BÜRGERVERSAMMLUNG: Rekordbeteiligung an Bürgerversammlung

Die Neckertaler Stimmbürger verabschieden das Budget 2017 einstimmig. Zudem werden ein Kredit für den Umbau des Bahnhofplatzes in Brunnadern sowie Beiträge der Gemeinde an den Baumwipfelpfad Neckertal gesprochen.

Urs M. Hemm
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Rund zwei Drittel der Stimmberechtigten sprachen sich für einen Gemeindebeitrag an den Baumwipfelpfad Neckertal aus. (Bild: Urs M. Hemm)

Rund zwei Drittel der Stimmberechtigten sprachen sich für einen Gemeindebeitrag an den Baumwipfelpfad Neckertal aus. (Bild: Urs M. Hemm)

Urs M. Hemm

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@toggenburgmedien.ch

Einen Bevölkerungsaufmarsch wie nie zuvor konnte Gemeindepräsidentin Vreni Wild an der Budget-Bürgerversammlung der Gemeinde Neckertal vom Donnerstag verzeichnen. 246 Bürgerinnen und Bürger fanden sich in der Turnhalle Mogelsberg ein, um über die anstehenden Geschäfte abzustimmen. Neben dem Budget 2017 standen einerseits ein Antrag für einen Kredit in der Höhe von 860000 Franken für den Neubau eines Bushofs am Bahnhof Brunnadern auf den Traktanden. Andererseits beantragte der Gemeinderat ­einen Beitrag in der Höhe von 150 000 Franken an die Reali­sierung des Baumwipfelpfades ­Neckertal sowie 100000 Franken in Form von Arbeitsleistung, etwa des Zivilschutzes, ebenfalls zu Gunsten des Projekts Baumwipfelpfad Neckertal. Währendem der Kredit für den Umbau Bahnhof Brunnadern einstimmig von den Stimmbürgern genehmigt wurde, führten die beantragten Beiträge der Gemeinde an den Baumwipfelpfad zu längeren Diskussionen. Dennoch wurden beide Anträge mit 141 zu 81, respektive 147 zu 71 Stimmen klar von der Bürgerschaft genehmigt.

Finanziell für Notfälle gerüstet

Wie bereits an der Vorversammlung diskutiert, stellte ein Bürger das Engagement der Gemeinde an einem privat initiierten Projekt ganz generell in Frage. Zudem fragte er, wer – wenn nicht der Steuerzahler – im Falle eines Misserfolgs des Projekts und des daraus resultierenden Rückbaus des Holzpfades geradestehen müsse. Lucrezia Meier-Schatz von der Genossenschaft Baumwipfelpfad Neckertal versicherte ihm, dass die Finanzen der Genossenschaft derart aufgestellt seien, dass auch für diesen, eher unwahrscheinlichen Fall, vorgesorgt sei. Ebenfalls zu Sprache kam das Thema Verkehr. «Es wird keinen Suchverkehr nach Parkplätzen geben, da in Zusammenarbeit mit der St. Galler Kantonspolizei ein Konzept aufgestellt wurde, das genau das verhindern soll», sagte Bruno Vogt von der Genossenschaft.

Positive Steuerentwicklung

Das Budget 2017, das einen Mehraufwand von 7460 Franken vorsieht, wurde einstimmig genehmigt. Der Steuerfuss wird ­unverändert auf 145 Prozent ­belassen. «Dies, obwohl sich die Steuereinnahmen in den kommenden Jahren positiv für die Gemeinde entwickeln», sagte Vreni Wild. Bei den Grundsteuern gelten auch 2017 ein ordentlicher Satz zu 0,8 Promille und ein reduzierter Satz von Grundstückwerten von 0,2 Promille. Die Feuerwehrabgabe beträgt 30 Prozent der einfachen Steuer. Es gelten wie bisher ein Minimalbetrag von 30 Franken der einfachen Steuer, respektive ein Maximalbetrag von 700 Franken.