er fest. Bruno Facci konterte: «Daniel Brunner kandidiert für das Schulratspräsidium, weil er etwas durchsetzen will. Und wer in einem Rat mehr Gewicht hat, kann seine Interessen schneller durchbringen. Deshalb möchte ich alle Bütschwiler bitten, dass sie ihre Stimme Le Bich Näf oder Enzo Fuschini aus Ganterschwil geben.»

Markus Thalmann, Vorstandsmitglied des Gewerbevereins Bütschwil, gab zu bedenken, dass das Schulwesen nicht einfach sei. Wie er aus den 15 Jahren als Schulrat der Oberstufe wisse, dauert es rund zwei Jahre bis man sich in ein Amt wie das Schulratspräsidium eingearbeitet habe. Er attestiere allen Kandidaten, dass sie fähig sind. Doch sei aus seiner Sicht Daniel Brunner, der bereits einmal Schulratspräsident in Bütschwil war und in Grenchen die Schulverwaltung geleitet hat, für die Herausforderung zwei Primarschulgemeinden zu vereinen seiner Meinung nach der geeignetste Kandidat. Er fügte an: «Der heutige Abend hat mir gezeigt, dass es für diese Aufgabe jemanden braucht, der wie er etwas regionaler denken kann.»

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