BÜHLER: Bischof weiht Ambo und Altar

In einem feierlichen Gottesdienst hat der St. Galler Bischof Markus Büchel den Ambo und Altar in der renovierten Kirche Bruder Klaus von Bühler gesegnet. Und er würdigte die Bedeutung des Kirchenraums.

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Bischof Markus Büchel segnet den neuen Altar. (Bild: Brigitta Schmid)

Bischof Markus Büchel segnet den neuen Altar. (Bild: Brigitta Schmid)

Nach mehrmonatigen Bauarbeiten konnte die neu gestaltete katholische Kirche in Bühler festlich eingeweiht und der Öffentlichkeit wieder zur Nutzung über­geben werden. Bischof Markus Büchel zeigte sich berührt vom Eindruck des neuen Kirchenraumes, der nicht zuletzt auch durch liebevoll gestaltete Details eine besondere Ausstrahlung erhalten hat.

Bischof Markus fand warme Worte für den stimmig umgestalteten Kirchenraum und die Menschen, die hinter diesem Umbau stehen und sich dafür eingesetzt haben. Vor allem aber betonte er den wertvollen Einsatz jener, die diesen Kirchenraum jahrein und jahraus pflegen, besuchen und in ihm Begegnungen gestalten und feiern. Die Kirche als wertvoller Ort der Stille inmitten der Geschäftigkeit der Welt habe heute einen ganz besonderen Stellenwert für zwischenmenschliche Begegnungen, aber auch für Begegnungen des Menschen mit Gott, zeigte sich Bischof Markus überzeugt. Die Kirche könne als Raum, der Unausgesprochenes sammelt und für sich stehen lässt, nicht zuletzt auch für viele Menschen mit den unterschiedlichsten Schicksalen ein wertvolles Zuhause im weitesten Sinn des Wortes sein.

Kirche im Dorf

Mit seiner Gratulation für die Bauherrschaft verband er den Wunsch, dass in der neu gestalteten Kirche ein Raum zur Verfügung stehen möge, in dem zukünftig gelebte, ja lebhafte christliche Gemeinschaft gepflegt werde. Das sei keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit, wie auch Diakon Stefan Staub betonte. Als lebendige Zeichen des Zugangs zu Gott wurden im Anschluss an den Wortgottesdienst der Ambo und der Altar in einem festlichen Akt geweiht. Zu Beginn des Segnungsaktes senkte Stefan Staub zu Füssen des Altars die Reliquien des Kirchenpatrons Niklaus von der Flüe in den Boden ein. Sie wurden vor dem Umbau aus dem alten Altar geborgen und fanden jetzt wieder einen festen und dauerhaften Platz im Kirchenraum. In en­- ger Anlehnung an die Taufe besprengte Bischof Markus den Altar mit Weihwasser. Danach salbte er ihn mit Chrisamöl und entzündete schliesslich Weihrauch in Schalen.

Festlich umrahmt wurde die Feier von wunderbar tragenden Melodien der Oboe (Helen Moody) als Soloinstrument und im Duett mit der Orgel (Claire Pasquier). Zum Abschluss der Eucharistiefeier schlossen sich verschiedene Dankes- und Grussworte an, in denen immer wieder der ökumenische Grundgedanke betont wurde, der in Bühler von den beiden Konfessionen aktiv gelebt werde. Es sei ein gut christliches Nebeneinander und Miteinander, das im anschliessenden ökumenischen Suppenzmittag einen abschliessenden Ausdruck fand.

Brigitta Schmid

redaktion

@appenzellerzeitung.ch