BRUNNADERN: Abbruch beginnt nächste Woche

Die Tage des alten Bahnhofsgebäudes an der Zugstation Brunnadern-Neckertal sind gezählt. Am Montag beginnen die Abbrucharbeiten. Damit wird Platz geschaffen für die Umgestaltung des Areals.

Anina Rütsche
Drucken
Teilen
Das Gebäude rechts im Bild, das der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) gehört, wird in wenigen Tagen abgebrochen. (Bilder: Anina Rütsche)

Das Gebäude rechts im Bild, das der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) gehört, wird in wenigen Tagen abgebrochen. (Bilder: Anina Rütsche)

Anina Rütsche

anina.ruetsche@toggenburgmedien.ch

Hundert Jahre schon steht es am Bahnhof Brunnadern-Neckertal, das grosse Stationsgebäude mit angrenzendem Schuppen. Doch bald ist es Geschichte. Dieser Tage beginnt die Eigentümerin, die Schweizerische Südostbahn AG (SOB), nämlich mit den Vorbereitungen für dessen Abbruch. Der Grund: Die Gemeinde Neckertal und die SOB möchten den Bahnhofplatz gemeinsam neu gestalten. Er soll mit einer übersichtlichen Bushaltestelle mit Wendeplatz und einem gedeckten Unterstand ausgestattet werden. Geplant sind ebenfalls 35 Parkplätze für Park und Ride inklusive einer Stromtankstelle, Velo- und Mofaunterstände, eine WC-Anlage sowie ein Unterhaltsraum für die SOB. Das Projekt «Erneuerung Bahnhofplatz» ist zurzeit ausgesteckt. Wie die SOB gestern mitteilte, folgt die öffentliche Ausschreibung demnächst.

«Die Einrichtung war veraltet»

Die SOB nutzt das Stationsgebäude und den Schuppen seit längerem nicht mehr. Laut SOB-Projektleiter Manfred Guntlin hatten die Räume während früheren Bauarbeiten teils als Büros gedient, oder sie waren leer gestanden. «Weil ihre Einrichtung veraltet ist, konnten sie nicht mehr vermietet werden. Für eine weitere Nutzung hätten die Wohnungen, die Haustechnik und die gesamte Gebäudehülle umfassend saniert werden müssen», fügt der Fachmann an. Auch die für den Bahnbetrieb erforderlichen Anlagen habe die SOB bereits vor einigen Jahren in ein separates Technikgebäude ausgelagert.

All dies bewegte die SOB schliesslich dazu, ein Abbruchgesuch an die Gemeinde Neckertal zu stellen. Im April 2016 wurde dieses bewilligt. «Das ist erfreulich, denn der alte Standort erweist sich als zu klein für Bushalte und den notwendigen Wendevorgang», erklärt Manfred Guntlin. Wegen des verschobenen Zugangs zum Perron wurde die ­Bushaltestelle provisorisch verlegt.

Um den Abbruch der Bauten wird sich die Hörler Tiefbau AG aus Niederteufen kümmern. Die weiteren Arbeiten sind gemäss Manfred Guntlin noch nicht vergeben. Nahezu abgeschlossen ist mittlerweile die Erneuerung der Gleis- und Perronanlagen. Die SOB teilt mit: «Der niveaufreie Zugang zu den Zügen entspricht nun den Erfordernissen des Behindertengleichstellungsgesetzes. Den Reisenden stehen ein Unterstand und ein Wartehäuschen zur Verfügung.»