Bürobau mit «inneren Werten»

Das neue Bürogebäude des Holzbauunternehmens Nägeli AG in Gais hat am Samstag die Auszeichnung «Herkunftszeichen Schweizer Holz» von Lignum erhalten. 93 Prozent des verbauten Holzes stammt aus der Schweiz.

Mea Mc Ghee
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618 Kubikmeter Holz wurde für das neue Bürogebäude des Gaiser Holzbauunternehmens Nägeli AG verbaut. (Bilder: mc)

618 Kubikmeter Holz wurde für das neue Bürogebäude des Gaiser Holzbauunternehmens Nägeli AG verbaut. (Bilder: mc)

GAIS. Anfang April haben Hannes und Katrin Nägeli mit ihren Mitarbeitenden das neue Bürogebäude in der Zwislen bezogen. Für den Holzbau wurden 618 Kubikmeter Holz verbaut. Über 93 Prozent davon stammt nachweislich aus Schweizer Wald und ist in der Schweiz verarbeitet worden. Das Gaiser Holzbauunternehmen Nägeli AG setzt auf Schweizer Holz und ist seit 2014 Nutzerin des «Herkunftszeichens Schweizer Holz» von Lignum, der Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft. Diese zeichnete das moderne Bürogebäude nun aus, da über 80 Prozent einheimisches Holz verbaut worden ist. «Wir sind stolz auf unseren Neubau, und wir haben grosse Freude daran», sagte Hannes Nägeli, als er am Samstag aus den Händen von Evelyn Pöhler, Geschäftsführerin des «Herkunftszeichens Schweizer Holz», die Auszeichnung entgegen nahm. Diese werde die Mitarbeitenden stets an die «inneren Werte» des Gebäudes erinnern, sagte Pöhler.

Viel CO2 gespeichert

Im verwendeten Holz sei so viel CO2 gespeichert, wie sämtliche 80 Mitarbeitenden der Nägeli AG in eineinhalb Jahren ausstossen, zog sie einen Vergleich. «Die Menge des verbauten Holzes wächst in den Schweizer Wäldern innert 30 Minuten nach», informierte sie weiter. Schweizer Holz habe einen schweren Stand auf dem Markt, es sei aber wichtig, den Wald zu nutzen, damit dieser nicht überaltere und so weiterhin Schutz gegen Hochwasser, Murgänge, Lawinen oder Steinschlag biete, so Pöhler. An der Zeremonie war Manfred Hutter zugegen. Der Gaiser Gemeindeförster hat mit seinem Team einen grossen Teil des Holzes geliefert.

Leimfrei und gedübelt

Eine Spezialität des Holzbauunternehmens sei das leimfrei gedübelte Brettstapelsystem «Appenzellerholz», sagte Clemens Koller, Bauleiter der Nägeli AG. Man arbeite mit dem Sägewerk Brühwiler aus dem thurgauischen Wiezikon sowie mit der Necker Holz AG aus Brunnadern zusammen, so Koller. Beides sind ebenfalls zertifizierte Betriebe. «Damit kann der Materialfluss vom Wald bis zum Holzbauunternehmen kontrolliert und dokumentiert werden.» Der Schweizer Rohstoff und die Zulieferer garantieren hohe Qualität, so Koller. Nebst den Holzbauarbeiten am Neubau hat die Nägeli AG die Architektur und das Engeneering durchgeführt.

Rundgang durch den Betrieb

Aus Anlass der Zertifizierung lud die Nägeli AG zu einem Tag der offenen Türe. Nebst den neuen Büroräumen konnten die Hunderten Besucher die Produktionshallen besichtigen. Viele bastelten aus vorgefertigten Teilen eine Holzkuh oder nahmen das Mittagessen im Kreise der «Hölzigen» ein. Die Kleinen bauten in der Kinderecke Holztürme.

Evelyn Pöhler übergibt Hannes Nägeli die Auszeichnung «Herkunftszeichen Schweizer Holz».

Evelyn Pöhler übergibt Hannes Nägeli die Auszeichnung «Herkunftszeichen Schweizer Holz».