BÜHLER: Abschied mit musikalischem Feuerwerk

Am Samstag, 13. August, treten die fidelen Mölltaler das allerletzte Mal im Appenzellerland auf. Dabei kommt es zum Treffen der Musikerfreunde Huby Mayer und Peter Freund. Dieser holt die Mölltaler auf ihrer Abschieds-Tournée nach Bühler.

Ralph Dietsche
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Die Musiker Huby Mayer von den Mölltalern und Peter Freund von den Sängerfreunden verbindet eine jahrelange Freundschaft. Anlässlich der Abschiedstour kommt es in Bühler zum Wiedersehen. (Bild: radi)

Die Musiker Huby Mayer von den Mölltalern und Peter Freund von den Sängerfreunden verbindet eine jahrelange Freundschaft. Anlässlich der Abschiedstour kommt es in Bühler zum Wiedersehen. (Bild: radi)

BÜHLER. Seit seinen Jugendjahren ist der ehemalige Säntisfeger und heutige Sängerfreund Peter Freund ein Fan der Mölltaler. Die bodenständige, gewinnende Art der Volksmusikanten macht ihm Eindruck: «Sie sind meine musikalischen Vorbilder.» Inzwischen gibt es einige Gemeinsamkeiten, die Peter Freund mit dem Mölltaler-Bandleader Huby Mayer teilt. Beide spielen Blasinstrumente, E-Bass und singen. Und: «Wir musizieren aus purer Leidenschaft.» Damit sind beide sehr erfolgreich.

Herz für Appenzellerland

Schon in frühen Jahren drückte Huby Mayer in seiner Komposition des Appenzeller Lieds seine Verbundenheit zur Schweiz und zum Appenzellerland aus. Denn hier feierte die Musikgruppe erste Erfolge, bevor sie in ihrer Heimat Österreich dieselbe Beachtung fand. Auf das Appenzeller Lied wurden Jahre später auch die einheimischen Säntisfeger – bei denen Peter Freund dazumal musizierte – aufmerksam. Im Jahr 2002 haben sie den Mölltaler-Hit neu aufgenommen und mit einem Zäuerli unterlegt. Der Titel fand Platz auf der zweiten CD-Produktion der damaligen Erfolgsband und wurde bei Wunschkonzerten häufig gewünscht. Auf der Suche nach einem CD-Götti war den Säntisfegern schnell klar, wer es sein soll. Huby Mayer reiste zur Plattentaufe von Kärnten ins Appenzellerland und erwies damit seinen Schweizer Musikerkollegen seine Ehre. Auch Mayer fand Gefallen an der Interpretation der Säntisfeger «seines» Titels. Seither pflegt Peter Freund einen familiären Kontakt mit dem Frontmann der Mölltaler.

Ende naht

Während sich die Säntisfeger im vergangenen Jahr nach einer 17jährigen Karriere vorläufig von der Bühne verabschiedeten, spielt die legendäre Band aus Kärnten noch bis am 13. November die letzten Konzerte auf ihrer grossen Abschiedstour. Der Grund: Die Bandmitglieder der fidelen Mölltaler kommen ins Pensionsalter und gehen nach 45 Jahren auf der Bühne dem nächsten Lebensabschnitt entgegen. Trotz der langen Zeit ist ihnen etwas bis heute geblieben: Die Freude an ihrer Tätigkeit, der Musik. Dies beweisen die Mölltaler bei jedem Auftritt. Die Grösse einer Veranstaltung ist dabei stets nebensächlich, die Musiker zeigen sich immer von ihrer besten Seite und geben Vollgas. So wird es bestimmt auch bei ihrem letzten Auftritt im Appenzellerland am 13. August in Bühler sein.

Wunsch ging in Erfüllung

Peter Freund ist stolz, dass er seinen Musikerkollegen und Freund mit seiner Band für ein letztes Konzert in seiner Heimat gewinnen konnte. Damit geht für ihn ein Wunsch in Erfüllung: «Ich freue mich schon heute wie ein kleines Kind auf das Wiedersehen. Auch wenn mir der Gedanke schwer fällt, dass dies einer der letzten Auftritte der Mölltaler überhaupt ist.» Für das Konzert in Bühler plant der Feuerwehrverein eine Überraschung, um die Mölltaler gebührend zu verabschieden. Schliesslich soll ihnen das Appenzellerland auch nach der Musikkarriere in bester Erinnerung bleiben. Wer weiss, vielleicht haben Huby Mayer und seine vier Musiker künftig etwas mehr Zeit, das Leben und die Schönheiten der ländlichen Region und die Gastfreundschaft der Schweizer zu geniessen. Was Peter Freund bleiben wird, sind die zahlreichen schönen Erinnerungen an gemütliche Stunden mit dem Mölltaler-Sound, unvergessliche Begegnungen und amüsante Episoden. Wie beispielsweise an den letztjährigen Auftritt der Mölltaler in Bühler. Damals hat der veranstaltende Feuerwehrverein den Fan-Zulauf der Mölltaler leicht unterschätzt. Peter Freund lacht: «Wir mussten extra mehr Stühle für das Publikum organisieren.» Diesmal wird es wohl nicht anders sein. Volksmusikfreunde und Mölltaler-Fans werden es sich nicht nehmen lassen, ihre Lieblinge ein letztes Mal in ihrer Heimat zu sehen, und deshalb in Scharen an das Konzert kommen.