Bühler hat die Zukunft im Blick

Die Gemeinde Bühler budgetiert für 2016 ein Defizit in Höhe von 120 000 Franken. Dennoch soll der Steuerfuss bei 4,3 Einheiten bleiben. Ein Thema an der Orientierungsversammlung war die Sanierung des mittleren Schulhauses.

Brigitta Schmid
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Visualisierung der geplanten Sanierung des mittleren Schulhauses in Bühler. (Bild: Visualisierung: pd)

Visualisierung der geplanten Sanierung des mittleren Schulhauses in Bühler. (Bild: Visualisierung: pd)

BÜHLER. An der öffentlichen Orientierungsversammlung zum Voranschlag 2016 wurde in Bühler das Budget und ein Projekt zur Sanierung des mittleren Schulhauses vorgestellt. Nach Ablauf des Präqualifikationsverfahrens ist dieses Projekt an das Architekturbüro Klaiber Partnership AG aus St. Gallen vergeben worden und die Detailplanung kann an die Hand genommen werden. Fast diskussionslos wurde das Budget für das kommende Jahr und die längerfristige Investitionsplanung zur Kenntnis genommen. Gespannt waren viele im Saal jedoch auf das Siegerprojekt für die Sanierung und Neugestaltung des mittleren Schulhauses. Das von Gemeindepräsidentin Inge Schmid sowie ressortspezifisch von den Mitgliedern des Gemeinderates vorgestellte Budget 2016 der Gemeinde Bühler rechnet bei einem Aufwand von rund 10,55 Millionen Franken mit einem Defizit von knapp 120 000 Franken. Der Steuerfuss soll bei 4,3 Einheiten belassen werden. Gerechnet wird mit einer positiven Entwicklung für den Steuerertrag. Für die nächsten zwei Jahre wird mit einem Anstieg der Steuereinnahmen um je zwei Prozent gerechnet. Grund zu dieser Annahme ist die Erwartung von neuen Steuerzahlenden im Zusammenhang mit der regen Bautätigkeit in der Gemeinde. Längerfristig angestrebt wird ein Steuerfuss im kantonalen Durchschnitt, was tendenziell in den kommenden Jahren zu Steuersenkungen führen müsste.

Chance für die Gemeinde

Die Sanierung des mittleren Schulhauses sieht die Gemeindepräsidentin als Impuls für eine lebendige Zukunft der Gemeinde. Sie rief dazu auf, diesen für die kommenden Jahre grössten Investitionsbetrag als Chance zu sehen, die Gemeinde zukunfts- und entwicklungsfähig bleiben zu lassen. Neben diesem Projekt, das vor allem in den Jahren 2017 und 2018 mit je rund 1,75 Millionen Franken zu Buche schlagen wird, wird in den kommenden Jahren in laufende Projekte und bleibenden Werterhalt investiert. So sollen 2016 an der Westfassade des Oberstufenschulhauses Fenster ersetzt werden. Weitere grössere Investitionsprojekte für das kommende Jahr sind die Pumpleitung Roggenhalm-Wissegg und die Wasserleitung Moosweid.

Ansprechendes Projekt

Begonnen mit der damaligen Projektleiterin Sandra Rechsteiner, hat sich die Sanierung des mittleren Schulhauses aus dem Jahr 1899 zu einem fertigen Projekt entwickelt. Von Anfang an beratend und unterstützend mit dabei war Kantonsbaumeister Otto Hugentobler. Der Leiter des kantonalen Hochbauamtes begleitete die Kommission der Gemeinde Bühler in der Projektfindung und Projektauswahl. Dabei kamen viele interessante Vorschläge zusammen. Ideen wie ein Rückbau der Aussenhülle auf den ursprünglichen Gebäudebestand oder der Einbau eines zentralen Treppenhauses oder die separate Nutzung des Garderobenraums waren ansprechende Ansätze.

Das Präqualifikationsverfahren gewonnen hat schliesslich das Projekt des Architekturbüros Klaiber Partnership AG aus St. Gallen. Am Abend anwesend war Michael Bösch. Ausschlaggebend für seinen Vorschlag war für die Findungskommission die selbständige Erschliessung eines zentralen, überdachten und vereinfachten Eingangs, was dem angebauten Nebenraum mehr Qualität gibt. Im Projekt ist auch der Hinweis auf eine angepasste Nutzung des Vorplatzes verpackt. Dies könnte dem gesamten Schulgebäudekomplex eine neue Identität geben.

Abstimmung im Herbst 2016

Nach dem Prinzip «möglichst wenig Eingriffe an den richtigen Stellen» soll die Arbeit am Gebäude nun weiter geplant werden. Bis ins kommende Frühjahr wird vom Architekturbüro ein konkretes Projekt ausgearbeitet, das im Herbst 2016 zur Abstimmung kommen soll. Bei positivem Volksentscheid wird die Sanierung voraussichtlich 2017 in Angriff genommen werden.