«BütschVille» – wie im richtigen Leben

Vom 21. bis 25. November probt die Oberstufe BuGaLu das reale Leben in einer Stadt. Ziel der Projektwoche ist Wirtschaft und Politik kennenzulernen. Die Öffentlichkeit ist dazu eingeladen.

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BÜTSCHWIL. Nach einem harten Wahlkampf haben die Schülerinnen und Schüler bereits ihren fünfköpfigen Stadtrat mit Stadtpräsident Simon Gübeli gewählt. Im Stadtrat wirken Stephanie Bamert, Simon Gübeli, Adrian Thalmann, Noelle Bärlocher und Bettina Thalmann mit.

Selbstverantwortung üben

Jetzt geht es für jeden Stadtbürger darum, ein Unternehmen zu gründen, eine Anstellung bei einem staatlichen Departement wie Bank, Polizei, Zoll, Medien, Dienstleistungen oder dem Sozialamt zu finden oder von einem selbständigen Unternehmer angestellt zu werden. Denn das Stadtleben in «BüschVille» ist nicht billig. Nur wer genügend Bugalinos (Stadtwährung) verdient, kann das vielfältige Angebot in der Stadt geniessen und gut bis zum Ende der Woche über die Runden kommen. Dies stellt auch das übergeordnete Ziel der Sonderwoche dar. Die Schülerinnen und Schüler sollen wirtschaftliche und politische Abläufe in der Praxis erleben und durch selbstverantwortliches Handeln den Umgang mit Geld erproben. Was heisst es, Steuern, Miete, Löhne, Zölle zu bezahlen, ein Unternehmen zu führen oder bei einem solchen angestellt zu sein? Was bleibt am Schluss vom Lohn noch übrig und wie viel muss gespart werden, damit es noch fürs nächste Mittagessen reicht?

Den Rechten und Pflichten der Bürger entkommt nämlich kein Stadtbewohner «BütschVille». Das Zollamt kontrolliert die Mindestpräsenzzeit eines jeden, das Arbeitsamt regelt Arbeitszeiten und Löhne. Nur wer innovative Geschäftsideen umsetzen kann, wird dem Konkurrenzkampf standhalten und erfolgreich wirtschaften. Geschäfte wie eine Holzschnitzerei, Gärtnerei oder Handy-täschlifabrik könnten guten Umsatz erzielen, ein Nagelstudio oder ein Weihnachtskartenatelier viele Kunden anlocken. Verbringen die Bürger ihre Freizeit lieber im Internetcafé oder im Casino? Und wo zieht es die Besucher von «BütschVille» hin? Die Öffentlichkeit wird willkommen geheissen, am Stadtleben teilzunehmen und in «BütschVille» zu flanieren, einzukaufen, zu essen und zu verweilen.

Erlös wird gespendet

Und so funktioniert es: Zu einem Wechselkurs von 1:1 können Schweizer Franken beim Eintreten in die Stadt in Bugalinos gewechselt werden. Ein Rücktausch ist nicht möglich. Der Tourismusverein und die Stadt freuen sich auf zahlreichen Besuch. Der allfällig erwirtschaftete Gewinn aus der Sonderwoche wird einer Hilfsorganisation (nach Wahl der Bürger von «BütschVille») gespendet.

Bevor es losgeht, besuchen alle Schülerinnen und Schüler ein Einführungs-, Unternehmer- oder Staatsseminar. Dort werden sie mit den Spielregeln vertraut gemacht und auf das Stadtleben vorbereitet. Für jeden gelten die gleichen Bedingungen: Mit dem Startkapital von 20 Bugalinos beginnt das Abenteuer. Wer viel Initiative, Köpfchen und Geschick zeigt und sein Vermögen vergrössern kann, erhält die Gelegenheit, am Ende der Woche seinen Gewinn an einer Versteigerung einzusetzen.

Der Stadtrat mit allen Schülerinnen und Schülern und die Lehrpersonen freuen sich auf ein florierendes Stadtleben und heissen alle Interessierten willkommen. (pd)

Öffnungszeiten «BütschVille» Oberstufe BuGaLu in Bütschwil Dienstag, 9 bis 16.30 Uhr Mittwoch, 14 bis 18 Uhr Donnerstag, 10 bis 20 Uhr