BRUNNADERN: Motivationsspritze für den sportlichen Erfolg

Der neunte «Stein des Anstosses» des Rotary Clubs Neckertal geht an einen Zehnkämpfer. Den Zimmermannslehrling Sven Scheu soll der Preis motivieren, weiterhin das Beste zu geben.

Beatrice Bollhalder
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Sven Scheu (Mitte) nimmt den «Stein des Anstosses» und das Preisgeld von 1000 Franken entgegen. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Sven Scheu (Mitte) nimmt den «Stein des Anstosses» und das Preisgeld von 1000 Franken entgegen. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Vor rund zehn Jahren haben sich die Neckertaler Rotarier entschieden, mit einem Preis jene Jugendlichen zu belohnen, die nicht für negative Berichterstattungen verantwortlich sind. «Und mir scheint, es hat genützt», schmunzelt Heinz Fluck am Mittwochabend bei der Preisübergabe des diesjährigen «Stein des Anstosses». Auf jeden Fall sei er überzeugt, dass man mit Sven Scheu auch in diesem Jahr einen würdigen Preisträger ausgesucht habe. Unterstrichen haben dies zahlreiche Mitglieder des Rotary Clubs Neckertal mit ihrer Teilnahme an der feierlichen Preisübergabe.

Motivation und Animation für Jugendliche

Auch Ernst Grob, Präsident des Neckertaler Rotary Clubs, freut sich, dass in diesem Jahr ein junger Mann den Preis erhält, der bereit ist, mehr als Durchschnittliches zu leisten. «Der Preis soll für den Empfänger eine Motivation sein, weiterhin das Beste zu geben. Für andere soll er zur Animation werden, die Freizeit ebenfalls mit Sinnvollem auszufüllen», so Grob in der «Schüür» in Brunnadern. Der Ort wurde bewusst gewählt. Spitzenleistungen würden auch hier erbracht, würdigte Grob das Engagement, mit dem man sich in der ­«Schüür» mit und für behinderte Mitmenschen einsetzt.

Heinz Fluck ist jeweils verantwortlich für den «Stein des Anstosses». Er führt mit dem Preisgewinner erst ein Gespräch. Dann besorgt er sich einen Stein aus dem Necker, der zum Empfänger passt. Anschliessend bearbeitet Heinz Fluck diesen Stein. Im Fall von Scheu hat er ein ­Exemplar gefunden, das gross, kräftig und standfest ist. Rundum wurden zehn Flächen – passend zum Zehnkampf – so lange bearbeitet, bis sie glänzten. «Wenn man den Stein genauer betrachtet, sieht man dazwischen auch so etwas wie Figuren», erklärt Heinz Fluck, «das steht symbolisch für die Menschen im Umfeld von Sven.» Denn alleine könnte er sein Ziel nicht schaffen. Da sind zum einen die Eltern, die ihn unterstützen, aber auch sein Trainer Roman Keller und auch sein Lehrmeister oder seine Freunde.»

Sven Scheu hat das erklärte Ziel, einer der besten Zehnkämpfer der Schweiz zu werden. Dafür nimmt er es in Kauf, vier- bis fünfmal pro Woche zu trainieren. Zweimal pro Jahr steht ausserdem ein einwöchiges Trainingslager an. Dazu kommen etwa 15 Wettkämpfe pro Jahr. Zum zeitlichen Aufwand kommt dann noch der finanzielle. Allein die Schuhe verschlingen einen grossen Teil des Budgets. Dem sympathischen Preisträger kommen die tausend Franken vom Rotary Club also gelegen.

Der bald 17-Jährige will aber auch Beruf und Sport unter einen Hut bringen und seine begonnene Lehre als Zimmermann erfolgreich abschliessen.

Beatrice Bollhalder

redaktion@toggenburgmedien.ch