Bütschwil erhält 30 Wohnungen

Das Projekt von 30 altersgerechten Mietwohnungen gegenüber des Seniorenzentrums Solino in Bütschwil kann nach mehreren Hürden realisiert werden. Am Montagmorgen haben sich die am Projekt Beteiligten zum Spatenstich getroffen. Die Wohnungen sind ab Frühjahr 2014 verfügbar.

Matthias Giger
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BÜTSCHWIL. In Bütschwil wird gebaut. Im Kreuzrain entstehen gegenüber des Seniorenzentrums drei Wohnhäuser mit insgesamt 30 altersgerechten Wohnungen. Nachdem der Bütschwiler Architekt Hans Helfenstein 2007 die Idee zum Bau von Alterswohnungen hatte, die Gemeinde 2008 mittels Umfrage feststellte, dass der Bedarf für altersgerechte Wohnungen in der Bevölkerung gross ist, konnten die Beteiligten am Montagmorgen den Spatenstich vornehmen. Zuvor mussten aber viele Hürden gemeistert werden, darunter raumplanerische Änderungen und der Landerwerb.

Grosszügig und komfortabel

«Die Wohnungen sind zwar altersgerecht, das heisst aber nicht, dass nicht auch jüngere Mieter eine der Wohnungen mieten können», betonte Albert Rist, Verwaltungsratspräsident der Pensionskasse St. Galler Gemeinden (PKSG), jener Genossenschaft, welche die Trägerschaft für das Projekt übernommen hat. Die Direktanlage der Versichertengelder in Immobilien ist ein wichtiges Standbein des Anlagegeschäfts der PKSG mit Sitz in Flawil. Das Projekt Kreuzrain-Park in Bütschwil entspreche den Kriterien der PKSG nach einer nachhaltigen Anlagestrategie, so Verwaltungsratspräsident Albert Rist.

Die Überbauung Kreuzrain-Park besteht aus drei Häusern mit insgesamt 30 Wohnungen – acht komfortable 31/2-Zimmer-Wohnungen, 15 kleinere 31/2-Zimmer-Wohnungen und sieben 21/2-Zimmer-Wohnungen. Sämtliche Wohnungen würden über einen grosszügigen Grundriss verfügen, seien hell und rollstuhlgängig, so Architekt Hans Helfenstein. «Uns war es wichtig, dass auch die Leute mit einem kleineren Budget eine Wohnung finden. So sind die 21/2-Zimmer-Wohnungen immer noch gross genug, dass zwei Leute bequem Platz finden», sagte er. Weiter würden gross angelegte Balkone zu einem hohen Wohnkomfort beitragen. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon, auf dem es sich bequem zu viert Jassen lässt und das in der Sonne. Die drei Wohnhäuser werden nach Minergie-Standard gebaut. Die Gebäude sind durch einen rollstuhlgängigen Personenaufzug über alle Geschosse erschlossen. Die Mietkosten entsprechen den ortsüblichen Konditionen. Zwischen Haus B und Haus A kommt die Einfahrt zur Tiefgarage zu liegen, die einen direkten Anschluss an die Mosnangerstrasse hat.

Synergien mit Seniorenzentrum

Im Haus A beabsichtige das Seniorenzentrum Solino das Erdgeschoss zu mieten, um das Angebot für betreutes Wohnen auszubauen, so Markus Brändle, Leiter des Seniorenzentrums. «Zielgruppe sind tief pflege- und betreuungsbedürftige Menschen, die relativ eigenständig sind, aber dennoch das Bedürfnis haben, von uns Pflegedienstleistungen zu beziehen», sagte Markus Brändle. Weitere Dienstleistungen, die das Seniorenzentrum anbietet, sind ein 24-Stunden-Notruf, Dienstleistungen im Bereich Verpflegung und Mahlzeitendienst, sowie hauswirtschaftliche Dienstleistungen wie Wäsche oder Reinigung. Die Servicedienstleistungen sind entgeltlich und würden teilweise in einem Basis-Abonnement zusammengefasst. Andere Dienstleistungen könne man individuell beziehen. «Dieses individuell abrufbare Dienstleistungsangebot des Seniorenzentrums stellt sicher, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse älter werdender Menschen optimal und individuell abgestimmt und erfüllt werden können», sagte Markus Brändle.

Für jedes Haus einen Baum

Die Synergie und Nähe der parkähnlichen Wohnsiedlung kommt auch durch ein bauliches Element zum Ausdruck. Die private Überbauung der PKSG wird mit einem unterirdischen Gang mit dem Solino verbunden. Auch der Natur wird Rechnung getragen. Die Flachdächer der Wohnhäuser werden begrünt. Zudem werden vor Haus A ein Ahorn, vor Haus B eine Birke und vor Haus C eine Zeder gepflanzt.

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