Bruno Burtscher, Speicher

Die Krankheit war letztlich stärker als sein Lebenswille, so dass Bruno Burtscher am 18. Dezember 2015 in seinem geliebten Heim im «Tannenbaum» in Speicher das irdische Leben verlassen musste.

Willi Moesch
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Bruno Burtscher, 1934–2015. (Bild: pd)

Bruno Burtscher, 1934–2015. (Bild: pd)

Die Krankheit war letztlich stärker als sein Lebenswille, so dass Bruno Burtscher am 18. Dezember 2015 in seinem geliebten Heim im «Tannenbaum» in Speicher das irdische Leben verlassen musste.

Jäger und Politiker

Bruno Burtscher widmete sich einer Vielzahl von Lebensaufgaben. Im Rahmen seiner jagdlichen Aktivitäten durfte ich ihn im Jahre 1988 kennen und schätzen lernen. Im selben Jahr nahm der engagierte Jäger Bruno Burtscher Einsitz in der Jagdprüfungskommission Appenzell Ausserrhoden. Zudem übernahm er die Leitung der Jägerausbildung und als Fachlehrer den Ausbildungsteil Wild- und Vogelkunde, wo er sein überdurchschnittlich grosses Wissen einsetzen und weitergeben konnte. Damit leistete Bruno Burtscher einen wesentlichen Beitrag, um viele Jägerinnen und Jäger auf die anspruchsvolle Jagdprüfung vorzubereiten. Der Jagderfolg mit einem erlegten Stück Wild stand für Bruno Burtscher nie im Vordergrund. Viel mehr zählten für ihn die Erhaltung der Lebensräume und der respektvolle Umgang mit den Wildtieren und der Vogelwelt. Viel Freude bereitete ihm auch das langjährige Mitwirken in der Jagdhornbläsergruppe Waldkauz. Politisch engagierte sich Bruno Burtscher mit freisinnigem Gedankengut mehrere Jahre als Gemeinderat in Speicher und als Kantonsrat. Zudem war er Mitglied der Vereinigung der Freimaurer.

Vielseitig interessiert

2005 trat Bruno Burtscher nach 17jähriger Tätigkeit als Mitglied der Jagdprüfungskommission zurück und beendete damit auch seine jagdliche Laufbahn. Bruno Burtscher eignete sich mit Lesen ein sehr grosses Allgemeinwissen an. Besonders interessierte er sich für Militärgeschichte sowie das politische Geschehen auf nationaler und regionaler Ebene. Ebenso sehr widmete er sich der Fachlektüre im breiten Spektrum Flora und Fauna. Mit seinem voll bepackten Wissensrucksack musste sich Bruno Burtscher nie scheuen, sich in den verschiedensten Diskussionsrunden aktiv zu beteiligen. Bei Besuchen lenkte er das Gespräch jeweils rasch auf innenpolitische Themen und hatte vielfach ausgeschnittene Zeitungsartikel parat.

Glücklich im «Tannenbaum»

Eine sehr enge Beziehung pflegte Bruno Burtscher seit Jahrzehnten zum Haus Tannenbaum, zur Familie Schefer in Speicher. Die Familie Schefer erfüllte ihm den Herzenswunsch, seinen letzten Lebensabschnitt im «Tannenbaum» verbringen zu dürfen. Obwohl Bruno Burtscher nach der Beendigung seiner jagdlichen Tätigkeit seine Mitgliedschaft im Patentjägerverein Appenzell Ausserrhoden auflöste, besuchten ihn bis zuletzt ehemalige Jagdkollegen und Mitglieder der Jagdhornbläsergruppe.

Lieber Bruno, danke für die Zeit und Aufmerksamkeit, die Du vielen Menschen geschenkt hast, und ruhe in Frieden.

Kantonaler Jagdverwalter AR 1988–2015

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