Bühler will neues Dorfzentrum

In Bühler kommt am 6. April der Teilzonenplan Scheienhaus zur Abstimmung. Gestern abend wurde dieser vorgestellt Die Umwandlung in eine Wohn- und Geschäftszone passt gemäss Gemeinderat zur Entwicklungsstrategie der Gemeinde.

Brigitta Schmid
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Diese Liegenschaften wie auch der davor liegende Parkplatz liegen in dem von der geplanten Umzonung betroffenen Gebiet. (Bild: Rik Roovens)

Diese Liegenschaften wie auch der davor liegende Parkplatz liegen in dem von der geplanten Umzonung betroffenen Gebiet. (Bild: Rik Roovens)

BÜHLER. In den vergangenen Jahren wurde in Bühler verstärkt und an verschiedenen Orten gebaut. Anders als bei der vom Volk abgelehnten «Göbsimühle» betrifft die aktuelle Vorlage keinen Neubau, sondern die Umnutzung eines seit kurzem leerstehenden Gewerbegebäudes in der Nähe des Bahnhofs. Gestern abend wurde die Bevölkerung orientiert. Die zuständige Gemeinderätin Kathrin Grieder betont, dass sich mit dem Wegzug des eingemieteten Gewerbebetriebs und der von den Eigentümern geplanten Umnutzung die Überprüfung der Zonierung für die Gemeinde geradezu angeboten hat. Die isolierte Gewerbezone, in unmittelbarer Nähe zur Wohnzone sowie umgeben von einer Wohn- und Gewerbezone WG3, musste in Frage gestellt werden. Der Gemeinderat strebt mit seinem Entscheid zur Umzonung eine raumplanerisch zweckmässige Zonenabgrenzung an, mit der Zoneninseln vermieden werden sollen.

Angleichung an Umgebung

Die geplante Umzonung betrifft drei Parzellen von zwei verschiedenen Grundeigentümern, die eine Wohnkapazität von etwa 19 Einwohnern (4123 m²) freisetzt. Diese Teilzonenplananpassung soll, wie Kathrin Grieder weiter betont, die nötigen Voraussetzungen für die Umnutzung der leerstehenden Gewerberäume schaffen, die Gegend um die ansässigen Gewerbebetriebe Bauschreinerei Büchler, Denner Satellit, Blumen Keller und Elektro Bätschmann GmbH beleben. Der Gemeinderat bezieht in dieses Umzonungsprojekt bewusst alle dortigen Parzellen der Gewerbezone mit ein, damit in diesem Teil des Dorfes eine kompakte, zentrumsnahe Wohn- und Gewerbezone entstehen kann, wie sie auch grösstenteils den Rest des Dorfbildes prägt. Diese Anpassung des gesamten Planungsgebiets an die Wohn- und Gewerbezone WG3 geschehe in Angleichung an die rechtskräftige Zonierung der umliegenden Flächen, zeigt sich Kathrin Grieder überzeugt.

Auch durch das kantonale Departement Bau und Umwelt wurde die Umzonung im Sommer 2013 positiv bewertet. Dies allerdings mit der skeptischen Fussnote, dass eigentlich kaum sechs Monate nach der Genehmigung einer Ortsplanungsrevision nicht bereits wieder Zonenplanänderungen aufgrund von Einzelinteressen anstehen sollten. Zudem meldete der Kanton sein Interesse an der langfristigen Erhaltung von Gewerbeflächen in den Gemeinden an.

Einsprache abgewiesen

Nachdem der Gemeinderat im November 2013 eine Einsprache zum aufgelegten Plan abgewiesen hat, erliess er den Teilzonenplan Scheienhaus zuhanden der Volksabstimmung. Diese findet nun am Sonntag, 6. April statt. Ein positives Abstimmungsergebnis hätte eine anschliessende Genehmigung durch den Regierungsrat und beginnende Bautätigkeit zur Folge. Das Dorf Bühler wandelt sich weiter.