Bruggmoos erfordert Umzonung

Die Bauherrschaft und die Gemeinde haben Grosses vor im Bruggmoosquartier. Die Baufläche soll durch verdichtetes Bauen besser genutzt werden. Aus diesem Grund ist eine Umzonung unumgänglich.

Kevin Beining
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Auf der Wiese im Bruggmoos sollen zwei Mehrfamilien- und drei Einfamilienhäuser entstehen. (Bild: keb)

Auf der Wiese im Bruggmoos sollen zwei Mehrfamilien- und drei Einfamilienhäuser entstehen. (Bild: keb)

SPEICHER. Das Bruggmoosquartier wird mit einer Überbauung weiterentwickelt. Geplant sind zwei Mehrfamilien- und drei Einfamilienhäuser. Ausserdem müssen die Bauten mit Zufahrtswegen erschlossen werden. Das Bauvorhaben soll gemäss Gemeindepräsident Peter Langenauer bestmöglich mit dem Ortsbild harmonieren. Bauherrin ist die Nägeli AG aus Gais.

Ortsbild erhalten

In der Vorprojektphase waren verschiedene Entwicklungen des Quartiers im Gespräch. Für die Nägeli AG war von Anfang an klar, dass auch Mehrfamilienhäuser gebaut werden sollten. Diese benötigen zwar mehr Baufläche als Einfamilienhäuser, aber es können mehr Personen auf der gleichen Grundfläche wohnen. Damit kommt man der Entwicklung entgegen, kompakter und verdichteter zu bauen. Die Umsetzung machte jedoch Probleme. Mit dem ursprünglich gültigen Zonenplan hätte das eine von zwei Mehrfamilienhäusern vergleichsweise schräg in die Landschaft gebaut werden müssen. Dies hätte einen Einschnitt in das Dorfbild bedeutet. Um dennoch beide Bedürfnisse, verdichtetes Bauen und ein homogenes Ortsbild, zu erfüllen, musste eine andere Lösung gefunden werden. «Um ein schönes Ortsbild zu ermöglichen, entschieden wir uns für die minimale Richtplanänderung», sagt der Bauherr Hannes Nägeli. «Es handelt sich nur um eine kleine Umzonung», so Gemeindepräsident Peter Langenauer. Dem Gemeinderat sei vor allem der Bevölkerungswunsch nach einem homogenen Ortsbild wichtig.

Die geplante Umzonung kostet die Gemeinde Einzonungsreserven. Denn die Umzonung kann nicht projektintern vollständig durch eigenes Nichtbauland kompensiert werden. Der noch benötigte Teil stammt aus den gemeindeeigenen Reserven, die noch vor dem neuen Richtplan zurückgelegt wurden. «Wir hatten extra für solche Fälle Reserven angelegt. Nun können wir davon profitieren», sagt Peter Langenauer. Ausserdem handelt es sich in diesem Fall um eine vernachlässigbare Flächengrösse, die dem Bauherren zugestanden werde. «Wir haben jetzt noch 2600 m² Baulandreserven, die wir für weitere solche Fälle nutzen können», so der Gemeindepräsident.

Quartierplan aufgelegt

Um die Mehrfamilienhäuser zu realisieren, muss zugleich der Quartierplan aufgelegt werden. Im Vergleich zu den vorherigen Bestimmungen der Regelbauweise sieht dieser ein zusätzliches Stockwerk vor. Ausserdem wurde der Gebäudeabstand um einen Meter verringert.