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BÜRGERVERSAMMLUNG: Schulgemeinde Wattwil-Krinau: Personalkosten fallen positiv ins Gewicht

Die Schulgemeinde Wattwil-Krinau schloss die Rechnung des vergangenen Jahres um rund 490'000 Franken tiefer ab als budgetiert. Für das laufende Jahr rechnet sie mit einem Finanzbedarf von über 17,2 Millionen Franken.
Sabine Schmid
Das Mallet-Ensemble Xylorimba der Musikschule Toggenburg unter der Leitung von Martin Flüge umrahmte die Bürgerversammlung der Schulgemeinde Wattwil-Krinau. (Bild: Sabine Schmid)

Das Mallet-Ensemble Xylorimba der Musikschule Toggenburg unter der Leitung von Martin Flüge umrahmte die Bürgerversammlung der Schulgemeinde Wattwil-Krinau. (Bild: Sabine Schmid)

Die grossen Projekte stehen der Schulgemeinde Wattwil-Krinau noch bevor. Wie auch die politische Gemeinde, kann sie die Realisierung der Sanierung der Schulanlage Risi erst in die Hand nehmen, wenn die Reorganisation im Turnbereich abgeschlossen ist. Und für diese braucht es die Aussensportanlage, respektive die Gesamtsportanlage Rietwis. Diese kann aber  erst gebaut werden, wenn das St. Galler Stimmvolk grünes Licht zum Campus Wattwil mit der Kantonsschule und dem Berufs- und Weiterbildungszentrum gegeben hat. Trotzdem beginnt die Schulgemeinde Wattwil-Krinau mit diversen Vorabklärungen zur Sanierung der Schulanlage Risi, denn diese muss so oder so erfolgen. Einen dafür bestimmten Kredit von 210'000 Franken haben die Bürger im Rahmen der Investitionsrechnung genehmigt.

Finanzbedarf nicht ausgeschöpft

Norbert Stieger, Schulratspräsident. (Bild: Sabine Schmid)

Norbert Stieger, Schulratspräsident. (Bild: Sabine Schmid)

Bevor er den Voranschlag für das laufende Jahr präsentierte, führte Schulratspräsident Norbert Stieger an der Bürgerversammlung in der katholischen Kirche die Jahresrechnung 2017 aus. Diese schliesst um über 490'000 Franken besser ab als budgetiert. Möglich wurde dies durch tiefere Personalkosten. Vor allem bei der Oberstufe musste weniger Geld ausgegeben werden, denn eine budgetierte Realklasse wurde nicht eröffnet. Mehrkosten gab es beim Schülertransport und bei den Schulgeldzahlungen für Sonderschulen. Der Eingang von nicht budgetierbaren Unfall- und Krankentaggeldern und die Verrechnung von Schulgeldern an andere Schulträger führten zu einem Mehrertrag von über 320'000 Franken. Bei der Anschaffung von neuen Computern blieb die Schulgemeinde um rund 100'000 Franken unter dem Kredit. Die Bürger hatten zur Rechnung weder Fragen noch gab sie Anlass zu Diskussionen. Sie genehmigten diese folglich einstimmig.

Mehr Geld für Sonderbeschulungen

Im Budget, das ebenfalls einstimmig angenommen wurde, beantragt die Schulgemeinde Wattwil-Krinau einen Finanzbedarf von 17,2 Millionen Franken. Davon fallen 13,3 Millionen Franken auf den Posten Personal. Darin berücksichtigt ist die Integration der Logopädie in die Schulgemeinde. Dies hat gemäss Norbert Stieger zur Folge, dass der Schulgeldaufwand für das Sprachheilambulatorium entsprechend tiefer ausfällt. Für die Sonderbeschulungen sind 1,26 Millionen Franken vorgesehen, ein Plus von 140'000 im Vergleich zur Rechnung. 135'000 Franken sind für den ordentlichen Unterhalt der Schulgebäude budgetiert. In der Investitionsrechnung sind 150'000 Franken für die Ersatzbeschaffung eines Schulbusses vorgesehen.

Förderkonzept muss überarbeitet werden

Wie Schulratspräsident Norbert Stieger ausführte, sind seit Beginn des aktuellen Schuljahres gut 40 Kinder im Schulalter neu nach Wattwil gezogen. Deren Integration sei in vielen Fällen nicht einfach oder sogar schwierig gewesen. Mehrere Kinder mussten, wie bereits vor ihrem Zuzug nach Wattwil, einer Sonderschule zugewiesen werden. Andere seien an ihrem Herkunftsort aufgrund der vorhandenen Auffälligkeiten gar nicht beschult worden. Einzelne Kinder im Bereich des Schuleinstieges könnten derzeit nur dank zusätzlichen Klassenhilfen und einer Eins-zu-eins-Betreuung in den Regelklassen unterrichtet und gefördert werden.

Auch der Anteil der Kinder mit sprachlichen Problemen hat zugenommen. Gleichzeitig wird sich die Platzzahl an den Sonderschulen im Toggenburg verkleinern. Dazu kommt, dass überdurchschnittlich viele Jugendliche des Kantons St. Gallen, die in eine Pflegefamilie platziert werden müssen, eine Familie im Gebiet der Schulgemeinde Wattwil-Krinau gefunden haben. «Die Situationen der vergangenen Monate haben die Aufwendungen für die Arbeit der Schulpsychologie ebenso ansteigen lassen, wie davon auszugehen ist, dass sich die bereits hohe Sonderschulbedürftigkeit weiter erhöhen wird», sagte Norbert Stieger.

Die kantonale Schulaufsicht attestiert der Schulgemeinde eine besondere Stärke im Bereich der Schülerförderung. Den Herausforderungen, die die neuen Entwicklungen mit sich bringen, möchte die Schulgemeinde mit neuen Instrumenten begegnen. Wie Norbert Stieger ausführte, soll das Förderkonzept der Schulgemeinde Wattwil-Krinau dazu die Grundlage schaffen. Die Integration der Logopädie in die Schule ist ein erster Schritt dazu. Auch durch die Zusammenarbeit mit dem neuen Familienzentrum soll im Vorschulbereich die Integration fremdsprachiger Kinder bereits früh erfolgen. (sas)

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