BÜHLER: 3,7 Millionen für Schulzukunft

In Bühler soll das «Mittlere Schulhaus» saniert werden. Der Bau ist über 100 Jahre alt. Während der Sanierung werden provisorische Schulzimmer eingerichtet.

Roger Fuchs
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Das sogenannte «Mittlere Schulhaus» in Bühler soll von oben bis unten zukunftstauglich gemacht werden. (Bild: Roger Fuchs)

Das sogenannte «Mittlere Schulhaus» in Bühler soll von oben bis unten zukunftstauglich gemacht werden. (Bild: Roger Fuchs)

BÜHLER. Eine gute Infrastruktur motiviere die Kinder zu lernen und die Lehrer zu unterrichten. Mit diesen Worten warb die Bühlerer Gemeindepräsidentin Inge Schmid an einer Infoveranstaltung am Dienstagabend für das Sanierungsprojekt beim «Mittleren Schulhaus» im Hermoos 3. Rund siebzig Anwesende verfolgten die Ausführungen. Kritik am Projekt blieb an diesem Abend aus. Die Abstimmung ist am 25. September.

Besagtes Schulhaus wurde 1899 mit integrierter Turnhalle erbaut. Vor knapp vierzig Jahren wurde die Turnhalle zu einem Singsaal umfunktioniert. Für 3,55 Millionen Franken soll nun der gesamte Bau wieder in einen zeitgemässen Stand überführt werden. Hinzukommen 150 000 Franken für Provisorien. Die wesentlichen Sanierungspunkte unterstrich der im Rahmen eines zweistufigen Auswahlverfahrens ausgewählte Architekt Michael Bösch von der Klaiber Partnerschip AG. Insbesondere der Eingangsbereich wird neu gestaltet. Zudem soll das Gebäude behindertengerecht werden, und es wird ein Lift eingebaut. Im Untergeschoss will man die Niveaus ausgleichen, die Kellerräume wie auch das Dach werden gedämmt. Die Haustechnik soll komplett erneuert werden.

Über 33 Jahre lang abschreiben

«3,7 Millionen Franken sind viel Geld, doch es lohnt sich», sagte Inge Schmid. Die Abschreibungsdauer betrage 33 Jahre. Zusammen mit der Zinsbelastung muss die Gemeinde bei einer Zusage zum Sanierungsprojekt mit jährlichen Kosten von rund 170 000 Franken rechnen. Angesichts gesunder Gemeindefinanzen ist dies gemäss Schmid verkraftbar.

Die geplante Bauzeit im Schuljahr 2017/18 hat zur Folge, dass für die Klassen des betroffenen Schulhauses Provisorien eingerichtet werden müssen. Wie die Gemeinderätin Manuela Koller-Heim ausführte, werden im nahegelegenen Gemeindesaal des Mehrzweckgebäudes Hermoos zwei Schulzimmer eingerichtet, und ein weiteres im Foyer. Nochmals zwei Schulzimmer können durch ein Zusammenrücken im Oberstufentrakt untergebracht werden.

Die Bühne im Mehrzweckgebäude steht als Gruppenraum zur Verfügung und kann auch im Sanierungsjahr für Vereinsaktivitäten genutzt werden. Alles in allem sind die Vereine aber durchaus etwas eingeschränkter. Anlässe sollen deswegen nicht scheitern, wie Gemeinderat Urs Freund sagte. Er appellierte an alle, frühzeitig nach Lösungen zu suchen. Nebst der Turnhalle oder der Möglichkeit für Zelte hätte Bühler auch das Culinarium oder zwei Pfarreisääle. Das soll man nicht vergessen.

Auf Container als Schulzimmerprovisorien wurde wegen deutlich höherer Kosten verzichtet, wie in der Fragerunde bekannt wurde. Nach weiteren zwei drei kleineren Klärungen, war die Sache gegessen.