Bürger entwaffnen?

Leserbrief zur Abstimmung über die Waffen-Initiative am 13. Februar.

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Leserbrief zur Abstimmung über die Waffen-Initiative am 13. Februar.

Dass der mündige Schweizer Bürger seine Waffe nicht mehr zu Hause behalten darf, ist ein weiterer Schritt zur Abschaffung der Armee, welcher von der GSoA (Gruppe für eine Schweiz ohne Armee) und den Linken als Ziel gesetzt wurde. Die meisten Tötungen mit Schusswaffen werden nicht mit Armeewaffen begangen, sondern mit illegal beschaffenen Schusswaffen.

Die Befürworter der WaffenInitiative behaupten unermüdlich, dass die hohe Zahl von Schusswaffen in den Privathaushalten und vor allem die Armeewaffen die Ursache von häuslicher Gewalt und einer hohen Suizidrate in der Schweiz seien. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Gemäss den vom Bundesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen zur Verwendung von Schusswaffen bei Tötungsdelikten werden über 80 Prozent aller Suizide gar nicht mit einer Schusswaffe begangen, und der Anteil der Armeewaffen an der Suizidrate beträgt 1,5 Prozent.

Eine Annahme der WaffenInitiative würde ein Ende des traditionellen und typisch schweizerischen 300-Meter-Schiesssportes bedeuten. Für mehr als 3000 etablierte Schiessvereine wäre dies das Aus. Zehntausenden von verantwortungsbewussten und unbescholtenen Schiesssportlern würde man die Ausübung ihres Sportes und Hobbies verbieten. Haben wir das nötig? Wie würden wohl Sportler anderer Sportarten reagieren, wenn der Staat ihnen ihr Sportgerät beschlagnahmen würde? Der korrekte Schweizer Bürger wird entwaffnet, die Kriminellen werden ihre Waffen behalten.

Mirco Gerig

Junge SVP Kanton St. Gallen

9658 Wildhaus

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