Buch für Gaumen und Seele

Das zweite «Schlatter Buch» mit dem Titel «Zuegob…no mee Kheimniss vo Schlatt» ist eine Mischung aus Koch- und Gedichtbuch. Am Freitag ist das Werk offiziell vorgestellt worden.

Jesko Calderara
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80 Personen haben Beiträge zum neuen «Schlatter Buch» beigesteuert, das Erna Köfer-Koller initiierte. (Bild: cal)

80 Personen haben Beiträge zum neuen «Schlatter Buch» beigesteuert, das Erna Köfer-Koller initiierte. (Bild: cal)

SCHLATT. Zehn Jahre nach der Erstausgabe ist seit kurzem das zweite «Schlatter Buch» erhältlich. Im Anschluss an eine Messe ist das Buch am Freitagabend im vollen Saal des Gasthauses Bären in Schlatt der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Das neuste «Schlatter Buch», dessen Umschlag die Oberegger Künstlerin Silvia Sonderegger gestaltet hat, trägt den Titel «Zuegob... no mee Kheimniss vo Schlatt». Ungefähr 80 Einwohnerinnen und Einwohner fast jeglichen Alters haben Beiträge beigesteuert.

Im Gegensatz zum Schlatter Buch «Psst! Chochkheimniss vo de Schlatte Fraue» ist dieses Mal kein reines Kochbuch entstanden. So umfasst das neue Buch nebst Rezepten auch Gedichte und persönliche Geschichten. Für die Teilnehmer gab es nur zwei Vorgaben: Zum einen das Format und zum anderen mussten alle Beträge handschriftlich verfasst werden.

Anfangs skeptische Reaktionen

In ihrer Ansprache ging Erna Köfer-Koller, die Initiantin des Projekts, auf die Entstehung des Buchs ein. Zuerst habe sie aus der Bevölkerung ablehnende Reaktionen erhalten. In Schlatt seien viele skeptisch gewesen, ob sich der Erfolg des ersten Buchs wiederholen lasse. Damals wurden 3000 Exemplare verkauft. «Mit etwas Überzeugungsarbeit ist es uns aber gelungen, genügend Mitstreiter zu finden», sagte Köfer-Koller. Es sei ein spannendes Projekt gewesen und habe Spass gemacht, alles selbst entscheiden zu können. Sie bezeichnete das «Schlatter Buch» als Erinnerungsstück und Visitenkarte für das Dorf. «Es ist ein Buch für den Gaumen und die Seele.»

Werbeträger für den Bezirk

Erfreut über das Engagement in seinem Bezirk zeigte sich der regierende Hauptmann Sepp Neff. «Es braucht Mut, in der heutigen digitalen Zeit ein Buch zu schreiben.» Es komme zur rechten Zeit heraus. Die Männer hätten nun ein ideales Geschenk für ihre Frauen, meinte Neff. «Das Schlatter Buch ist zudem ein toller Werbeträger für unseren Bezirk.»